Pressemitteilung vom 02.07.2026 
Fünf Jahre nach der Flut: Wiederaufbau in Rheinland-Pfalz im Fokus
Die verheerende Flutkatastrophe von 2021 hinterließ im Westen Deutschlands, insbesondere in Rheinland-Pfalz, eine Spur der Zerstörung. Fünf Jahre später stellt sich die Frage, welche Fortschritte beim Wiederaufbau erzielt wurden und wo noch Handlungsbedarf besteht.
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 veränderte das Ahrtal und seine Bewohner grundlegend. In Rheinland-Pfalz starben mindestens 136 Menschen, und etwa 42.000 Personen waren betroffen. Mehr als 9.000 Gebäude wurden zerstört. Auch fünf Jahre später ist der Wiederaufbau noch nicht vollständig abgeschlossen.
Brücken
Laut Bauministerium wurden rund 30 Brücken substanziell beschädigt und zehn komplett zerstört. Bislang sind 14 Brücken wiederhergestellt, mit Baukosten von rund 15,7 Millionen Euro. Weitere neun Brücken befinden sich in Planung oder Bau. Die Heppinger Brücke in Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde mit 6,9 Millionen Euro aus dem Aufbauhilfefonds fertiggestellt.
Kirchen
Sowohl katholische als auch evangelische Kirchengebäude wurden schwer getroffen. Für 18 Kirchengebäude wurden Förderanträge bewilligt. Bis zum 1. Juni 2026 sollen Fördermittel in Höhe von rund 11,1 Millionen Euro bereitgestellt werden.
Schulen
Im Landkreis Ahrweiler waren 17 Schulen betroffen. Der Wiederaufbau von zwei Schulen ist abgeschlossen, zwölf weitere werden saniert. Zu den fast fertigen Projekten zählen das Peter-Joerres-Gymnasium und die Erich-Kästner-Realschule plus. Drei Schulen erhalten Ersatzneubauten. Die Gesamtkosten könnten über 200 Millionen Euro betragen.
Straßen
Mehrere Streckenabschnitte der Landes- und Bundesstraßen wurden wiederhergestellt, darunter die B257 Ortsumgehung Hönningen (1,1 Millionen Euro) und die L76 von Kreuzberg bis zur L77 (6 Millionen Euro).
Bahngleise und Bahnhöfe
Rund 600 Kilometer Schiene und zahlreiche Bahnanlagen wurden beschädigt. Der Wiederaufbau ist abgeschlossen, insbesondere die Ahrtalbahn wurde umfassend restauriert.
Krankenhäuser
Fünf Krankenhäuser und drei Rehakliniken wurden beschädigt. Zwei Krankenhäuser sind derzeit nur teilweise in Betrieb. Insgesamt wurden bis zum 1. Juni 2026 Aufbauhilfen von rund 141,3 Millionen Euro bewilligt.
Kommunen
Bis Ende Juni lagen der ADD rund 2.600 Förderanträge für kommunale Infrastruktur vor, von denen etwa 73 Prozent mit einem Volumen von knapp 1,3 Milliarden Euro bewilligt wurden. (dpa/bearbeitet durch Red)
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