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Pressemitteilung vom 29.05.2026    

40 Jahre Grube Bindweide: Erinnerungen an eine prägende Bergbaugeschichte

In der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain wird mit einer besonderen Ausstellung an die Geschichte der Grube Bindweide erinnert. Das Besucherbergwerk feiert sein 40-jähriges Bestehen und bietet einen umfassenden Einblick in die Vergangenheit des Bergmannsdorfes Steinebach.

Bergmann, AI-generiert. (Quelle: Pixabay)

Gebhardshain. Aktuell zeigt das Rathaus Gebhardshain eine umfangreiche fotografische Zeitreise durch die Geschichte des Bergmannsdorfes Steinebach und seiner Menschen. Mehr als 200 historische und zeitgenössische Aufnahmen dokumentieren nahezu eineinhalb Jahrhunderte Bergbaugeschichte im Gebhardshainer Land.

Die Ausstellung erstreckt sich von den frühen Jahren des Eisenerzabbaus bis hin zur heutigen Bedeutung der Grube als kulturellem Erinnerungsort und touristischem Wahrzeichen der Region. Wo einst hunderte Bergleute unter schwierigen Bedingungen Erz förderten, begegnen Besucher heute einer Welt aus Stollen, Maschinen und Geschichten, die das industrielle Erbe des Westerwaldes lebendig hält.

Bedeutender Großbetrieb des späten 19. Jahrhunderts
Die Grube Bindweide gehört zu den bedeutendsten ehemaligen Eisenerzbergwerken des Siegerländer und Westerwälder Reviers. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Anlage zu einem industriellen Großbetrieb. Zeitweise arbeiteten dort mehrere hundert Menschen über und unter Tage. Mehr als fünf Millionen Tonnen Eisenerz wurden gefördert, bevor die Grube infolge der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1931 stillgelegt wurde. Erst Jahrzehnte später begann mit großem ehrenamtlichem Engagement ihre Wiederbelebung als Besucherbergwerk. Seit den 1980er Jahren ist die Bindweide ein Ort gelebter Erinnerungskultur und technischer Geschichte.



Fester Platz in der Geschichte
Bürgermeister Joachim Brenner betont: "Mit der Grube Bindweide verbindet sich ein Stück Identität unserer Region. Hier verdichten sich Geschichte, harte Arbeit und das Leben vieler Generationen zu einem gemeinsamen Erinnerungsort. Die Fotografien machen sichtbar, unter welchen Bedingungen Menschen einst ihren Alltag meisterten und welchen Zusammenhalt der Bergbau hervorgebracht hat. Diese Ausstellung erzählt deshalb nicht allein von einer Grube. Sie erzählt von den Menschen dahinter, von ihrer Kraft, ihrem Stolz und ihrem festen Platz in der Geschichte des Gebhardshainer Landes."

Fotos von Menschen
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen nicht allein Maschinen, Fördertürme oder Stollenanlagen. Es sind vor allem die Menschen, die den Bildern ihre besondere Kraft verleihen. Die Fotografien zeigen Bergleute vor der Einfahrt, Familienfeste, Schulklassen, Vereinsleben und den Alltag einer Region, deren Rhythmus einst vom Klang der Grubensignale bestimmt wurde. (PM/Red)


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