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Pressemitteilung vom 11.06.2026    

Kreisverwaltung Altenkirchen startet Online-Portal gegen Bürokratie

Die Kreisverwaltung Altenkirchen bietet Bürgern seit Kurzem eine neue Möglichkeit, Hinweise zum Bürokratieabbau einzureichen. Über ein digitales Portal sollen Anregungen gesammelt werden, um Verfahren zu vereinfachen und unnötige Regelungen zu überprüfen.

Symbolbild. (KI-generiert)

Altenkirchen. Seit einigen Tagen ist der Bürokratiemelder der Kreisverwaltung Altenkirchen online. Hintergrund ist ein Beschluss des Kreistags aus März, der die Prüfung einer zentralen Meldestelle für Bürokratieabbau vorsah. Inzwischen wurde dafür ein übersichtliches Online-Portal eingerichtet, über das Bürger schnell, einfach und digital Vorschläge zum Abbau von Bürokratie einreichen können.

Nach Angaben der Kreisverwaltung soll mit dem Angebot keine neue bürokratische Ebene geschaffen werden. Zusätzliche Belastungen oder neuer Personalaufbau seien damit nicht verbunden. Stattdessen geht es darum, ein niedrigschwelliges Instrument bereitzustellen, mit dem Hinweise zu bürokratischen Hürden und Belastungen im Umgang mit der Kreisverwaltung gemeldet werden können.

Vorbild sind andere Portale
Die Kreisverwaltung verweist darauf, dass es vergleichbare Angebote bereits auf anderen Ebenen gibt. Genannt werden in diesem Zusammenhang das Bundes-Portal EinfachMachen sowie der Bürokratiemelder der hessischen Staatskanzlei. Das neue Angebot im Kreis Altenkirchen soll sich ebenfalls darauf konzentrieren, Anregungen aus der Bevölkerung aufzunehmen und auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen.

Im Mittelpunkt stehen dabei Vorschläge, mit denen sich bürokratische Verfahren vereinfachen lassen. Auch überflüssige Regelungen sollen auf den Prüfstand gestellt und gegebenenfalls abgeschafft werden. Für die Eingabe der Hinweise steht ein Menü mit wenigen Fragen zur Verfügung, das den Prozess einfach halten soll.



Kein Portal für Beschwerden
Zugleich macht die Kreisverwaltung deutlich, wofür das Portal nicht gedacht ist. Es dient nicht dazu, Beschwerden über Verwaltungsentscheidungen einzureichen oder allgemeine Anfragen an die Behörde zu richten. Der Fokus liegt ausschließlich auf Ideen zum Bürokratieabbau.

Wenn die Kreisverwaltung für einen eingereichten Vorschlag nicht zuständig ist, soll dieser an die zuständige Stelle weitergeleitet werden. Das kann etwa eine Bundes- oder Landesbehörde sein. Individuelle Antworten oder Rückmeldungen auf einzelne Anregungen sind jedoch nicht vorgesehen.

Berichte im Kreisausschuss geplant
Über die eingegangenen Vorschläge und über mögliche Umsetzungen durch die Kreisverwaltung soll regelmäßig im Kreisausschuss berichtet werden. Damit will die Verwaltung transparent machen, welche Ideen eingegangen sind und welche Handlungsmöglichkeiten sich daraus ergeben.

Nach Einschätzung von Landrat Dr. Peter Enders ist der Bürokratiemelder ein erster praktischer Schritt auf kommunaler Ebene. Forderungen nach einem schlanken Staat seien zwar schnell formuliert, würden in der Umsetzung aber oft durch unterschiedliche Zuständigkeiten erschwert. Umso wichtiger sei es, mit konkreten Instrumenten vor Ort zu beginnen.

Der Bürokratiemelder ist unmittelbar über die Webseite der Kreisverwaltung www.kreis-ak.de zu finden, alternativ über den Direktlink (PM/bearbeitet durch Red)


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