Hitzewelle in Rheinland-Pfalz: Maßnahmen und Tipps für den Schutz der Gesundheit
Die anhaltende Hitzeperiode stellt die Menschen in Rheinland-Pfalz vor große Herausforderungen. Gesundheitsminister Clemens Hoch betont die Wichtigkeit eines effektiven Hitzeschutzes, der sich vor allem auf lokaler Ebene entscheidet.
Mainz. Hitze und Gesundheit sind nach den Worten von Gesundheitsminister Clemens Hoch in Rheinland-Pfalz zunehmend eng miteinander verknüpft. "Dieser Weg müsse auch weitergegangen werden, denn der Schutz der Bevölkerung vor den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels bleibe eine zentrale Aufgabe", sagte der SPD-Politiker in Mainz. Am Dienstag befasst sich das Kabinett mit ressortübergreifenden Maßnahmen zum gesundheitlichen Hitzeschutz sowie mit Prävention und Sensibilisierung im Zusammenhang mit der Hitze.
Mit dem Hitzeaktionsplan gibt das Land einen strategischen Rahmen vor, doch die Effektivität des Hitzeschutzes entscheidet sich laut Hoch vor Ort. Besonders wichtig sei dabei die enge Zusammenarbeit mit den Kommunen. Das Land setzt auf starke Netzwerke, intensiven Austausch und die Entwicklung praxistauglicher Lösungen. Auch Krankenhäuser treffen eigenständig Entscheidungen über Abdunkelung, Klimaanlagen und ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) gibt konkrete Tipps für den Einzelnen, insbesondere für ältere Menschen, um mit der Hitzeglocke umzugehen:
- Viel Trinken: Mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßte Tees pro Tag.
- Leichte Kost essen: Leicht verdauliche Speisen entlasten den Kreislauf.
- Raumtemperatur kühl halten: Fenster tagsüber mit Roll- oder Klappläden schützen und in den kühleren Morgenstunden oder über Nacht lüften.
- Körper schützen: Leichte Kleidung, Kopfbedeckung oder ein Schirm sowie kühlende Maßnahmen wie Fußbäder helfen gegen Überhitzung.
- Kühle Orte aufsuchen: Erledigungen möglichst in die kühleren Morgen- oder Abendstunden legen und gezielt öffentliche Rückzugsorte nutzen.
- Hitzewarn-Apps installieren: Digitale Warnsysteme informieren frühzeitig über extreme Temperaturen.
Die Polizei mahnt zur Vorsicht und ruft dazu auf, Zufahrts- und Rettungswege freizuhalten. Im Südbad Trier mussten am Sonntagnachmittag mehrere Personen mit Kreislaufbeschwerden behandelt werden, wobei die Anfahrt der Rettungskräfte durch einige Badegäste erschwert wurde. (dpa/bearbeitet durch Red)
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