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Pressemitteilung vom 03.06.2026    

Kloster Bruche: Neubau für Hospiz geplant

Das Ökumenische Hospiz Kloster Bruche in Betzdorf-Bruche steht vor einem bedeutenden Entwicklungsschritt. Mit einem geplanten Neubau soll die hospizliche Versorgung in der Region langfristig gesichert werden. Die Pläne umfassen moderne Einrichtungen, um den Bedürfnissen schwerstkranker Menschen gerecht zu werden.

Symbolbild. (Quelle: Pixabay)

Betzdorf-Bruche. Vor 100 Jahren wurde der Grundstein für das Kloster Bruche gelegt. Heute plant das Ökumenische Hospiz Kloster Bruche einen modernen Neubau, um die Versorgung schwerstkranker Menschen auszubauen. Seit der Eröffnung im Jahr 2023 ist das Hospiz unter Trägerschaft der Diakonie in Südwestfalen ein wichtiger Ort der Begleitung für Patienten und ihre Familien.

Die Inbetriebnahme war nur durch eine Sondergenehmigung der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion möglich, verbunden mit der Auflage, perspektivisch einen Neubau zu schaffen. Das historische Gebäude erfüllt die Anforderungen moderner Hospizarbeit nur eingeschränkt, da es an Zimmergrößen, Rückzugs- und Begegnungsräumen sowie Barrierefreiheit mangelt.

Eigenständiger Neubau auf dem Klostergelände
"Ein Hospiz ist weit mehr als ein Gebäude. Es ist ein Ort der Geborgenheit, der Würde und der Menschlichkeit. Mit dem Neubau schaffen wir die Voraussetzungen dafür, Menschen auch in Zukunft bestmöglich begleiten zu dürfen", erklärt Dr. Josef Rosenbauer, Geschäftsführer der Diakonie in Südwestfalen. Geplant ist ein eigenständiger Neubau auf dem Klostergelände, der zehn Gästezimmer umfassen wird - bisher sind es acht Plätze.

Neben hellen Einzelzimmern mit eigenem Bad und Terrasse sind großzügige Gemeinschaftsbereiche und eine barrierefreie Gartenanlage vorgesehen. Der Raum der Stille, ausgestattet mit einer Lichtkuppel, wird Gästen und ihren Familien einen Rückzugsort bieten. Energetisch nachhaltig ist das Gebäude mit Wärmepumpe und Photovoltaikanlage konzipiert. Der dreieckige Gebäudekörper mit 941 Quadratmetern Nutzfläche fügt sich harmonisch in das Klostergelände ein. Die Planungen stammen vom Architekturbüro Oliver Schmidt.



3,5 Millionen Euro Gesamtkosten
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro, wovon etwa 2 Millionen Euro durch Spenden finanziert werden müssen. Michael Lieber, Vorsitzender des Fördervereins des Hospizes, betont die gesellschaftliche Bedeutung: "Der Neubau ist ein gemeinschaftliches Projekt für die gesamte Region. Jeder Mensch verdient am Ende seines Lebens einen Ort der Ruhe, der Nähe und der Würde. Dafür möchten wir als Förderverein gemeinsam mit vielen Unterstützern Verantwortung übernehmen."

Die Nachfrage nach stationären Hospizplätzen steigt kontinuierlich. Gründe sind der demografische Wandel und der wachsende Bedarf an palliativer Versorgung in Wohnortnähe. Damit wächst auch in der Region die Notwendigkeit eines leistungsfähigen Hospizes. Bereits heute schließt das Hospiz Kloster Bruche eine wichtige Versorgungslücke im nördlichen Rheinland-Pfalz. "Die Menschen wünschen sich Begleitung in vertrauter Umgebung und in der Nähe ihrer Familien. Genau dafür steht das Hospiz Kloster Bruche - heute und künftig noch stärker mit dem geplanten Neubau", so Einrichtungsleiterin Yasmin Brost. (PM/Red)


Mehr dazu:   Gesundheitsversorgung  
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