ACE untersucht Smartphone-Nutzung im Straßenverkehr
In Betzdorf fand kürzlich ein Handy-Verkehrs-Check des ACE Auto Club Europa statt, der sich mit der Ablenkung durch Smartphones am Steuer befasst. Die Aktion ist Teil einer bundesweiten Initiative, die seit April 2026 an über 250 Kreuzungen durchgeführt wird.
Betzdorf. Der ACE Auto Club Europa hat in Betzdorf an der Kreuzung Steinerother Straße Ecke Friedrichstraße einen Handy-Verkehrs-Check durchgeführt. Diese Aktion ist Teil der 21. Clubinitiative unter dem Motto "Kopf hoch!", bei der rund 700 Ehrenamtliche bundesweit die Nutzung von Smartphones während der Fahrt untersuchen. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Risiken der Smartphone-Nutzung am Steuer zu schärfen und auf die Notwendigkeit eines verantwortungsvollen Verhaltens im Straßenverkehr hinzuweisen.
Smartphones sind für viele Menschen ständige Begleiter, auch im Auto. Bereits wenige Sekunden Ablenkung können schwerwiegende Folgen haben. Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h legt ein Fahrzeug in zwei Sekunden etwa 28 Meter zurück, ohne dass der Fahrer auf die Straße schaut. Im dichten Stadtverkehr kann dies besonders gefährlich sein, vor allem für Fußgänger und Radfahrer. Laut der Unfallstatistik 2024 des Statistischen Bundesamts wurden bei 8.722 Unfällen mit Personenschaden Ablenkungen als Ursache festgestellt, wobei in 1.039 Fällen die Nutzung elektronischer Geräte nachweislich beteiligt war. Insgesamt kamen 25 Menschen bei solchen Unfällen ums Leben.
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Während des 30-minütigen Checks in Betzdorf beobachteten die Ehrenamtlichen Bernd Jungk, Raimund Scholl und Andreas Langenbach 320 Fahrzeuge. Dabei wurden bei drei Fahrzeugen Verstöße gegen das Handyverbot dokumentiert, was einem Anteil von rund 0,9 Prozent entspricht. Die Verstöße umfassten das In-die-Hand-Nehmen des Smartphones, Tippen auf dem Display und Sprechen ins Mikrofon. Volker Schork, Regionalbeauftragter für Rheinland-Pfalz, erklärte: "Das Ergebnis in Betzdorf zeigt den niedrigsten Wert in Rheinland-Pfalz, den wir bisher gesehen haben, dennoch bleibt jeder einzelne Verstoß ein ernstzunehmendes Risiko." Sven-Peter Rudolph, Vorsitzender des ACE, betonte: "Schon ein kurzer Blick aufs Display kann über Leben und Tod entscheiden."
Die bundesweiten Checks werden seit April 2026 an mehr als 250 innerörtlichen Kreuzungen durchgeführt. Die Gesamtergebnisse sollen im Herbst veröffentlicht werden. PM/Red
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