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Nachricht vom 30.05.2026    

VG-Rat Wissen schloss die "Vergangenheit" ab und plante die Zukunft mit Weitblick

Von Klaus Köhnen

Bei der letzten Sitzung vor der Sommerpause (28. Mai 2026) hatte der Verbandsgemeinderat zahlreiche Entscheidungen zu treffen. Neben dem endgültigen Abschluss der Jahresabschlüsse aus 2014 bis 2023 wurde auch die Zukunft geplant. Neben der Förderung der ärztlichen Versorgung gab es weitere Zukunftsprojekte.

VG-Rat Wissen traf weitreichende Entscheidungen (Bild: kkö)

Wissen. Die Sicherstellung einer stabilen medizinischen Versorgung ist ein zentraler Bestandteil der Daseinsvorsorge und trägt, auch in der Verbandsgemeinde Wissen, maßgeblich zur Lebensqualität und zum Wohl der Bürger bei. Der allgegenwärtige demografische Wandel, der zunehmende Ärztemangel sowie besondere Herausforderungen in ländlichen Regionen erschweren die ärztliche Versorgung nachhaltig. Um diesem Umstand gerecht zu werden, hat die Verwaltung eine Förderrichtlinie erarbeitet.

Der Entwurf der Richtlinie wurde in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, Bauen und Zukunft der Verbandsgemeinde Wissen am 21. Mai vorgestellt und erörtert. Der Verbandsgemeinderat beschloss, auf Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses, Bauen und Zukunft, einstimmig, die "Richtlinie zur Förderung der Niederlassung von Ärztinnen und Ärzten in der Verbandsgemeinde Wissen" anzunehmen und einzuführen.

"Vergangenheit" wurde aufgearbeitet
Um die "Bewältigung der Vergangenheit" ging es im zweiten Tagesordnungspunkt: Feststellung der Jahresabschlüsse 2014 bis 2023 und Beschlussfassung über die daraus resultierenden Entlastungen. Für diesen Tagesordnungspunkt übernahm das älteste anwesende Mitglied des VG-Rates, aufgrund der gesetzlichen Vorgaben, den Vorsitz. Der Rechnungsprüfungsausschuss hatte in seiner Sitzung am 19. Mai die Jahresabschlüsse aus den Haushaltsjahren 2014 bis 2023 der Verbandsgemeinde Wissen geprüft und empfahl dem VG-Rat den Beschluss. Nach kurzer Diskussion über das Prozedere wurden die Abstimmungen durchgeführt.

Für die Jahre 2014-2018 wurde dem ehemaligen Bürgermeister Michael Wagener und den ehemaligen Beigeordneten der Verbandsgemeinde Friedhelm Steiger, Kerstin Breidenbach sowie Klaus Eiteneuer Entlastung erteilt.

Für das Jahr 2019 wurde dem ehemaligen Bürgermeister Michael Wagener und den ehemaligen Beigeordneten der Verbandsgemeinde Friedhelm Steiger, Kerstin Breidenbach und Klaus Eiteneuer sowie den ehemaligen und derzeitigen Beigeordneten der Verbandsgemeinde Ulrich Marciniak, Ullrich Jung und Reinhold Bröhl Entlastung erteilt.

Für das Jahr 2020 wurde dem ehemaligen Bürgermeister Michael Wagener sowie dem derzeitigen Bürgermeister Berno Neuhoff und den ehemaligen und derzeitigen Beigeordneten der Verbandsgemeinde Ulrich Marciniak, Ullrich Jung und Reinhold Bröhl Entlastung erteilt.

Für die Jahre 2021-2023 wurde dem derzeitigen Bürgermeister Berno Neuhoff und den ehemaligen und derzeitigen Beigeordneten der Verbandsgemeinde Ulrich Marciniak, Ullrich Jung und Reinhold Bröhl Entlastung erteilt. Damit, so Bürgermeister Berno Neuhoff, sei ein langer und schwieriger Weg zu Ende.




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Große Ausgaben werden die Kommunen belasten
Zurück zu den zukünftigen Aufgaben der Verbandsgemeinde. Hierzu zählen die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen an der zentralen Sportanlage. Die VG hat einen Zuwendungsbescheid aus der Sportanlagenförderung 2026 durch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Höhe von 918.000,00 Euro für die Sanierung der Zentralen Sportanlage (Sanierung der Laufbahn sowie Herstellung eines Kunstrasenplatzes auf dem derzeitigen Tennenplatz) in Wissen erhalten. Nach der einstimmigen Beschluss des VG-Rates werden die Aufträge ausgeschrieben.

Die Ratsmitglieder stimmten der Vereinbarung zur Umsetzung des Ganztagsförderungsgesetzes, die die Verbandsgemeinden mit dem Kreis getroffen haben, zu. Einige der Ratsmitglieder, darunter Kerstin Breidenbach, stellten jedoch die Frage, ob der Staat und damit natürlich auch die Kommunen, immer regeln müssten. Breidenbach wies auf die immer weiter zunehmende "Vollkaskomentalität" in der Gesellschaft hin. Es müsse, so Breidenbach und andere Ratsmitglieder, die Eigenverantwortung für bestimmte Lebensbereiche wieder stärker in den Fokus rücken. Ein weiterer Punkt im Bereich Schulen war der Neubau einer Mensa an der Franziskus-Grundschule.

Das Kostenvolumen für diese Maßnahme beträgt:
Gesamtkosten 2.632.900,87 Euro, wovon das Land 529.093,49 Euro, der Bund 399.690 Euro und der Kreis 152.436,25 Euro übernehmen. Die Verbandsgemeinde muss damit 1.551.681,13 Euro als Eigenanteil tragen. Der VG-Rat stimmte dem Vorschlag einstimmig zu, die Bauausführung nun voranzutreiben.

Die CDU/FDP-Fraktion hatte einen Antrag zur Überprüfung sogenannter Potenzialflächen für Gewerbeansiedlungen gestellt. Es sei wichtig, einen Überblick über die vor Ort zur Verfügung stehenden Flächen oder Immobilien zu erhalten. Hubert Becher, Fraktionsvorsitzender der CDU/FDP erläuterte im Rahmen der Diskussion, dass die Wirtschaftsförderung bereits vieles möglich mache. Um aber, bei Anfragen von Gewerbetreibenden, schnell reagieren zu können, sei ein solches "Kataster" sinnvoll. Auch dieser Vorschlag fand die Zustimmung des Gremiums. (kkö)


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