Pressemitteilung vom 27.06.2026 
Gefährlicher Fund am Waldrand: Eichenprozessionsspinner in Birken-Honigsessen entdeckt
Ein Spaziergänger entdeckte am Waldrand von Birken-Honigsessen ein Nest des gefährlichen Eichenprozessionsspinners. Die giftigen Raupen stellen eine ernstzunehmende Gefahr für Mensch und Tier dar.
Birken-Honigsessen. Ein aufmerksamer Spaziergänger stieß im Außenbereich von Birken-Honigsessen auf das Nest einer Prozessionsspinnerraupe, das sich in etwa zweieinhalb Metern Höhe an einer Eiche befand. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners (EPS) sind bekannt für ihre winzigen, giftigen Brennhaare, die das Nesselgift Thaumetopoein enthalten. Schon bei geringem Kontakt können diese Haare schwere Hautreizungen, Augenentzündungen und Atemwegsbeschwerden auslösen. In seltenen Fällen kann es auch zu allergischen Schocks kommen.
Besonders problematisch ist der Fundort des Nestes, denn es liegt an einem viel besuchten Wanderweg mit einer Ruhebank direkt unter dem betroffenen Baum. Die Behörden wurden unmittelbar nach der Entdeckung informiert. Bereits zwei Tage später war das Nest leer, da sich die Raupen vermutlich in Prozessionen in die Eichenkrone begeben haben, um sich dort weiterzuentwickeln.
Gesundheitsrisiken
Der Kontakt mit den Haaren der Raupen kann bei Menschen heftige Reaktionen hervorrufen. Dazu gehören stark juckender Hautausschlag, Rötungen und Quaddeln, ähnlich wie bei Brennnesseln. Das Einatmen der Haare kann Reizhusten, Atembeschwerden oder Asthma verursachen. Gelangen die Härchen in die Augen, drohen Bindehautentzündungen und Schwellungen. Begleitsymptome wie Fieber, Schwindel oder Müdigkeit sind ebenfalls möglich.
Besondere Gefahr für Haustiere
Für Hunde und Katzen sind die Raupen besonders gefährlich. Wenn sie an den Tieren oder ihren Nestern schnüffeln, können die Schleimhäute im Maul- und Rachenbereich stark anschwellen, was im schlimmsten Fall zu Atemnot oder Gewebeverlust führen kann.
Verhalten nach Kontakt
Sollte es zu einem Kontakt kommen, wird empfohlen, sofort gründlich zu duschen, die Haare zu waschen und die getragene Kleidung bei mindestens 60 Grad Celsius zu reinigen. Bei starken Atembeschwerden oder schweren allergischen Reaktionen sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. (PM/Red)
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