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Pressemitteilung vom 31.05.2026    

Kleines Dorf ganz groß – Goddert feierte sich und seine Feuerwehr zum 125-jährigen Jubiläum

Von Wolfgang Rabsch

Die Freiwillige Feuerwehr Goddert feierte ihr 125-jähriges Bestehen mit einem beeindruckenden Festwochenende. Das kleine Dorf zeigte enormen Zusammenhalt und lockte weit mehr Besucher als Einwohner an. Emotionale Höhepunkte wie der Große Zapfenstreich sorgten für unvergessliche Momente im Festzelt.

(alle Fotos: Wolfgang Rabsch)

Goddert. Goddert ist das beste Beispiel, was eine Dorfgemeinschaft erreichen kann, wenn gemeinsam ein großes Ziel angestrebt wird. In diesem besonderen Fall gab es einen bemerkenswerten Anlass, denn die Freiwillige Feuerwehr (FF) aus Goddert feierte an zwei Tagen das 125-jährige Bestehen. Auf dem Areal neben dem Dorfgemeinschaftshaus wurde innerhalb kürzester Zeit ein Festgelände aus dem Boden gestampft, in dem das riesige Zelt das Zentrum bildete. "Viele Hände – schnelles Ende", dieser bekannte Spruch dürfte die Erfolgsformel für das Gelingen des Feuerwehrfestes gewesen sein. War man bei dem Thema "Wiederkehrende Straßenausbaubeiträge" noch unterschiedlicher Meinung, so stand die Dorfgemeinschaft beim Feuerwehrjubiläum geschlossen hinter ihren Floriansjüngern.

Unglaublicher Auftakt zu den Feierlichkeiten
Man stelle sich die Relation vor, was in Goddert zum Beispiel am Freitag (29. Mai 2026), im Sinne des Wortes, über die Bühne ging. Goddert hat zurzeit etwa 450 Einwohner, und zu dem Konzert von "Kölschclub" und "Kasalla" brachten 1.300 Besucher das Festzelt fast zum Platzen. Das Konzert vom Freitag geisterte beim gestrigen Festkommers immer noch durch das Zelt und wurde auch in den Festreden erwähnt.

Zum Festkommers, der unweigerlich zu einem Jubiläum dazugehört, war das Festzelt erneut sehr gut besucht. Die "Blaulichtfamilie" hält zusammen und unterstützt sich gegenseitig in vielen Bereichen. Für viele Feuerwehreinheiten aus der Verbandsgemeinde Selters war es eine Selbstverständlichkeit, am Festkommers ihrer Kollegen aus Goddert teilzunehmen.

Viele Redner zollten der Feuerwehr Respekt
Frank Feldhäuser, Wehrführer der FF Goddert, hatte die Ehre, den Festkommers zu eröffnen und die Besucher zu begrüßen. Er freute sich über die Anwesenheit von Andreas Strüder, der als Zweiter Kreisbeigeordneter den Westerwaldkreis vertrat. Auch Oliver Götsch, Bürgermeister der VG Selters, weilte unter den Ehrengästen, ebenso der BKI des Westerwaldkreises, Tobias Haubrich. Explizit begrüßte Frank Feldhäuser die FF Gerolfing aus Bayern, die über 500 Kilometer Anreise hatte, mit den Worten: "Herzlich willkommen im Land der kleinen Biergläser". Frank Feldhäuser ließ 125 Jahre Feuerwehr in Goddert im Zeitraffer Revue passieren, angefangen mit Löscheimern bis hin zu modernen Löschfahrzeugen. Er lobte den Zusammenhalt in seiner Einheit, betonte aber zudem, dass ohne die tatkräftige Unterstützung durch den Förderverein der FF Goddert und viele Sponsoren die Jubiläumsfeierlichkeiten nicht in diesem Rahmen hätten gestaltet werden können.

Die Grußworte von Oliver Götsch und Andreas Strüder hatten den unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehren und insbesondere den der FF Goddert zum Inhalt und waren voll des Lobes. Unerwähnt blieben nicht die Familienangehörigen der Feuerwehrleute, die häufig auf ihre Partner verzichten müssten, sei es bei Einsätzen, Übungen oder Fortbildungsmaßnahmen. Hinter allem stehe auch die ständige Sorge um eine gesunde Rückkehr ihrer Lieben, denn niemand wisse vorher genau, was diese bei ihren Einsätzen erwartet. Auch die Grußworte von Ortsbürgermeister Kai Kohlenberg, dem Wehrleiter der VG Selters Nicki Ahlborn und Benjamin Kehrlößer, Vorsitzender des Fördervereins der FF Goddert, zielten in diese Richtung. Wobei nicht außer Betracht gelassen wurde, dass an die Feuerwehren insgesamt gesehen immer höhere Anforderungen gestellt werden, die auch eine erhebliche Mehrbelastung mit sich bringen würden.




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Pfarrer Christoph Haxel-Schamuhn von der evangelischen Kirche und Personalreferent Matthias Scherer von der katholischen Kirche überbrachten Glückwünsche der Kirchen und segneten die Anwesenden im Festzelt.

Ehre, wem Ehre gebührt
Daran anschließend nahmen Andreas Schröder und Oliver Götsch die Verleihung von Ehrenzeichen an verdiente Mitglieder der Feuerwehreinheiten in der VG Selters vor, die seit 15, 25, 35 oder sogar 45 Jahren Teil der Feuerwehr sind. Stellvertretend für alle Geehrten werden an dieser Stelle diejenigen namentlich erwähnt, die das goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen für 45 Jahre Dienst bei der Feuerwehr erhalten haben. Es sind dies Peter Aller (FF Goddert), Klaus Strüder (FF Hartenfels) und Erwin Herkenroth (FF Selters). Alle Geehrten durften sich über langanhaltenden Beifall der Besucher freuen.

Zwischen den einzelnen Redebeiträgen und den Ehrungen erfreute der Musikverein Nauort die Besucher mit flotten Melodien und sorgte damit für eine aufgelockerte Stimmung im Zelt.

Der Große Zapfenstreich erzeugte Emotionen
Der Festkommers endete mit dem absoluten Höhepunkt dieser Veranstaltung, als der Musikverein Nauort und der Spielmannszug Großmaischeid zusammen mit den Mitgliedern der FF Goddert den Großen Zapfenstreich zelebrierten. Man kommt nicht umhin, den Besuchern im Zelt ein Kompliment auszusprechen, denn während des Vortrags herrschte im Zelt absolute Stille, obwohl bereits vorher kräftig gefeiert wurde. In Goddert brachte man dem Großen Zapfenstreich gebührenden Respekt entgegen, was sich insbesondere am Ende zeigte, als die deutsche Nationalhymne erklang und aus vielen Kehlen lautstark mitgesungen wurde. Beim Ausmarsch wurden die Beteiligten mit lautem Jubel und Beifall regelrecht überschüttet. Für viele Gäste im Festzelt war der Große Zapfenstreich ein Moment, der auch Gänsehaut erzeugte.

Der Musikverein Nauort, unter seinem Dirigenten Benedikt Gorgas, spielte nach dem Großen Zapfenstreich zum Tanz auf. Dabei zeigten die Musikanten ihr Können und boten eine breite Palette der Unterhaltungsmusik an, egal ob Rock oder Pop, deutscher Schlager oder Malle-Hits, jeder kam auf seine Kosten. An dieser Stelle sei noch der Hinweis gestattet, dass der MV Nauort 2027 das 100-jährige Jubiläum des Vereins begehen wird.

In Goddert wurde einmal mehr unter Beweis gestellt, in Anlehnung an das Motto von Raiffeisen: "Was einer alleine nicht schafft, schaffen viele". Auch die Kuriere gratulieren zum Jubiläum.


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