Pressemitteilung vom 27.06.2026 
120 Jahre Heidrich: Handwerk mit Tradition und Blick nach vorn
Seit 120 Jahren steht die Firma Heidrich in Daaden für handwerkliche Qualität und kontinuierliche Entwicklung. Beim Jubiläumsbesuch erhielt Landrat Dr. Peter Enders Einblicke in die Geschichte des Familienunternehmens und dessen Ausrichtung für die Zukunft.
Daaden. Das Möbelhaus und die Tischlerei Heidrich in Daaden feiern ihr 120-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass besuchte Landrat Dr. Peter Enders den traditionsreichen Familienbetrieb gemeinsam mit Wirtschaftsförderer Lars Kober, dem Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf, Dirk Eickhoff, sowie Stadtbürgermeister Walter Strunk. Empfangen wurden die Gäste von Seniorchef Friedrich Heidrich sowie den Geschäftsführern Martin und Andreas Heidrich, die den Betrieb inzwischen in vierter Generation führen.
Das Unternehmen wurde 1906 von Gustav Heidrich als Schreinerei gegründet. Heute hat sich der Betrieb zu einem vielseitig aufgestellten Handwerksunternehmen entwickelt, das weit über die klassische Holzverarbeitung hinaus tätig ist.
Tradition und Wandel im Einklang
Während die Wurzeln des Unternehmens weiterhin im Tischlerhandwerk liegen, sorgen inzwischen mehrere Geschäftsbereiche für eine breite wirtschaftliche Basis. Eine wichtige Entwicklung war die Aufnahme der Produktion von Kunststofffenstern und Haustüren. Diese Entscheidung traf Friedrich Heidrich seinerzeit gegen den Widerstand seines Vaters. Heute zählt dieser Bereich zu den tragenden Säulen des Unternehmens.
Von der Beratung über die Fertigung bis zur Montage erhalten Kunden sämtliche Leistungen aus einer Hand. Damit verbindet der Familienbetrieb traditionelles Handwerk mit modernen Anforderungen und individuellen Lösungen.
Vielfältiges Angebot für die Kunden
Auch das Möbelhaus gehört weiterhin zum festen Bestandteil des Unternehmens. Während des Rundgangs informierte sich Landrat Enders über die ausgestellten Schlafsysteme und zeigte sich von den individuellen Möglichkeiten beeindruckt, die Kunden bei der Auswahl ihrer Einrichtung erhalten.
Im benachbarten Bestattungshaus verschafften sich die Besucher außerdem einen Eindruck von einem weiteren Geschäftsfeld des Unternehmens. Dort begleitet die Familie Heidrich Angehörige bei allen Schritten rund um einen Trauerfall. Das Angebot reicht von der Bestattungsvorsorge über die Organisation der Trauerfeier bis zur Erledigung der notwendigen Formalitäten.
Fachkräftemangel bleibt Herausforderung
Neben den positiven Entwicklungen wurde beim Besuch auch ein aktuelles Problem deutlich. In der Schreinerei fehlt es derzeit an qualifiziertem Nachwuchs. Nach Angaben von Friedrich Heidrich entscheiden sich immer weniger junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk.
Dieses Thema griff Landrat Enders im Gespräch auf. Er setzt sich seit Jahren für die Einwanderung von Arbeitskräften ein und warb erneut dafür, motivierten jungen Menschen aus Ruanda berufliche Perspektiven im Westerwald zu eröffnen. Nach seinen Angaben gebe es bereits mehrere Beispiele, bei denen diese Form der Fachkräftegewinnung erfolgreich verlaufen sei.
Optimistischer Blick in die Zukunft
Zum Abschluss seines Besuchs dankte Landrat Enders der Familie Heidrich für die Einblicke in das Unternehmen. Er würdigte insbesondere die konsequente Ausrichtung auf die Wünsche der Kunden sowie die Verbindung von Tradition und Innovation.
Nach seiner Einschätzung habe der Familienbetrieb in den vergangenen 120 Jahren immer wieder bewiesen, dass er sich erfolgreich an neue Anforderungen anpassen könne. Deshalb zeigte sich der Landrat zuversichtlich, dass auch künftige Generationen die Erfolgsgeschichte der Firma Heidrich fortschreiben und den Betrieb als festen Bestandteil des Handwerksstandorts Daaden weiterentwickeln werden. (PM/bearbeitet durch Red)
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