Top-Seniorensprinter Friedhelm Adorf sammelt weitere drei nationale Medaillen
Das, was in den Ergebnislisten niedergeschrieben steht, hat Friedhelm Adorf, Top-Seniorenleichtathlet aus Heupelzen, gewiss gefreut: Zwei Deutsche Meisterschaften und einmal Rang zwei waren seine Ausbeute bei den nationalen Titelkämpfen der Altersklassen-Athleten in Mönchengladbach, so dass Adorf durchaus zufrieden war.
Mönchengladbach/Heupelzen. Völlig im Unklaren gewesen über sein Leistungsvermögen „dank“ längerem Urlaub und daraus resultierendem Trainingsrückstand war er im Vorfeld der Deutschen Meisterschaften der Leichtathletik-Senioren in Mönchengladbach: Mit zwei weiteren Titeln und einer Silbermedaille trat Friedhelm Adorf am Sonntagabend (19. Juli) nach „getaner Arbeit“ die Fahrt vom Niederrhein an die niederländische Nordseeküste zu einem Kurzurlaub mit Familientreffen an. Nunmehr nennt er 34 erste, 21 zweite und acht dritte Plätze sein Eigen – eine grandiose Bilanz bei nationalen Meisterschaften des 82-Jährigen aus Heupelzen, der in der Klasse M 80 und für die LG Rhein-Wied/ASG Altenkirchen startet. Über 100 Meter reichte es für Adorf hinter Eberhard Linke (LAC Veltins Hochsauerland/15,22 Sekunden) in 15,80 Sekunden zu Rang zwei vor Christian Fitza (LG Biebesheim/Eschollbrücken/Crumstadt/16,36 Sekunden). Im längeren Sprint über 200 Meter setzte sich der Westerwälder in 33,69 Sekunden durch. Jürgen Witthohn (TSV Otterndorf/33,80 Sekunden) und Fitza (34,68 Sekunden) hatten das Nachsehen. Bei 96,24 Sekunden blieb die elektronische Zeitmessung für Adorf über 400 Meter stehen. Klaus Wucherer (LAC Quelle Fürth) kam 1,24 Sekunden später als Zweiter ins Ziel. Zwei weitere gemeldete Athleten waren nicht angetreten. Da Adorf nicht an der Senioren-WM im südkoreanischen Daegu im August wegen der „aktuellen politischen Weltlage“ teilnimmt, war der Aufgalopp in Mönchengladbach der letzte Saisonhöhepunkt in Sachen Titelkämpfe. Bis die Vorbereitungen auf die Hallensaison beginnen, will er noch an dem einen oder anderen Sportfest teilnehmen.
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Allein Titel zählen
„Ich bin zufrieden, bei Meisterschaften zählen allein Titel“, rekapitulierte Adorf seine Abstecher auf das Kunststoffoval des Grenzlandstadions. Er habe nicht mit dieser Ausbeute gerechnet, denn er habe das Gefühl gehabt, nicht „gut drauf“ zu sein. Nach dem 100-Meter-Lauf habe er gedacht, dass „ich schon alle Milch gegeben hatte“, resümierte Adorf den kurzen Sprint. Deswegen sei er über 200 Meter ein wenig verhalten die ersten Meter angegangen, aber schließlich im Finish gemerkt, dass es immer enger werde und dass es der Kraftreserven bedurfte, die Nase vorne zu halten. Schließlich nicht mehr gefordert wurde Adorf im Finale über die Stadionrunde. Immer habe er ein Auge auf seinen einzigen Konkurrenten Klaus Wucherer gehabt und den Erfolg sicher nach Hause gelaufen. (vh)
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