Pressemitteilung vom 17.06.2026 
Schüleraustausch der IGS Betzdorf-Kirchen endet mit einem "historischen Ereignis"
Seit mehr als 20 Jahren besteht zwischen der PSP 3 in Gogolin in der Woiwodschaft Oppeln und der IGS Betzdorf-Kirchen Geschwister Scholl ein Schüleraustausch. Dieser endet traditionell mit einem Fußballspiel. Doch genauso wie das Fußballspiel eine Tradition ist, gehört das Verlieren der deutschen Mannschaft dazu.
Kirchen. In den 22 Jahren des Austauschs hat das deutsche Team lediglich zweimal gewonnen. Das zweite Mal war dieses Jahr, weshalb die Projektkoordinatoren Dr. Kirsten Seelbach und Matthias Schneider nun etwas augenzwinkernd von einem "historischen Ereignis" sprechen. Nach der regulären Spielzeit stand es 2:2, weshalb es ein Fünfmeterschießen geben musste. Das entschied die deutsche Mannschaft letztlich knapp für sich. Die Freude war groß.
Gute Stimmung war aber auch für die gesamte Woche in Polen prägend. So fragten mehrere Schüler bereits am zweiten Tag, ob man den Austausch nicht verlängern könne. Mit dazu beigetragen haben unter anderem die Vielfalt an Aktionen und Möglichkeiten der Begegnung. Mit Kennenlernspielen wurde nicht nur etwas polnisch trainiert, sondern es wurde auch in Kontakt zu allen Gruppenmitgliedern getreten und sich Wissen über das jeweils andere Land angeeignet. Ausflüge ins Salzbergwerk Wieliczka, nach Krakau, Oppeln und Moszna förderten ebenfalls den Austausch zwischen den Jugendlichen aus den beiden EU-Staaten und prägten das Bewusstsein, wie wertvoll die Begegnung mit Gleichaltrigen ist und wie sich dadurch mögliche Vorurteile abbauen lassen. Dabei lernten die deutschen Schüler ebenfalls das polnische Schulsystem kennen und verschafften sich einen Einblick in die polnische Kultur. Vor allem die Gastfreundlichkeit und die vielseitige und üppige Kulinarik bleiben sicher noch lange in Erinnerung.
Wenn Verabredungen für einen privaten Besuch in Deutschland beziehungsweise Polen getroffen werden, deutsche Schüler sich schwertun, den Bus zur Heimreise zu betreten, polnische Schüler den Bus nicht gerne verlassen wollen und bisweilen Tränen unterdrückt werden müssen, so kann dieser Schüleraustausch nur als gelungen bezeichnet werden. (PM)
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