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Pressemitteilung vom 02.07.2026    

Naturkundliche Entdeckungstour im Birkenbachtal zieht viele Interessierte an

Die beliebte naturkundliche Exkursion des Förderkreises des buddhistischen Klosters Hassel/Pracht fand unter dem Motto "Flora und Fauna des Birkenbachtals" statt. Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden spannende Einblicke in die einzigartige Kulturlandschaft des Tals.

Die Exkursion. (Quelle: Dieter Born/Mario Jugel)

Hassel/Pracht. Auch in diesem Jahr zog die naturkundliche Exkursion im Birkenbachtal zahlreiche Interessierte an. Organisiert vom Förderkreis des buddhistischen Klosters Hassel/Pracht, stand die Veranstaltung unter dem Motto "Flora und Fauna des Birkenbachtals". Als Expertinnen führten Linda Bödger, Naturschutzmanagerin, und Jessica Gelhausen von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Altenkirchen die Teilnehmenden durch das Gebiet und erläuterten die Besonderheiten der Region.

Umfangreiche Pflege- und Renaturierungsmaßnahmen, durchgeführt von Ehrenamtlichen, haben die Voraussetzungen für die Wiederbelebung der wertvollen Feuchtwiesen und Offenlandbiotope geschaffen. Diese abwechslungsreiche Landschaft bietet seltenen Pflanzen- und Tierarten ideale Lebensbedingungen. So entdeckte die Gruppe Pflanzen wie die Ährige Teufelskralle. Im naturnah mäandrierenden Birkenbach und seiner Aue erklärten die Expertinnen Zusammenhänge zwischen Pflanzen und Tieren. Der Große Wiesenknopf ist eine wichtige Futterpflanze für den seltenen Ameisenbläuling, dessen Raupen einen besonderen Entwicklungszyklus in den Nestern von Knotenameisen durchlaufen. In den Tümpeln leben die seltenen Gelbbauchunken, die kleine, besonnte Gewässer benötigen. Auch die Bedeutung von Totholz als Lebensraum für Spechte und Insekten wurde thematisiert.



Herausforderungen im Naturschutz
Die Expertinnen wiesen auch auf Herausforderungen im Naturschutz hin. Pflanzen wie der Adlerfarn oder das invasive Drüsige Springkraut breiten sich stellenweise stark aus und verdrängen andere Arten. Dennoch kann nicht jede neue Art als problematisch angesehen werden, manche bereichern die Flora. Angesichts des Artenrückgangs und der Klimakrise müssen Veränderungen sorgfältig beobachtet werden, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Beim abschließenden Austausch am Freisitz des Klosters, begleitet von Apfelsaft aus den klostereigenen Streuobstwiesen, stellten viele Gäste weitere Fragen an die Expertinnen. Die Exkursion weckte zudem Interesse bei neuen Ehrenamtlichen, sich an zukünftigen Pflege- und Renaturierungsmaßnahmen zu beteiligen. Nur durch kontinuierliches Engagement lassen sich der traditionelle Charakter dieser Kulturlandschaft erhalten und die biologische Vielfalt sichern. (PM/Red)


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