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Nachricht vom 26.06.2026    

Bayerischer Investor sichert Zukunft von Möbel Pagnia und „pack zu"

Nach monatelanger Unsicherheit steht fest: Ein kapitalkräftiges Unternehmen aus Bayern steigt bei der angeschlagenen Pagnia-Gruppe ein und führt sowohl das Einrichtungshaus als auch die Mitnahmemärkte weiter. Für die rund 100 Beschäftigten in Betzdorf, Altenkirchen und Limburg bedeutet das vor allem eines: Ihre Arbeitsplätze bleiben erhalten.

Foto: Möbel Pagnia auf Facebook

Region. In Betzdorf, Altenkirchen und Limburg dürfte am Freitag bei vielen die Anspannung der zurückliegenden Monate von den Schultern gefallen sein. Die wirtschaftlich ins Straucheln geratene Pagnia-Unternehmensgruppe hat einen neuen Eigentümer gefunden – einen finanzstarken Investor aus Bayern.

Mit Wirkung zum 1. Juli übernimmt die Wohnorama Möbel Kuch GmbH das Einrichtungshaus Möbel Pagnia ebenso wie die drei „pack zu"-Filialen. Die wohl wichtigste Nachricht für die Region: Sämtliche rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter behalten ihre Stelle. Der vorläufige Insolvenzverwalter Markus Rödder wertet die Übernahme im Gespräch mit unserer Zeitung als Erfolg. Auf einer Betriebsversammlung am Freitagvormittag habe die Belegschaft sehr erleichtert auf die Mitteilung reagiert. Zum Hintergrund: Wegen der angespannten wirtschaftlichen Lage und eines schwierigen Marktumfelds war im April das Insolvenzverfahren für die Gruppe eröffnet worden – betroffen waren das Stammhaus mit Sitz in Betzdorf sowie die Möbelmitnahmemärkte „pack zu" in Altenkirchen, Betzdorf und Limburg/Ahlbach.

Während des laufenden Verfahrens gelang es Rödder, den Betrieb am Laufen zu halten – und das mit beträchtlichem persönlichem Einsatz, was sich unter anderem an seiner täglichen Präsenz vor Ort zeigte. Gegenüber unserer Zeitung hebt der Rechtsanwalt hervor, wie sehr ihn die Loyalität der Beschäftigten und der Zuspruch der Kundschaft getragen hätten. Über einen gezielten Sonder- beziehungsweise Räumungsverkauf, einen sogenannten Cash-Flow-Sale, brachte er die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens wieder ins Lot. Gleichzeitig hielt er intensiv nach Geldgebern Ausschau – am Ende mit Erfolg. Die Ausgangslage für eine Weiterführung sei ausgesprochen günstig gewesen, so Rödder. Alle Standorte machten einen modernen, gepflegten Eindruck, das Angebot an Möbeln, Küchen und Wohnaccessoires sei zeitgemäß und passe zur Region. Dazu komme ein treuer Kundenstamm, der dem Unternehmen auch in der Krise die Stange gehalten habe.



Mehrere Interessenten im Rennen
Bei der Suche nach einem Käufer hatte Rödder letztlich die Wahl zwischen mehreren Bewerbern. Den Zuschlag erhielt mit der Wohnorama Möbel Kuch GmbH ein familiengeführtes Handelsunternehmen für Möbel und Küchen aus Gaimersheim bei Ingolstadt. Die Firma ist seit mehr als drei Jahrzehnten am Markt, unterhält mehrere Möbel- und Küchenstandorte und betreibt zusätzlich einen bundesweiten Onlinehandel. Ihre Stärken liegen Rödder zufolge im qualitätsbewussten mittleren Preissegment, im Bereich der Mitnahmemöbel sowie im Küchengeschäft.

Nach Rödders Worten will Wohnorama bewährte Bestandteile des bisherigen Konzepts beibehalten und sie zugleich gezielt ausbauen. Die Kundschaft solle künftig von einer größeren Auswahl, günstigeren Preisen und einem erweiterten Serviceangebot profitieren. Vor allem das Küchensortiment soll wachsen und noch konsequenter auf die Wünsche und finanziellen Spielräume der Kunden zugeschnitten werden. Parallel will der neue Eigentümer die Möglichkeiten des größeren Firmenverbunds nutzen, um Einkaufsvorteile unmittelbar an die Kundschaft weiterzureichen. Red


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