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Nachricht vom 28.06.2026    

Waldbrand in Kampfmittelgebiet: Wäller Wehren helfen beim Großeinsatz bei Traisen

Ein Waldbrand in einem Gebiet mit Kampfmitteln hat einen umfangreichen Feuerwehreinsatz im Kreis Bad Kreuznach ausgelöst. Die Ortschaft Traisen musste vollständig geräumt werden. Aus dem Westerwald sind zahlreiche Feuerwehrkräfte zur Unterstützung nach Traisen unterwegs.

Waldgebiet mit Munition brennt. (Foto: Sebastian Schmitt/dpa)

Traisen. Wegen eines Brandes in einem Waldgebiet ist ein großer Einsatz im Kreis Bad Kreuznach im Gange. In der Nacht wurden deswegen auch zunächst Teile von Traisen evakuiert, wie der Kreis mitteilte. Der Waldbrand war am Samstagnachmittag (27. Juni) in einem Steilhang nahe Traisen ausgebrochen. Da es sich um ein Kampfmittelgebiet handelt, wurden die Löscharbeiten unterbrochen und der Kampfmittelräumdienst verständigt.

Am späten Samstagabend wurden zunächst einzelne Gebäude in unmittelbarer Nähe zum Brandort geräumt. Die Einsatzkräfte entschieden anschließend, mehrere Straßen im nördlichen Teil von Traisen zu evakuieren. Bis 2 Uhr in der Nacht mussten Menschen in einem Umkreis von einem Kilometer um den Brand ihre Häuser verlassen. Eine Notunterkunft wurde bereitgestellt. Im Verlauf des Sonntags (28. Juni) wurde Traisen dann komplett evakuiert. Nach Angaben des Kreises sind etwa 650 Einwohner betroffen.

Nur eine Familie habe den Ort nicht verlassen wollen, berichtete Jörg Dindorf, Leiter Team Medien Katastrophenschutz des Kreises Bad Kreuznach. Hier sei die Polizei hinzugerufen worden.

Immer wieder kommt es zu Explosionen
Die Arbeit der Einsatzkräfte konzentriert sich derzeit unter anderem auf den Schutz eines Funkturms, der im Sperrgebiet liegt. Es werde versucht, den für die Mobilfunkversorgung im Kreis wichtigen Turm mit Wasser und durch das Fällen von Bäumen drumherum zu sichern.



Die Löscharbeiten in dem Areal gestalten sich schwierig, weil das Gebiet mit Kampfmitteln belastet ist. Es war früher eine Entsorgungsfläche für Munition. Daher können die Einsatzkräfte zumindest Teile des Gebietes nicht betreten. Immer wieder kommt es zu Explosionen.

Das Brandinferno ist dramatisch. Waldkampfbekämpfungseinheiten aus dem ganzen Land beteiligen sich an dem Einsatz. Darunter auch die Waldkampfbekämpfungseinheit Rheinland-Pfalz Nord mit Kräften aus den Kreisen Neuwied und Altenkirchen, sowie einem Führungsfahrzeug aus dem Westerwaldkreis. Weitere Wäller Kräfte bleiben in Rufbereitschaft.

Einsatz wird noch Tage dauern
Im Zuge des Großbrandes wird ein Ersatzmast für einen möglicherweise ausfallenden Funkturm bereitgestellt. Dies teilte Landrätin Bettina Dickes (CDU) mit. Der Funkturm, der sich nahe der Ortschaft Traisen befindet, ist von zentraler Bedeutung für den Funk des Katastrophenschutzes. Der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) des Landkreises, Alexander Roßkopf, erklärte, dass der Fernsehturm derzeit nicht gefährdet sei. Dennoch könne sich dies im Verlauf des Einsatzes noch ändern. Die Löscharbeiten würden noch mehrere Tage andauern. (dpa/bearbeitet durch Red)


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