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Pressemitteilung vom 01.06.2026    

Vereinbarung zum Aufbau des neuen Sirenennetzes unterzeichnet

In Zeiten der allgegenwärtigen Bürokratie-Kritik ist es durchaus ein positives Signal, wenn die Praxis einmal das Formale überholt. So geschehen bei einem wichtigen Teil des Katastrophenschutzes im Landkreis Altenkirchen.

Landrat Dr. Peter Enders (Mitte) sowie die Bürgermeister Dietmar Henrich, Fred Jüngerich, Joachim Brenner, Andreas Hundhausen und Berno Neuhoff (von links) unterzeichneten die Vereinbarung zum Aufbau eines modernen Sirenennetzes (es fehlt Bürgermeister Helmut Stühn).
(Foto: Kreisverwaltung / Thorsten Stahl)

Kreis Altenkirchen.Nach einem Beschluss des Kreistags im Februar 2022 und gleichgelagerten Entscheidungen in den Verbandsgemeinderäten war im Folgejahr mit dem Aufbau eines modernen und leistungsfähigen Sirenennetzes im Kreis begonnen worden. Jetzt wurde nachträglich seitens des Kreises von Landrat Dr. Peter Enders mit den Bürgermeistern der Verbandsgemeinden eine offizielle Vereinbarung unterschrieben, handelt es sich doch auch hinsichtlich der Kosten um ein Gemeinschaftsprojekt der kommunalen Familie.

Der Ausbau ist bereits weit forgeschritten: Nach der Bewilligung von Bundes- und Landesmitteln konnten im ersten Schritt kreisweit 25 Sirenen installiert werden. Mittlerweile hat sich diese Zahl auf 63 erhöht, zwei Anlagen sind aktuell bestellt, acht weitere Standorte befinden sich in der Planung: Der Überblick:
VG Altenkirchen-Flammersfeld: 18 (+4)
VG Betzdorf-Gebhardshain: 16 (+2)
VG Daaden-Herdorf: 9 (+2)
VG Hamm (Sieg): 6
VG Kirchen: 8 (+1)
VG Wissen: 6 (+2)



Mit dem Aufbau des neuen Sirenennetzes, der in zwei bis drei Jahren abgeschlossen sein soll, geht auch eine wichtige Änderung einher: "Die Alarmierung der Feuerwehr ist mit den Sirenen nicht mehr vorgesehen, diese werden über digitale Meldeempfänger oder Handy alarmiert", so Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Björn Jestrimsky. Heißt im Umkehrschluss: Mit den Sirenen soll ausschließlich die Bevölkerung erreicht werden. Diese ist beim Erklingen der Warntöne aufgerufen, sich über lokale Medien oder die Warn-Apps über die aktuelle Lage zu informieren.

Zur Erinnerung: Die Warnung besteht aus einem einminütigen, auf- und abschwellenden Heulton, die Entwarnung ist ein einminütiger, gleichbleibender Heulton. Beide Signale sind auf der Homepage des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (www.bbk.bund.de) abrufbar.



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