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Pressemitteilung vom 01.06.2026    

Siegener Forscherin reist zu Nobelpreisträger-Tagung

Die Nachwuchswissenschaftlerin Dr. Dr. Shanmugapriya Periyannan von der Uni Siegen wurde zur Teilnahme an der diesjährigen Lindauer Nobelpreisträgertagung ausgewählt. Sie erhält damit die Möglichkeit, Nobelpreisträger persönlich zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen.

Dr. Dr. Shanmugapriya Periyannan (Foto: Uni Siegen)

Siegen. Die Lindauer Nobelpreisträgertagungen zählen weltweit zu den renommiertesten Foren für den generationenübergreifenden Dialog in den Naturwissenschaften. Zur diesjährigen Tagung werden erneut hunderte Nachwuchsforschende aus zahlreichen Ländern sowie Nobelpreisträger erwartet. Im Mittelpunkt stehen wissenschaftlicher Austausch, interdisziplinäre Diskussionen und die Förderung internationaler Netzwerke. Mit dabei: die (Nano-)Materialwissenschaftlerin Dr. Dr. Shanmugapriya Periyannan von der Universität Siegen.

Seit 2023 forscht Periyannan als Marie-Skłodowska-Curie-CoFund-Stipendiatin (STAR Fellow) interdisziplnär an den Departments Chemie-Biologie (Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Manuela Killian) und Maschinenbau (Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Benjamin Butz) der Universität Siegen. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit neuartigen Materialien im Nanobereich, die Sonnenlicht besonders effizient nutzen können. Ziel ist es, chemische Prozesse nachhaltiger zu gestalten – etwa Schadstoffe abzubauen oder klimafreundliche Energieträger zu erzeugen. Dazu untersucht Periyannan, wie einzelne Atome auf speziell entwickelten Oberflächen mit Licht reagieren und so chemische Reaktionen beschleunigen können.

Vereinfacht gesagt arbeitet die Forscherin an Materialien, die Sonnenenergie ähnlich effizient nutzen sollen wie natürliche Prozesse in Pflanzen – allerdings für technische Anwendungen der Zukunft. Im Mittelpunkt steht dabei die sogenannte Einzelatom-Photokatalyse: Einzelne Atome werden gezielt auf nanostrukturierten Materialien platziert, damit sie Licht besonders effektiv "einfangen" und in chemische Energie umwandeln können. Dadurch könnten künftig umweltfreundlichere Verfahren für Energiegewinnung, Wasseraufbereitung oder Schadstoffabbau entwickelt werden.

Für ihre innovativen Arbeiten wurde Dr. Periyannan erst kürzlich von der Wissenschaftsorganisation Marie Skłodowska-Curie Actions (MSCA) als "Fellow of the Month" ausgezeichnet. Die Ehrung würdigt ihre Forschung zu nachhaltigen Energietechnologien und ihren interdisziplinären Ansatz an der Schnittstelle von Materialwissenschaft, Chemie und Nanotechnologie.

"Die Einladung nach Lindau ist eine große Ehre und eine einmalige Gelegenheit, mit
Nobelpreisträgern sowie jungen Forschenden aus aller Welt ins Gespräch zu kommen", sagt Periyannan. "Ich freue mich besonders, neue Perspektiven für meine eigene Forschung mitzunehmen. In diesem Jahr steht bei der Tagung nicht eine bestimmte Disziplin im Mittelpunkt, sondern der interdisziplinäre Austausch. Das passt sehr gut zu meiner Forschung, die sich an der Schnittstelle zwischen Physik, Chemie, Material- und Nanowissenschaften bewegt."




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Periyannan verfügt über internationale Forschungserfahrung in Deutschland, Belgien und Indien. Sie promovierte im Rahmen eines europäischen Joint-Doctorate-Programms an der Technischen Universität Darmstadt und der Universität Lüttich. Ihre wissenschaftlichen Arbeiten zu metalloxidbasierten Nanostrukturen und photokatalytischen Materialien wurden bereits in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht.

Neben ihrer Forschung engagiert sich Dr. Periyannan intensiv für wissenschaftlichen Nachwuchs und Chancengleichheit in den MINT-Fächern. Sie betreut Studierende, setzt sich für junge Frauen in der Wissenschaft ein und engagiert sich international in der Marie Curie Alumni Association. Dort initiierte sie unter anderem den Podcast "The Curi(e)ous Minds", der Forschungsthemen und wissenschaftliche Karrierewege sichtbar macht.

"Die Auswahl von Dr. Periyannan für die Lindauer Nobelpreisträgertagung unterstreicht die hohe Qualität und internationale Sichtbarkeit der Forschung an der Universität Siegen", sagt Prof. Dr. Manuela Killian, die an der Uni Siegen die Arbeitsgruppe "Chemie und Struktur neuer Materialien" leitet. "Die Tagung bietet jungen Wissenschaftlern hervorragende Möglichkeiten, internationale Kontakte zu knüpfen und wertvolle Impulse für ihre weitere wissenschaftliche Laufbahn zu gewinnen."

Die Teilnahme an der Lindauer Nobelpreisträgertagung erfolgt über ein mehrstufiges internationales Auswahlverfahren. Weltweit nominieren Universitäten, Forschungseinrichtungen und wissenschaftliche Organisationen besonders talentierte Nachwuchswissenschaftler für die Teilnahme. (PM/Red)


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