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Pressemitteilung vom 03.06.2026    

BI Wippetal begrüßt "Aus" für Windpark Sechsmorgen in der VG Wissen

Die Bürgerinitiative Wippetal begrüßt die Entscheidung, die Planungen für den Windpark Sechsmorgen in der VG Wissen nicht weiterzuverfolgen. Für die BI und viele weitere Menschen in der Region ist dies nicht nur eine Erleichterung, sondern auch ein Beleg dafür, wie wichtig eine sorgfältige Prüfung von Vorhaben, transparente Verfahren und die aktive Beteiligung der Bürger sind.

Blick über das Eisbach- und Wippetal nach Birken-Honigsessen. (Foto: KathaBe)

Wissen/Birken-Honigsessen/Katzwinkel. Die Bürgerinitiative Wippetal (BI) begrüßt die Entscheidung der Westerwald/Sieg Energie GmbH (WSE) und ihres Projektpartners EAM Natur Energie GmbH, die Planungen für den Windpark „Sechsmorgen" auf den Waldflächen der Hatzfeldt-Wildenburg'schen Verwaltung in der Verbandsgemeinde Wissen einzustellen.

Nach Angaben der Projektträger haben die Windhöffigkeitsuntersuchungen ergeben, dass die wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine Umsetzung des Vorhabens nicht gegeben sind. Damit endet ein Projekt, das die Region intensiv beschäftigt hat und eine breite öffentliche Debatte ausgelöst hat.

Erleichterung überwiegt
Für die BI Wippetal überwiegt die Erleichterung. Die geplanten Anlagen hätten einen sensiblen Natur- und Landschaftsraum betroffen, der für viele Menschen einen hohen Wert als Erholungsgebiet besitzt und zugleich eine wichtige Funktion für Natur- und Artenschutz erfüllt.

Gleichzeitig wertet die BI die aktuelle Entwicklung als Bestätigung dafür, dass die von zahlreichen Menschen aus der Region geäußerten Zweifel an der Eignung des Standortes legitim waren und ernst genommen werden mussten. Von Beginn an wurden Fragen zur Wirtschaftlichkeit, zur Standortqualität, zum Artenschutz sowie zu den Auswirkungen auf Wald, Landschaftsbild und Naherholung gestellt.

Für die BI zeigt der Verlauf des Projektes, wie wichtig es ist, zentrale Fragen zur Eignung eines Standortes frühzeitig zu prüfen und transparent zu kommunizieren. Dies könne helfen, Erwartungen realistisch einzuordnen, Konflikte zu reduzieren und Vertrauen in Planungsprozesse zu stärken. Zugleich erkennt die BI an, dass die WSE das Vorhaben bereits in einem frühen Stadium öffentlich thematisiert und damit eine frühzeitige Befassung ermöglicht hat.

Dank, Beteiligung und Ausblick
Besonders dankbar zeigt sich die BI für die fachliche Unterstützung, insbesondere im Bereich des Artenschutzes, sowie den großen Rückhalt und das Engagement aus der Bevölkerung. Zahlreiche Bürger haben sich informiert, Veranstaltungen besucht, konstruktive Gespräche geführt und Stellungnahmen eingereicht. Dies habe wesentlich dazu beigetragen, unterschiedliche Sichtweisen sichtbar zu machen und eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Vorhaben zu ermöglichen.



„Das Aus des Projektes zeigt, dass Bürgerengagement kein Störfaktor im Planungsprozess ist, sondern ein wichtiger Bestandteil einer sorgfältigen und verantwortungsvollen Entscheidungsfindung", so die Meinung der BI.

Auch wenn die aktuellen Planungen nun beendet sind, möchte die BI Wippetal die Entwicklungen in der Regionalplanung weiterhin aufmerksam begleiten. Die bisher eingegangenen Spendengelder wurden unter anderem für juristische Unterstützung eingesetzt. Zentrale Anliegen werden weiterhin der Schutz wertvoller Wald- und Naturräume sowie der Erhalt der Lebensqualität in der Region bleiben.

Vor diesem Hintergrund verweist die Bürgerinitiative auf die besondere ökologische Bedeutung des Wippe- und Eisbachtals. Bereits die 2021 öffentlich thematisierte Idee eines lärmfreien Wippetals an Wochenenden zeigte, dass der Bereich wegen seiner Naturausstattung, Artenvielfalt und seines hohen Erholungswertes als besonders schützenswert gilt. Auch die Frage eines weitergehenden Schutzes sollte nach Auffassung der BI weiterhin sachlich geprüft werden.

Für den Moment überwiegt jedoch die Freude darüber, dass das Wippetal vorerst frei von den geplanten Windenergieanlagen bleibt. Für viele Menschen ist dies ein wichtiges Zeichen dafür, dass Beteiligung, sachliche Diskussionen und gute Argumente Wirkung zeigen können.

Bürgerinitiative Wippetal – Für Rückfragen: kontakt@bi-wippetal.de, www.bi-wippetal.de (PM/KathaBe)


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