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Nachricht vom 30.07.2012 - 09:10 Uhr    

Mittelalterliches Spektakulum auf der Freusburg

Abtauchen ins Mittelalter, die Welt der Ritter, Spielleute, Handwerker und Markthändler jener Zeit kennenlernen konnten die Besucher zum dritten Mal auf der Freusburg. Das Wetter konnte den Verein "Equites liberi" als Veranstalter und die befreundeten Gruppen nicht aufhalten, das Lager zu errichten und am Sonntag kamen dann auch die Besucherscharen.

Die Kämpfe mit Schwert und Schild der Ritter waren Teil des mittelalterlichen Spektakulums auf der Freusburg. Fotos: anna

Kirchen-Freusburg. Am Wochenende zog das nunmehr dritte Mittelalterliche Spektakulum wieder zahlreiche Besucher an, hoch zur Freusburg. War auch am Samstag der Besuch auf Grund des Regenwetters nur spärlich ausgefallen, so waren die Veranstalter, der Verein "Equites liberi", mit dem Sonntagsbesuch sehr zufrieden.

Schon am Freitag waren die Fans des Mittelalters zur Freusburg angereist um dort ihr Lager aufzuschlagen. Und wie schon im Vorjahr wurde mal wieder alles nass. Doch so schlimm wie damals, dass einige frühzeitig abreisten, kam es diesmal nicht. Der ganze Bolzplatz neben der Burg war voller mittelalterlicher Zelte, in denen zum Teil ganze Familien campierten. Etwa 200 Personen, Händler, Gaukler, Spielleute, Ritter und Adlige bevölkerten das Gelände um die Burg. Die Teilnehmer kamen aus nah und fern. Viele aus der Region, dem Landkreis Altenkirchen, dem Kreis Siegen-Wittgenstein, dem Kreis Westerwald und dem Kreis Olpe, dem Lahn-Dill Kreis aber auch Leute aus Recklinghausen, dem Siegunterkreis und anderen Gebieten. Die meisten der Teilnehmer waren auch schon bei den beiden vorherigen Veranstaltungen mit von der Partie.

So auch das Duo „Scurrilitas“ welches wieder mit seiner mittelalterlichen Musik die Besucher der Freusburg begeisterte. Viele Händler boten nicht nur ihre Waren an, sondern führten ihr Handwerk vor und erklärten dem neuzeitlichen Publikum ihre Arbeit. Im Angebot der Markthändler war all das, was im Mittelalter so zum täglichen Leben gebraucht wurde. Da gab es Felle, Trinkhörner, Kleidung, Schuhe und vieles mehr.

Die Kinder zog es natürlich an den Stand mit den Holzschwertern und Bögen und viele kleine Jungs erwarben hier ihr erstes Schwert, ein Schild oder auch Pfeil und Bogen. An anderer Stelle konnten sie sich dann, Standesgemäß eingekleidet, zum Ritter schlagen lassen.

Aktiv werden konnten die Besucher des Spektakulums aber auch, sie durften sich im Axtwerfen oder Bogenschießen üben. Auch gespielt wurde im Mittelalter, an der "Kreyseley" gab es Süßigkeiten der Neuzeit zu gewinnen und beim Mäuseroulette wurden Taler gesetzt. Das war ein lustiges Spiel und der „Mäusedompteur“ zog sein Publikum mit kleinen Geschichten in den Bann. Er war ein gewandter Redner und die Tatsache, dass man ihn vor das Marktgericht gezerrt hatte, brachte ihm anschließend eine Anstellung beim Grafen ein, der von der Wortgewalt des Gauklers beeindruckt war.

Auch der Fischhändler kam vor das Marktgericht. Seine Ware stinke über das ganze Gelände, so die Anklage. Doch auch der Fischhändler wusste sich zu verteidigen und konnte nach einer Kostprobe seiner Häppchen wieder in seinen Stand zurückkehren.
Überhaupt waren der Graf von Nassau und der Pfalzgraf Conrad zu Staufen sehr milde gestimmt, es gab keine blutigen Urteile.

Kein Spektakulum ohne Ritterkämpfe. Die Ritter von "Equites liberi" und einige ihrer Freunde führten den Besuchern verschiedene Schaukämpfe vor. Dabei gab es teils lustige Kommentare der Umstehenden. So feuerten zwei kleine Jungs einen rot gekleideten Ritter an und der eine meinte: „Der schwarze kann nicht gewinnen, der ist ja schon zu alt“. Doch er hatte sich getäuscht, der alte Ritter gewann, denn bei ihm kämpfte auch die Erfahrung mit.

Zum Angebot des mittelalterlichen Spektakulums gehörte natürlich auch die entsprechende Verpflegung der Besucher, die dabei sowohl mittelalterliche Küche wie auch Modernes genießen konnten. Die Organisatoren von "Equites liberi" richten auf diesem Weg einen Dank an die Herbergsmutter der Freusburg aus, die ihnen das Gelände zur Verfügung stellte und würden auch im kommenden Jahr gerne wieder kommen. Ein besonderer Dank geht an die Feuerwehr Freusburg für den Strom und die technische Hilfeleistung, die sogar in der Nacht gewährt wurde. (anna)



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