Pressemitteilung vom 24.05.2026 
Erhöhte UV-Strahlung im Frühsommer: DWD gibt Empfehlungen
Mit dem Frühsommer steigt nicht nur die Temperatur, sondern auch die Intensität der UV-Strahlung. Besonders in den südlichen Regionen Deutschlands wird eine hohe gesundheitliche Gefährdung erwartet. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor den Risiken und gibt Empfehlungen zum Schutz vor der Sonne.
Offenbach. Die Sonne nähert sich dem Höchststand, gewinnt täglich an Kraft und bringt somit auch entsprechende Gefahren mit. Der Frühsommer läuft auf Hochtouren und lässt verbreitet die Sonne vom teils wolkenlosen Himmel strahlen. Dabei steigt bei Werten um oder über 30 Grad nicht nur das Hitzeempfinden, sondern auch der UV-Index. Derzeit wird der menschliche Körper wieder zunehmend den positiven und negativen Eigenschaften der UV-Strahlung ausgesetzt. Hoch Alexander lässt die Sonne verbreitet, vor allem in der Mitte und im Süden häufig auch vom wolkenlosen Himmel, scheinen. Mit täglicher Annäherung an den Sonnenhöchststand am 21. Juni nimmt auch deren Kraft zu.
Ende Mai hat die Sonne demnach etwa die gleiche Strahlkraft wie Ende Juli. Dabei kann auch eine beachtliche Menge an UV-Strahlung in den bodennahen Luftschichten ankommen. In den folgenden Abschnitten soll der sogenannte aktinische Wirkungskomplex, also die Komponenten der biologisch wirksamen Sonnenstrahlung und deren Wirkung auf den menschlichen Körper, näher unter die Lupe genommen werden. Die biologisch wirksamen Spektren des Lichts reichen vom infraroten über den sichtbaren bis zum ultravioletten Bereich (UV-Bereich) und haben teils gesundheitsfördernde als auch gesundheitsschädigende Einflüsse auf den Menschen. So fördert beispielsweise die Infrarotstrahlung die Durchblutung der Haut. Das sichtbare Licht beeinflusst den Hormonhaushalt und die Psyche.
UV-A, UV-B und der UV-Index: Die Physik hinter dem Sonnenlicht
Das größte Wirkungsspektrum besitzt jedoch die UV-Strahlung. Die UV-Strahlung ist eine elektromagnetische Strahlung, die an der Erdoberfläche nur wenige Prozent der gesamten solaren Strahlung ausmacht. Sie umfasst dabei den Wellenlängenbereich, der kürzer als der des sichtbaren Lichts ist. Da die einzelnen Elementarteilchen der UV-Strahlung (Photonen) über eine sehr hohe Energie verfügen, können sie teilweise tief in biologische Systeme eindringen, Molekülverbindungen irreversibel zerstören und somit wesentlichen Einfluss auf Lebewesen nehmen. Beispielsweise wird die UV-Strahlung als Auslöser für verschiedene Hautkrebsarten angesehen. Die Haut unterliegt als Grenz- und Kontaktorgan in besonderem Maße dem Einfluss von Umweltfaktoren und somit auch der UV-Strahlung. Zahlreiche Hautkrankheiten finden ihren Ursprung in dieser Strahlungsart oder werden von ihr verstärkt. Am bekanntesten ist in diesem Sinne wohl der Sonnenbrand, der einer Verbrennung ähnelt und nach einer vom Hauttyp abhängigen Bestrahlungszeit mit einer scharf begrenzten Rötung, Hitzegefühl, Juckreiz sowie gelegentlicher Blasenbildung und Ödemen einhergeht.
Schwerwiegende Folgen für die menschliche Gesundheit haben Hautreaktionen, die nach einem jahre- oder jahrzehntelangen Zeitraum der UV-Bestrahlung auftreten. In diese Gruppe sind beispielsweise die Hautalterung oder bösartige Hauttumore einzuordnen. Traditionell wird die UV-Strahlung auf Basis der Ozonabsorption in drei Teilbereiche aufgegliedert. Demnach wird zwischen der UV-A-Strahlung im Wellenlängenbereich von 315 bis 400 Nanometern, der UV-B-Strahlung zwischen 280 bis 315 sowie der UV-C-Strahlung zwischen 100 und 280 Nanometern unterschieden. Dabei hindert das atmosphärische Ozon die UV-A-Strahlung nur wenig daran, die Erdoberfläche zu erreichen. Die UV-C-Strahlung wird dagegen unabhängig von der Ozonkonzentration auf dem Weg durch die Atmosphäre fast komplett aus der Luft herausgefiltert, während die Menge an UV-B-Strahlung am Boden stark von der Ozonkonzentration sowie der Mächtigkeit der Ozonschicht abhängig ist.
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Als Maß für die UV-Strahlung dient der sogenannte UV-Index, der üblicherweise als Bestrahlungsstärke (Watt pro Quadratmeter) auf einem horizontal orientierten Empfänger angegeben wird. Neben dem Ozon beeinflussen auch weitere Bestandteile der Atmosphäre, wie beispielsweise Aerosole (Schwebeteilchen in der Atmosphäre) und Wolken (Wassertröpfchen), astronomische Bedingungen wie der Sonnenstand, der orographische Standort oder auch die Bodenbeschaffenheit in Form der Albedo (Rückstrahlvermögen der solaren Strahlung) die Menge an UV-Strahlung am Boden. Insgesamt hat die UV-Strahlung, wie zu Beginn des Artikels schon aufgeführt, eine bedeutende Wirkung auf den menschlichen Organismus.
Wie viel Sonne braucht der Mensch?
Wer seine Haut beim Sonnenbaden nicht ausreichend schützt, schädigt diese nachhaltig. Die UV-A Strahlung (lange Wellen) führt zu einer kurzfristigen Bräune, die jedoch kaum Lichtschutz bringt. Dagegen verliert die Haut an Spannkraft und altert bei langfristiger Bestrahlung frühzeitig. Auch das Hautkrebsrisiko ist bei häufiger ungeschützter Einstrahlung deutlich erhöht. Die UV-B Strahlung sorgt hingegen eher für eine langfristigere Bräune, die auch einen echten Lichtschutz (Lichtschwiele) mit sich bringt. Gleichzeitig dringen diese Strahlen nicht so tief in die Haut ein und schädigen sie daher nicht nachhaltig. Ein allgemein schädigender Effekt der UV-Strahlung ist zudem die Immunsuppression, eine Verringerung der Körperabwehr, zum Beispiel gegenüber Infektionskrankheiten.
Positiv ist jedoch anzuführen, dass die UV-Strahlung hauptverantwortlich für die Bildung von Vitamin D in der Haut ist. Dieses Vitamin ist im Körper für den Calcium- und Phosphatstoffwechsel essenziell. Allerdings wird die notwendige Vitamin-D-Dosis in Deutschland im Sommer bei wolkenlosen Bedingungen gegen Mittag bereits innerhalb von etwa 15 Minuten durch die Sonnenexposition von Händen, Armen und Gesicht erreicht. Dafür bräuchte man also nicht stundenlang in der Sonne zu braten.
Sonnig, heiß und hoher UV-Index
Am Montag und Dienstag, 25. und 26. Mai, wird entsprechend der teils wolkenlosen Bedingungen und der Sonnenkraft etwa südlich von Eifel, Westerwald, Rhön und Erzgebirge bei einem UV-Index von häufig 8 schon recht verbreitet eine sehr hohe gesundheitliche Gefährdung erwartet. Im Allgäu sowie allgemein auf den Alpenhöhen wird teilweise sogar ein Index von 9 erreicht. Moderater kommt der UV-Index (4/5, mittlere Gefährdung) im Norden daher, wo zeitweise Wolken die Sonne ausbremsen.
In möglichen UV-Warnungen oder auch in den entsprechenden UV-Gefahrenkarten des DWD wird besonders auf potenzielle Schutzmaßnahmen hingewiesen. Ergänzend zu diesen international einheitlichen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation sind weitere UV-Schutztipps auf der Webseite des Deutschen Wetterdienstes verfügbar.
Neben der UV-Strahlung kann die Sonne das Land tagsüber auch schon ordentlich einheizen. Vor allem im Südwesten wird zu Beginn der Woche schon eine gefühlte Temperatur teils über 32 Grad prognostiziert. Diese wiederum führt dazu, dass wir ein heißes thermisches Empfinden entwickeln. Für eine Hitzewarnung reicht dies aber noch nicht. Besonders die Nächte kommen noch kühl daher und sorgen für ausreichend Entspannung. Zudem sind auch die Gebäude noch nicht ausreichend aufgeheizt. Dennoch ist vor allem in der Mittagshitze für Kranke und empfindliche Personen schon Vorsicht geboten. (PM/Red)
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