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Pressemitteilung vom 28.05.2026    

Cernys Sieg-Plan geht nicht auf, doch die Formkurve zeigt steil nach oben

Die Radsportler aus dem Team Schäfer Shop gehen bei Punkterennen in der ganzen Republik an den Start und ergreifen die Initiative. Lohn ist unter anderem ein vierter Platz.

Francis Cerny (in Schwarz) aus dem Team Schäfer Shop des RSC Betzdorf schafft es im hohen Norden auf Platz 4. (Foto: Verein/Sascha Vergin)

Betzdorf. Radrennen für Mastersfahrer – im Fußball würde man von den "Alten Herren" sprechen – sind für Männer seit Jahrzehnten fester Bestandteil von Amateurveranstaltungen. Bei den Frauen werden Altersklassen-Rennen hingegen nur selten ausgeschrieben – und so nahm Francis Cerny aus dem Team Schäfer Shop des RSC Betzdorf gerne die weite Anfahrt bis Flintbek bei Kiel auf sich, um dort beim Kriterium über 40 Kilometer teilzunehmen, das auf einem flachen 1-Kilometer-Rundkurs stattfand.

Das Rennen wurde für die Masters-Frauen gemeinsam mit der Frauen-Elite, den Juniorinnen und Jederfrauen ausgetragen, aber getrennt gewertet. Bei den ersten der alle fünf Runden stattfindenden Punktesprints versuchte Cerny, in die Punktewertung zu kommen und hielt gegen die zum Teil mehr als 30 Jahre jüngere Konkurrenz dagegen. Die Überlegung war richtig, denn ein Punktgewinn hätte am Ende den sicheren Sieg in der Masterswertung gebracht – doch der Plan ging nicht auf. Bei der dritten Wertung war die Schäfer-Shop-Amazone zwar nah dran an den Punkten, aber es fehlten wenige Zentimeter. Weil aber auch die anderen Masters-Fahrerinnen ohne Punkte blieben, kam es am Ende auf den Endspurt an, in dem Cerny Vierte wurde.

"Auch da haben nur wenige Zentimeter zum Podium gefehlt, die Beine haben am Ende leider nicht mehr genug Power hergegeben", haderte die RSC-Fahrerin mit der "Holzmedaille". Zufrieden war Cerny, die selbst in der Mastersklasse auf 20 Jahre jüngere Konkurrentinnen trifft, dennoch – die Formkurve zeigt nach oben. Dies zeigte sich auch beim Wyhler Kriterium, das ebenfalls auf einem flachen, schnellen Kurs stattfand. Am Kaiserstuhl gab es keine Masterswertung – Cerny sortierte sich in der offenen Frauenklasse auf Rang 27 ein.



Auch Robin Schürdt, der Quereinsteiger im Betzdorfer Team, ging am Wochenende auf Punktejagd. Die traditionsreiche Veranstaltung in Köln-Longerich war diesmal als Temporennen ausgeschrieben, bei dem es im Unterschied zu einem klassischen Kriterium nicht nur alle fünf Runden, sondern nach jeder 2,2-Kilometer-Runde Punkte gab – zwei für den Ersten, einen für den Zweiten. Der Modus sorgte für ein durchgängig hohes Tempo, am Ende bewältigten die Männer die 72 Kilometer mit einem Schnitt von 45 km/h. "Es hat übertrieben Bock gemacht", sagt Schürdt, der nach einer Erkältung im Vorfeld nicht in Bestform war und ohne Punkte blieb, aber mit Platz 30 unter 59 gewerteten Fahrern genau im Mittelfeld landete. (PM)


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