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Pressemitteilung vom 15.07.2026    

Bergbaugeschichte in Willroth: Neuer Verein übernimmt das Erbe

In Willroth wird ein bedeutendes Kapitel der Ortsgeschichte unter neuer Leitung fortgeführt. Nach der Auflösung der Bürgerinitiative Willroth übernimmt der Bergbauförderverein deren Aufgaben. Eine neue Abteilung soll dabei eine zentrale Rolle spielen.

Foto: Rolf Schmidt-Markoski

Willroth. Der Förderverein Bergbau- und Hüttentradition Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld e.V. hat beschlossen, die Aufgaben der aufgelösten Bürgerinitiative Willroth (BIW) zu übernehmen. Dies geschah einstimmig während einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in der "Weißen Aufbereitung" in Willroth.

Die Gründung der neuen Abteilung "Grube Georg" ist das Herzstück des Beschlusses. Diese Abteilung wird künftig die bergbauhistorischen Aktivitäten bündeln, darunter die beliebten Führungen auf den mehr als 30 Meter hohen Förderturm der Grube Georg an der A3. Der Turm ist als bedeutendes Industriedenkmal bekannt und wird weiterhin mit Unterstützung der Tourist-Information der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld für Besucher zugänglich sein.

Zum Vorsitzenden der Abteilung wurde Thomas Schäfer ernannt, zur Kassenwartin Marion Schug. Olaf Meinhardt, ehemaliger Vorsitzender der BIW, betonte: "Mit der neuen Abteilung stellen wir sicher, dass die erfolgreiche Arbeit der Bürgerinitiative nahtlos fortgeführt wird und das bergbauliche Erbe unserer Region lebendig bleibt."

Eine weitere Maßnahme, die einstimmig beschlossen wurde, ist die Anbringung einer Ehrentafel am Förderturmgebäude. Sie soll an die Gründer der Bürgerinitiative Willroth erinnern und deren Verdienste dokumentieren. "Ohne die BIW würde es keine Führungen auf der Grube Georg geben", erklärte Olaf Meinhardt.



Die Bürgerinitiative Willroth wurde im Herbst 1999 gegründet, um den Bau einer Biokompostieranlage nahe dem Förderturm zu verhindern. Nach diesem Erfolg widmete sie sich der Öffnung und Erhaltung des historischen Förderturms der Grube Georg. Unter dem damaligen Vorsitzenden Uwe Jöchel wurde ein Konzept entwickelt, das den Turm ohne großen finanziellen Aufwand für die Öffentlichkeit zugänglich machte. In der "Weißen Aufbereitung" entstand zudem eine Ausstellung, die den Arbeitsalltag ehemaliger Bergleute dokumentiert.

Über Jahre hinweg sorgten die Mitglieder der BIW ehrenamtlich für die Pflege des Förderturms und organisierten Führungen. Rund 1.400 Gäste jährlich besuchten in den ersten Jahren das Industriedenkmal. Die Bürgerinitiative leistete so einen entscheidenden Beitrag dazu, die Erinnerung an den Bergbau in der Region lebendig zu halten.

Mit der Gründung der Abteilung "Grube Georg" wird dieses Engagement nun unter dem Dach des Bergbaufördervereins fortgesetzt. Die Mitglieder sehen darin nicht nur eine organisatorische Veränderung, sondern vor allem das klare Bekenntnis, die Geschichte des Bergbaus und das ehrenamtliche Wirken der Bürgerinitiative auch für kommende Generationen zu bewahren. PM/Red


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