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Pressemitteilung vom 21.05.2026    

Ehrenamtliches Engagement in Rheinland-Pfalz: Bewegung für Gesundheit und Gemeinschaft

Am 23. Mai wird ein neuer Ehrentag eingeführt, um das bürgerschaftliche Engagement zu würdigen. Besonders im Bereich der Gesundheitsförderung spielt ehrenamtliches Engagement eine entscheidende Rolle. Die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz hebt die Bedeutung dieser Arbeit hervor.

Symbolbild (Foto: Pixabay)

Rheinland-Pfalz. Am 23. Mai, dem Geburtstag des Grundgesetzes, soll künftig ein Ehrentag das bürgerschaftliche Engagement würdigen - eine Initiative von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der damit die gemeinschaftsstiftende und demokratiefördernde Kraft des Ehrenamts in den Mittelpunkt stellt. Dass ehrenamtliches Engagement auch im Bereich der Gesundheit eine wichtige Rolle spielt, betont die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG). Sie weist besonders auf die Kampagne "Dabei sein bewegt!" hin, die vom rheinland-pfälzischen Sozialministerium gefördert wird: Rund 900 Personen haben sich in den letzten zehn Jahren schulen lassen, um Senioren körperliche Aktivität und soziale Teilhabe zu ermöglichen.

Bürgerschaftliches Engagement als Bestandteil lebendiger Demokratie
Etwa 300 dieser sogenannten Bewegungsbegleiter sind derzeit in Rheinland-Pfalz aktiv. Sie laden in ihren Heimatorten regelmäßig ältere Menschen ein, sich gemeinsam im öffentlichen Raum zu Gymnastik, Spaziergängen und anderen Bewegungsübungen zu treffen. Gleichzeitig fördern sie den Austausch der Teilnehmenden untereinander, sind zuverlässige Ansprechpersonen und beugen sozialer Isolation im Alter vor. Damit tragen die Ehrenamtlichen zur Einsamkeitsprävention als einem zentralen Baustein der Gesundheitsförderung bei.

Der Ehrentag werde "einen besonderen Moment schaffen, an dem wir als Gesellschaft innehalten und uns bewusst werden, dass es in der Demokratie auf jede und jeden Einzelnen von uns ankommt," erklärte Steinmeier zum Auftakt. Die demokratiefördernde Kraft des Ehrenamtes bestätigt auch Sabine Bätzing-Lichtenthäler, neue Ministerin für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend in Rheinland-Pfalz. "Der Ehrentag macht sichtbar, was unsere Gesellschaft im Innersten trägt: Menschen, die sich füreinander einsetzen," sagt sie und betont: "Die ehrenamtlichen Bewegungsbegleiter bringen Menschen in Bewegung, schaffen Begegnung und stärken den Zusammenhalt. Mit ihrem Engagement fördern sie ein lebendiges Miteinander, das für unsere Gesellschaft und unsere Demokratie unverzichtbar ist. Dieses Engagement verdient nicht nur Dank an einem Tag, sondern dauerhaft unsere Anerkennung und Unterstützung."

Bewegung und Begegnung - ein wachsendes Netz
Über das Land verteilt gibt es inzwischen 214 Angebote, die stetig wachsen und über eine interaktive Landkarte abrufbar sind. "Bewegung ist eine der wichtigsten Grundlagen für Gesundheit - und sie entsteht oft dort, wo Menschen andere mitnehmen," sagt LZG-Geschäftsführerin Susanne Herbel-Hilgert. "Die ehrenamtlichen Bewegungsbegleiter leisten genau das: Sie schaffen niedrigschwellige Angebote, motivieren zu mehr Aktivität und stärken damit sowohl die körperliche wie auch die seelische Gesundheit. Ihr Engagement zeigt eindrücklich, wie viel präventive Kraft im Ehrenamt steckt." Sie hebt hervor, dass die Bewegungsbegleiter freiwillig eine längerfristige Verpflichtung eingehen. Dies sei in Zeiten, in denen sich viele Menschen nicht mehr an ein festes Amt binden wollen, besonders wertvoll. "Ein herzliches Dankeschön dafür!"

Zur Kampagne "Dabei sein bewegt!"
Die LZG organisiert gemeinsam mit Partnern mehrmals im Jahr Schulungsveranstaltungen, in denen Ehrenamtliche qualifiziert werden. Zum Abschluss ihrer Ausbildung erhalten sie von der LZG einen Bewegungstrolley mit Übungsmaterialien sowie Tipps zur Anleitung und zur Vernetzung mit Akteuren vor Ort. Im Anschluss an die Qualifizierung werden sie fachlich und finanziell beim Aufbau und bei der Verstetigung ihrer Bewegungsangebote unterstützt. Die Kampagne arbeitet eng mit den drei Turnerbünden im Land, dem Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) und der Landesvereinigung für ländliche Erwachsenenbildung (LEB) als zentrale Partner zusammen. (PM)


Mehr dazu:   Gesellschaft  
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