Pressemitteilung vom 27.05.2026 
Ein Kapitel schließt sich: Städtepartnerschaft von Letchworth vor dem Aus
Ein Wochenende voller Emotionen, bei dem die Zukunft der Städtepartnerschaften mit Letchworth und Chagny im Mittelpunkt stand. Der Partnerschaftsausschuss von Letchworth verkündete eine schwerwiegende Entscheidung, die viele Beteiligte tief bewegte.
Wissen/Letchworth. "Es war wieder ein wunderschönes, aber leider auch sehr trauriges Wochenende", fasste ein englischer Gastgeber die fünf erlebnisreichen Tage zusammen, an denen Bürger aus Letchworth, Wissen und Chagny teilnahmen. Der Partnerschaftsausschuss von Letchworth musste das Ende seines Bestehens bekanntgeben, da sich niemand mehr für die Arbeit im Vorstand finden ließ. Damit enden zunächst auch die organisierten Partnerschaftsbesuche zwischen den Städten.
John Gregory, der sich über Jahrzehnte hinweg leidenschaftlich für die Partnerschaft engagierte, fiel es schwer, diese Nachricht zu verkünden. Er erinnerte bewegt an den Beginn der Städtepartnerschaften mit Chagny im Jahr 1978 und Wissen im Jahr 1983, die eine lebhafte "Dreiecksbeziehung" entwickelten. Mit Bedauern schilderte er die aktuelle Situation des Vereins.
Arnim Hammann, Präsident des Internationalen Clubs Wissen (ICW), schloss sich diesem Bedauern an, äußerte jedoch die Hoffnung, dass junge Menschen in Zukunft den Gedanken der Partnerschaft wieder aufleben lassen. Bis dahin sollten die bestehenden Kontakte gepflegt werden, darin waren sich John Gregory und Arnim Hammann einig.
Kathrin Salvetter bedankte sich im Namen der Wissener Bürger bei den Organisatoren der Partnerschaftsbesuche und fügte hinzu: "Ich bin sicher, dass ich damit auch im Namen von Bürgermeister Neuhoff spreche. Von ihm weiß ich, dass er sich sehr den Fortbestand der Städtepartnerschaften wünscht."
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Mehr als nur ein touristischer Ausflug
Partnerschaftstreffen gingen weit über touristische Besuche hinaus. "Hier treffen sich Familien, hier treffen sich Freunde." Neben Besichtigungen standen auch Diskussionen über politische und wirtschaftliche Themen im Fokus. So besuchten die Gäste am Samstag die "Historischen Docks von Chatham", wo sie einen Einblick in den Hafenalltag vergangener Zeiten erhielten.
Am Freitag erkundeten viele deutsche Gäste unter Führung ihrer englischen Gastgeber London oder besuchten "Wrest Park", einen beeindruckenden Landschaftsgarten. Die Teilnehmer waren sich einig: "So soll es auch bleiben! Diese gemeinsamen Treffen dürfen nicht enden." Bereits vor Ort wurden neue Ideen entwickelt, wie die Partnerschaft fortgesetzt werden kann. "Wir wollen in Kontakt bleiben!", lautete der gemeinsame Wunsch aller Beteiligten. (PM/Red)
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