Bayerischer Investor sichert Zukunft von Möbel Pagnia und "pack zu"
Ein kapitalkräftiges Unternehmen aus Bayern steigt bei der angeschlagenen Pagnia-Gruppe ein und führt sowohl das Einrichtungshaus als auch die Mitnahmemärkte weiter. Für die rund 100 Beschäftigten in Betzdorf, Altenkirchen und Limburg bedeutet das vor allem eines: Ihre Arbeitsplätze bleiben erhalten.
Region. Die wirtschaftlich ins Straucheln geratene Pagnia-Unternehmensgruppe hat mit einem Investor aus Bayern einen neuen Eigentümer gefunden. Mit Wirkung zum 1. Juli übernimmt die Wohnorama Möbel Kuch GmbH das Einrichtungshaus Möbel Pagnia ebenso wie die drei "pack zu"-Filialen. Die wohl wichtigste Nachricht für die Region: Sämtliche rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter behalten ihre Stelle.
Wie die Siegener Zeitung berichtet, wertet der vorläufige Insolvenzverwalter Markus Rödder die Übernahme als Erfolg. Auf einer Betriebsversammlung am Freitagvormittag habe die Belegschaft sehr erleichtert auf die Mitteilung reagiert. Zum Hintergrund: Wegen der angespannten wirtschaftlichen Lage und eines schwierigen Marktumfelds war im April das Insolvenzverfahren für die Gruppe eröffnet worden – betroffen waren das Stammhaus mit Sitz in Betzdorf sowie die Möbelmitnahmemärkte "pack zu" in Altenkirchen, Betzdorf und Limburg/Ahlbach.
Während des laufenden Verfahrens gelang es Rödder, den Betrieb am Laufen zu halten; Medienberichten zufolge auch mit persönlichem Einsatz, was sich unter anderem an seiner täglichen Präsenz vor Ort zeigte. Über einen gezielten Sonder- beziehungsweise Räumungsverkauf, einen sogenannten Cash-Flow-Sale, brachte er die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens wieder ins Lot. Gleichzeitig hielt er intensiv nach Geldgebern Ausschau.
Mehrere Interessenten im Rennen
Bei der Suche nach einem Käufer hatte Rödder letztlich die Wahl zwischen mehreren Bewerbern. Den Zuschlag erhielt mit der Wohnorama Möbel Kuch GmbH ein familiengeführtes Handelsunternehmen für Möbel und Küchen aus Gaimersheim bei Ingolstadt. Die Firma ist seit mehr als drei Jahrzehnten am Markt, unterhält mehrere Möbel- und Küchenstandorte und betreibt zusätzlich einen bundesweiten Onlinehandel.
Wie der Insolvenzverwalter der Siegener Zeitung gegenüber angibt, will Wohnorama bewährte Bestandteile des bisherigen Konzepts beibehalten und sie zugleich gezielt ausbauen. Die Kundschaft soll demnach künftig von einer größeren Auswahl, günstigeren Preisen und einem erweiterten Serviceangebot profitieren. Vor allem das Küchensortiment soll wachsen. Parallel will der neue Eigentümer offenbar die Möglichkeiten des größeren Firmenverbunds nutzen, um Einkaufsvorteile unmittelbar an die Kundschaft weiterzureichen. (Red)
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