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Nachricht vom 12.07.2026    

Studie warnt vor neuem Trend: Warum die Zigarette bei jungen Erwachsenen wieder an Ansehen gewinnt

Hinweis: Dieser Artikel kann Links enthalten, die sich an Personen ab 18 Jahren richten. Der Nicotine Product Harm Perception Report 2026 von Haypp zeigt eine Entwicklung, die Gesundheitsexperten aufmerksam verfolgen dürften: Vor allem junge Erwachsene nehmen das Rauchen wieder häufiger als gesellschaftlichen Trend wahr. Gleichzeitig bestehen weiterhin große Wissenslücken über Nikotin und rauchfreie Alternativen.

Symbolfoto (KI generiert)

Jahrelang schien die klassische Zigarette auf dem Rückzug zu sein. Präventionskampagnen, Rauchverbote und ein gestiegenes Gesundheitsbewusstsein sorgten dafür, dass das Rauchen zunehmend an gesellschaftlicher Akzeptanz verlor. Eine aktuelle Studie deutet nun jedoch darauf hin, dass sich das öffentliche Bild langsam verändert.

Für den Nicotine Product Harm Perception Report 2026 von Haypp wurden bundesweit 2.000 Erwachsene zu ihrer Wahrnehmung von Nikotinprodukten befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere jüngere Altersgruppen das Rauchen wieder häufiger mit Lifestyle und gesellschaftlicher Akzeptanz verbinden.

Jeder dritte junge Erwachsene sieht Rauchen wieder im Trend
Während im Durchschnitt 26,4 Prozent der Deutschen glauben, dass Rauchen wieder in Mode kommt, fällt dieser Wert bei jungen Erwachsenen deutlich höher aus.

35,5 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und sogar 36,8 Prozent der 25- bis 34-Jährigen stimmen dieser Aussage zu. Damit sieht mehr als jeder dritte junge Erwachsene ein gesellschaftliches Comeback der Zigarette.

Nach Einschätzung der Autoren zeigt sich hier weniger eine Aussage über das tatsächliche Rauchverhalten als vielmehr über das veränderte Image des Produkts.

Popkultur beeinflusst die Wahrnehmung
Ein möglicher Grund liegt in der gestiegenen Sichtbarkeit des Rauchens in sozialen Medien und der Popkultur. Mehr als jeder vierte Deutsche (25,8 Prozent) hat den Eindruck, dass Influencer, Musiker oder Schauspieler heute häufiger mit einer Zigarette zu sehen sind als noch vor einigen Jahren.

Gerade jüngere Menschen kommen täglich mit solchen Bildern in Kontakt. Dadurch könne Rauchen wieder stärker mit Individualität, Rebellion oder einem bestimmten Lifestyle verbunden werden, obwohl die gesundheitlichen Risiken unverändert bestehen.

Wissenslücken erschweren die Aufklärung
Neben der gesellschaftlichen Wahrnehmung untersuchte die Haypp-Studie auch den Wissensstand der Bevölkerung. Dabei zeigte sich, dass 73,5 Prozent der Befragten glauben, Nikotin verursache Krebs. Laut den Autoren werde dabei häufig nicht zwischen Nikotin und den Schadstoffen unterschieden, die beim Verbrennen von Tabak entstehen.

Aus Sicht der Studienautoren könnten solche Fehlvorstellungen dazu führen, dass rauchfreie Alternativen gesundheitlich ähnlich bewertet werden wie klassische Zigaretten. Dadurch verliere ein Umstieg für viele Raucher an Attraktivität.

Klassische Zigarette bleibt für viele das “coolere” Produkt
Auch beim gesellschaftlichen Image schneidet die klassische Zigarette überraschend stark ab. 27 Prozent der Befragten halten Rauchen für cooler als das Dampfen mit einer E-Zigarette. Im Vergleich zu Nikotinbeuteln geben sogar 36,8 Prozent an, dass die klassische Zigarette attraktiver wirke.

Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass Entscheidungen rund um das Rauchen nicht allein von gesundheitlichen Aspekten beeinflusst werden. Auch soziale Wahrnehmung und mediale Vorbilder spielen eine wichtige Rolle.

Prävention muss mehr leisten als nur Risiken aufzeigen
Die Ergebnisse des Nicotine Product Harm Perception Report 2026 von Haypp machen deutlich, dass klassische Aufklärung über die gesundheitlichen Folgen des Rauchens allein möglicherweise nicht mehr ausreicht. Wenn junge Menschen die Zigarette wieder stärker als Symbol für Lifestyle oder Zugehörigkeit wahrnehmen, müssen Präventionsmaßnahmen auch die Rolle sozialer Medien und digitaler Vorbilder stärker berücksichtigen.

Über die Studie
Die Daten stammen aus einer repräsentativen Online-Befragung des Marktforschungsinstituts Censuswide, die im März 2026 im Auftrag von Haypp durchgeführt wurde. Insgesamt wurden 2.000 Personen ab 18 Jahren in Deutschland zu ihrer Wahrnehmung von Nikotinprodukten sowie ihrem Wissensstand rund um gesundheitliche Risiken befragt. (prm)




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