Pressemitteilung vom 30.05.2026 
Hitze als unterschätzte Gefahr: Einfache Maßnahmen für heiße Tage
Mit steigenden Temperaturen wächst auch die Belastung für den menschlichen Körper. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kranke, Säuglinge und Kleinkinder. Das Gesundheitsamt des Westerwaldkreises gibt hilfreiche Tipps, um sich effektiv vor Hitze zu schützen.
Westerwaldkreis. Hitzeperioden sind kein neues Phänomen, doch der Klimawandel führt zu häufigeren und intensiveren Hitzewellen. Hohe Temperaturen können insbesondere älteren und kranken Menschen sowie Säuglingen und kleinen Kindern zusetzen. Vorbeugende Maßnahmen sind daher entscheidend.
Das Gesundheitsamt des Westerwaldkreises informiert über einfache, aber effektive Schutzmaßnahmen.
Viel trinken
Bereits kleine Veränderungen im Alltag können helfen, den Körper zu entlasten und gesundheitliche Risiken zu vermeiden. Wichtig ist es, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Wasser und ungesüßte Tees gleichen den Flüssigkeitsverlust aus. Leichte, wasserreiche Lebensmittel wie Gurken, Melonen oder Erdbeeren eignen sich besonders gut an heißen Tagen. Alkohol und größere Mengen Koffein sollten hingegen vermieden werden, da sie den Körper zusätzlich austrocknen können.
Für eine schnelle Abkühlung sorgen feuchte Tücher auf Armen, Beinen, Gesicht oder Nacken. Auch eine Sprühflasche mit Wasser kann zwischendurch für Erfrischung sorgen. Um Wohn- und Arbeitsräume kühl zu halten, empfiehlt sich frühmorgendliches Lüften, das Schließen von Rollläden oder Vorhängen während der heißen Stunden sowie das Ausschalten nicht benötigter Elektrogeräte.
Hitzestau im Fahrzeug
Im Freien sollte man helle, luftige Kleidung tragen, eine Kopfbedeckung nutzen und Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor auftragen. Körperlich anstrengende Tätigkeiten sollten möglichst in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Besonders wichtig: Kinder und Tiere dürfen niemals im parkenden Auto zurückgelassen werden - selbst nicht für kurze Zeit.
Neben dem eigenen Schutz spielt auch gegenseitige Unterstützung eine wichtige Rolle. Gerade ältere oder alleinlebende Menschen benötigen an Hitzetagen oft Hilfe. Ein kurzer Anruf oder Besuch kann viel bewirken und im Ernstfall lebensrettend sein.
Sollten Symptome wie trockene, heiße Haut, Verwirrtheit, Krämpfe oder Bewusstlosigkeit auftreten, muss sofort der Rettungsdienst alarmiert werden. Betroffene sollten bis zum Eintreffen der Hilfe an einen kühlen Ort gebracht und vorsichtig gekühlt werden.
Die zentrale Botschaft lautet: Hitze ist ernst zu nehmen, und ein wirksamer Hitzeschutz beginnt bereits mit einfachen Maßnahmen im Alltag. (PM/Red)
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