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Nachricht vom 02.07.2026    

Die „BEATradicals“ rockten Bellingen – das kleine Dorf stand unter Strom

Von Wolfgang Rabsch

Die beliebte Klappstuhl-Konzert-Tour der Verbandsgemeinde Westerburg machte Station in Bellingen und verwandelte den Ort in einen echten Party-Hotspot. Mit den bekannten „BEATradicals“ erlebten zahlreiche Zuschauer bei hochsommerlichen Temperaturen ein zweieinhalbstündiges Rockspektakel der Extraklasse.

(alle Fotos: Wolfgang Rabsch)

Bellingen. Johannes Schmidt vom Kulturbüro der Verbandsgemeinde Westerburg geht neue Wege, um das beliebte Klappstuhl-Konzert vom Wiesensee auch in anderen Gemeinden der VG Westerburg zu präsentieren. Nach dem erfolgreichen Start der Klappstuhl-Tour 2025 war die Ortsgemeinde Bellingen in diesem Jahr Austragungsort eines solchen Konzerts. Dazu konnte die im gesamten Westerwald sehr bekannte und beliebte Rockband „BEATradicals“ gewonnen werden. Bellingen scheint sich zum Party-Hotspot im Westerwald zu entwickeln, denn innerhalb von wenigen Tagen zwei lautstarke Events zu veranstalten, nämlich die Kirmes und drei Tage danach das Rockspektakel, das geht nur mit Unterstützung des Dorfs. Dies wurde auch dadurch dokumentiert, dass der Vereinsring Bellingen sich aktiv an der Durchführung des Konzerts beteiligte und Carmens Imbiss, ebenfalls aus Bellingen, die Besucher mit verschiedenen Leckereien verwöhnte.

Trotz der hochsommerlichen Temperaturen hatten sich viele Zuschauer eingefunden, die sich beschallen lassen und Rock vom Feinsten genießen wollten. Vorab kann bestätigt werden, dass die Zuschauer in ihren Erwartungen nicht enttäuscht wurden, sondern zusammen mit der Band ein echtes Rockspektakel feiern konnten.

„BEATradicals“ erzählten die Geschichte des Rocks
Wie wandelbar und vielfältig der Rock ist und wie er sich vom Rock ’n’ Roll über den Beat entwickelte, konnten die Zuschauer live erleben. Vom ersten Ton an ließ die Band es im wahrsten Sinne des Wortes krachen. Der Drummer testete die Festigkeit seiner Schlagstöcke, die Hände und Finger der Gitarristen beanspruchten die Saiten ihrer Instrumente bis zum Geht-nicht-mehr und zusätzlich strapazierte Leadsänger Peter Seel seine Stimmbänder bis zum Äußersten. Alles zusammen ergab den Sound der Band, einen Mix aus Straight Beat und Rock, handmade, ohne elektronischen Synthesizer.

Ihrer Setlist folgend, spielten sie nicht Hits querbeet, sie hatten System im Ablauf und spielten Songs aus den 50ern, als der Rock ’n’ Roll über den großen Teich schwappte, zum Beispiel mit „Long Tall Sally“ von Little Richard oder „Hound Dog“ von Elvis „the Pelvis“. Aus dem Rock ’n’ Roll entwickelte sich der Beat, den spätere Weltbands salonfähig machten und der vor allen Dingen die 60er-Generation beeinflusste und begeisterte. Bands wie beispielsweise die Kinks, die Beatles, die Rolling Stones und die Who erreichten weltweit ein Millionenpublikum und brachen verbreitete alte Strukturen und Hierarchien mit ihrer Musik auf. Wer in der damaligen Zeit längere Haare trug, der wurde häufig abwertend als „Hippie“ oder „Gammler“ abgetan. Gott sei Dank änderte sich der damalige Zeitgeist und die Jugend konnte ihre schwer erkämpfte Freiheit in vollen Zügen genießen. So viel zu einem sehnsuchtsvollen Rückblick des Autors dieses Artikels.



Hits, die zu Rockklassikern wurden
Die Interpretationen der Hits der erwähnten Bands hielten die Besucher in ihren Klappstühlen in Bewegung, entweder wurde getanzt oder mitgesungen, denn die meisten Hits sind zu regelrechten Ohrwürmern geworden. Hier eine kleine Auswahl der Kracher: „A Hard Day’s Night“, „All Day and All of the Night“ und „Won’t Get Fooled Again“, „Honky Tonk Women“, „Satisfaction“ und „Substitute“.

John Fogerty mit Creedence Clearwater Revival („Fortunate Son“), die Beach Boys („Surfin’ U.S.A.“) und T. Rex („Get It On“ und „Children of the Revolution“) sowie „Beat It“ von Michael Jackson erzeugten große Begeisterung. Sämtliche Songs zu erwähnen, würde zu weit führen. Siehe anhängende Setlist bei den Fotos.

Mit einem echten Rockknaller verabschiedete sich die Band nach über zweieinhalb Stunden Konzert mit dem Riesenhit „Johnny B. Goode“ und entließ die begeisterten Zuschauer in eine sommerliche Nacht. Das Konzert wird sicherlich seine Spuren hinterlassen haben und in Bellingen und Umgebung für Gesprächsstoff sorgen.

Die „BEATradicals“ sind keine Newcomer, sie traten schon als rockender Support für „Die Happy“ und „Revolverheld“ auf, hatten Konzerte mit „The Sweet“, Suzi Quatro und Manfred Mann’s Earth Band, zudem begeisterten sie zweimal beim Riesenfestival „Abbey Road on the River“ in den USA. Mehr braucht man zur Vita der Band nicht zu sagen.

Zufriedenes Resümee der Band und des Veranstalters
Der Autor dieses Artikels konnte heute (2. Juli 2026) Johannes Schmidt und Peter Seel telefonisch erreichen, die sich folgendermaßen zum Konzert äußerten: Peter Seel: „Die sagenhafte Stimmung und die begeisterte Beteiligung des Publikums war der schönste Lohn des Abends. Besonders erwähnen möchte ich unseren Gitarristen Roger Barrach, der kurzfristig für unseren erkrankten Gitarristen Rick Müller eingesprungen ist und seinen Auftritt mit Bravour gemeistert hat.“

Johannes Schmidt: „Das Konzert in Bellingen war ein würdiger Abschluss am Ende unserer Klappstuhl-Konzert-Tour 2026. Unser neues Konzept, die Konzerte auch in anderen Ortschaften der VG Westerburg durchzuführen, ist voll aufgegangen und wir sind äußerst zufrieden mit dem Erfolg der Konzerte, insbesondere des heutigen Konzerts in Bellingen, bei dem einfach alles stimmte.“

„BEATradicals“ spielten in folgender Besetzung
Peter Seel (Leadsänger und Gitarrist), Tim Moskopp (Drums, Gesang), Mario Levin-Schroeder (Gitarre, Gesang) und Roger Barrach (Gitarre, Gesang).


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