125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Betzdorf: Vergangenheit und Zukunft gehören zusammen
Von Klaus Köhnen
Zum Festkommers des 125-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Betzdorf waren zahlreiche Gäste erschienen. Neben Vertretern aus dem Feuerwehrbereich waren mit der Bundestagsabgeordneten Ellen Demuth und dem Landtagsabgeordneten Johannes Behner, der auch ehrenamtlicher Stadtbürgermeister ist, ebenfalls die Politik vertreten.
Betzdorf. Neben der "großen" Politik war auch der Verbandsgemeindebürgermeister Joachim Brenner bei "seiner" Feuerwehr zu Gast. Den Landkreis vertrat der erste Beigeordnete Tobias Gerhardus. Neben dem Wehrleiter Markus Beichler und Abordnungen der anderen Löschzüge war auch der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) des Landkreises, Björn Jestrimsky erschienen. Den Kreisfeuerwehrverband (KFV) repräsentierte der Vorsitzende Volker Hain. Niclas Brato ging in seiner Begrüßung kurz darauf ein, dass 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Betzdorf auch heißt, dass seit langer Zeit Menschen bereitstehen, um dem Nächsten in Not und Gefahr beizustehen. Der Kern der Feuerwehr, so Brato weiter, war und ist es, dass Menschen zu jeder Zeit bereit sind, in den Einsatz zu gehen, um von Notfällen betroffenen Mitmenschen, Hilfe zu bringen.
Brato dankte den Mitgliedern der Alters- und Ehrenabteilung und besonders den Familien der Kameradinnen und Kameraden. Ohne die Unterstützung im häuslichen Umfeld, so Brato, wäre vieles nicht möglich. Brato ging auch darauf ein, dass sich die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehren in den 125 Jahren geändert haben. Die Einsätze werden immer komplexer und es bedarf vieler Ausbildungsstunden um für die unterschiedlichen Notfälle bereit zu sein. Neben der modernen Technik ist es aber auch heute der Mensch, der im Mittelpunkt steht. Ohne Menschen, die sich bereit erklären Dienst für die Allgemeinheit zu leisten, wäre weder die Feuerwehr, noch die anderen Hilfsorganisationen imstande die Gefahrenabwehr zu leisten. Ein dringend benötigtes Gerätehaus für den Löschzug Betzdorf sei, so Brato, auf den Weg gebracht. Am Schluss seiner Rede dankte er allen, die bei der Vorbereitung und Durchführung des Jubiläums geholfen haben.
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Grußworte gehören zum Kommers
Verbandsgemeindebürgermeister Joachim Brenner, der auch für den Wehrleiter und den Stadtbürgermeister Johannes Behner und den VG-Rat sprach, begrüßte einige ehemaligen Führungskräfte. Besonders begrüßte er den ehemaligen Bürgermeister und Landrat a.D. Michael Lieber. Er stellte heraus, dass die Feuerwehrgeschichte auch immer mit großen Einsatzgeschehen verknüpft ist. Hierbei wurde und wird auch heute noch deutlich, was im technischen Bereich verbessert werden muss. Der VG-Rat hat in seiner letzten Sitzung den Bau eines neuen Feuerwehrhauses auf den Weg gebracht. Hierfür wird das sogenannte "Sondervermögen" in Höhe von rund 12 Millionen Euro eingesetzt.
Björn Jestrimsky schlug den Bogen vom Beginn des ehrenamtlichen Feuerwehrwesens bis zur heutigen Zeit. Er zeigte auf, dass die Zeit die die Einsatzkräfte in den Dienst "investieren" Lebenszeit sei. Wie viele andere Führungskräfte hofft Jestrimsky, dass immer ausreichend Menschen für diesen Dienst bereitstehen werden. Volker Hain stellte fest, dass der Kreisfeuerwehrverband in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum mit verschiedenen Veranstaltungen feiern könne. Auch er gratulierte dem Jubilar und übergab ein kleines Geschenk.
Zum Abschluss gab es noch eine Bestellung von Michael Klammer zum Atemschutzgerätewart. Die musikalische Umrahmung wurde durch die Stadtkapelle Betzdorf gestellt. Im Außenbereich wurde unterdessen bereits die "Blaulichtmeile" vorbereitet. Neben Spaß und Spiel für die Kleinsten stand die gesamte Technik der Betzdorfer Wehr zur Besichtigung bereit. Ein Highlight war ein Löschgruppenfahrzeug aus dem Jahre 1956 welches die damalige Motorisierung der Feuerwehren zeigte.
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