Land und Kreis beteiligen sich auch an Kosten für Umbau des Bitzener Sportplatzes
Die Freude vor allem bei den Fußballern in und rund um Bitzen ist groß: Das Spielfeld „Auf der Kaufmannshalde“ kommt nunmehr in einem satten (Kunststoff)-Grün daher, die rote Asche hat nach Jahrzehnten der Nutzung endlich ausgedient. Für den Umbau machte der Kreis Altenkirchen als Zuwendung 27.300 Euro locker.
Altenkirchen/Bitzen. Schon ein gutes halbes Jahr ist der alte Tennenplatz in Bitzen passé, hat die Gegenwart Einzug gehalten, wurde die Vergangenheit zu den Akten gelegt. Das Spielfeld „Auf der Kaufmannshalde“ wurde zwischen September und November 2025 von einem antiquierten Geläuf in ein modernes, zeitgemäßes umgewandelt. Kunstrasenplätze sind neben ihren Brüdern aus Naturhalmen inzwischen das Maß aller Dinge. Rund 400.000 Euro kostete den Verein, den TuS Germania Bitzen als Eigentümer des Areals, die Verwandlung in den neuen Look. Der Kreis Altenkirchen steuerte 27.300 Euro bei, wie der Sportausschuss des Kreistages in seiner jüngsten Zusammenkunft am späten Donnerstagnachmittag (28. Mai) einstimmig befand. Vom Land flossen 182.300 Euro. Die beiden Ortsgemeinden Bitzen und Forst beteiligten sich mit insgesamt ebenfalls 27.300 Euro, eine Menge Eigenleistung und ein Kredit komplettierten die Anschaffungskosten. Während der Umbauphase spielten die Teams des TuS im nur wenige Kilometer entfernten Öttershagen, das zur Gemeinde Windeck gehört. Die schmucke Grünfläche gleicht in etwa der in Niederhausen, da die Bitzener Nachwuchskicker in einer Jugendspielgemeinschaft mit Niederhausen/Birkenbeul und Niedererbach beheimatet sind und die zur neuen Saison von August an in den Altersklassen A bis E Mannschaften stellen kann. Nach gut sechs Monaten auf neuem Terrain zieht TuS-Vorsitzender Markus Gümpel ein positives Fazit: „Wir sind sehr zufrieden, das ist ein super Platz.“
„Auf der Kaufmannshalde“ seit 1951
Die Homepage des TuS Germania zeigt die Geschichte des lokalen Sportplatzes auf: „In den Anfangsjahren des Vereins wurde zunächst auf einer naturbelassenen Wiese - der ,Schild's Wies’ in Forst - Fußball gespielt, bevor 1931 der Bau einer eigenen Sportstätte in Angriff genommen wurde. Fortan wurden die Spiele ,An den Fichten in der Kolonie’ ausgetragen. Aufgrund der geringen Größe konnte man den Anforderungen im Jahr 1950 nicht mehr gerecht werden, so dass man sich zur Rodung und Planierung des Waldstücks ,Auf der Kaufmannshalde’ entschied und den Bau eines neuen Sportplatzes begann. Im Jahr 1951 wurde der Hartplatz fertiggestellt und ist seitdem im Besitz des TuS Germania Bitzen. Nach einer zwischenzeitlichen Sanierung in den Jahren 1986/87 wurde er 2010 dank Unterstützung einer Vielzahl von Helfern erneut saniert. Zum Sportplatz gehört eine Flutlicht- und Berieselungsanlage, Ballfangzäune sowie eine kleine Tribüne. 1991 wurde von der Altherrenmannschaft das angrenzende Clubheim erbaut und dem Verein übergeben. Seither wird das Gebäude ständig in Eigenleistung erweitert und modernisiert. Es ist nicht nur Stätte vereinsinterner Veranstaltungen, sondern kann auch für private Events gemietet werden. Im Juni 2022 wurde die Flutlichtanlage, gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages auf Strom sparendes und deutlich effizienteres LED-Licht umgestellt.“
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Prioritätenliste für mögliche Landesförderung
So sieht der einstimmig verabschiedete Vorschlag zur Aufstellung der Prioritätenliste für eine mögliche Landesförderung vom Haushaltsjahr 2027 an aus: 1. Sanierung des Kunstrasenplatzes des TuS DJK Herdorf, Träger Stadt Herdorf und TuS DJK Herdorf,
Maßnahmenvolumen 506.856,70 Euro; 2. Umwandlung des vorhandenen Naturrasenplatzes in einen Kunstrasenplatz, Träger Ortsgemeinde Brachbach, Pächter SG Mudersbach/Brachbach, 654.410 Euro; 3. Neubau einer Tennisanlage in Weyerbusch, Träger Ortsgemeinde Weyerbusch, 617.747 Euro; 4. Sanierung des Freizeitbads Molzberg GmbH, Träger Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain und Verbandsgemeinde Kirchen, 1.215.000 Euro; 5. Bau eines Minispielfeldes in Scheuerfeld, Träger Ortsgemeinde Scheuerfeld, 152.392,11 Euro; 6. Sanierung des Kunstrasenplatzes in Hamm, Träger Orts- und Verbandsgemeinde Hamm, 240.000 Euro; 7. Sanierung des Kunstrasenplatzes in Malberg, Träger Ortsgemeinde Malberg, 260.025,47 Euro; 8. Einbau einer Lüftungsanlage in der Turnhalle Weitefeld, Träger Ortsgemeinde Weitefeld, 201.000 Euro; 9. Sanierung der zentralen Sportanlage Weyerbusch, Träger Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld, 824.075 Euro; 10. Errichtung eines Erweiterungsbaus, Träger SG Westerwald Gebhardshain, 649.201 Euro; 11. Sanierung des Stadions im Schul- und Sportzentrum „Glockenspitze“ Altenkirchen, Träger Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld, 1.776.194 Euro; 12. Bau eines Minispielfeldes, Träger Ortsgemeinde Nauroth, 131.485,48 Euro; 13. Sanierung der kombinierten Anlage Daaden, Träger Stadt Daaden und Tennisclub Daaden, 178.000 Euro. Ebenfalls ohne Widerspruch genehmigte die Zusammenkunft einen Zuschuss von 1200 Euro für den Schützenverein SV „Im Grunde“ Marenbach, der einen ebenerdigen Eingang ins Vereinsheim schaffen möchte, um auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen den Zutritt zu ermöglichen. Zudem werde durch die bauliche Maßnahme der Transport von Sportgeräten erleichtert, wurde in der Beschlussvorlage ebenfalls argumentiert. (vh)
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