Aktualisiert: Großeinsatz der Feuerwehr bei Wohnhausbrand in Wissen
Von Klaus Köhnen
VIDEO | Am Freitag (24. Juli 2026) wurde die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Wissen, gegen 20.22 Uhr zu einem Gebäudebrand alarmiert. Wie der Wehrleiter berichtete, war bereits auf der Fahrt zum Gerätehaus eine dichte und enorme Rauchsäule zu sehen. Zeitnah wurden weitere Kräfte nachalarmiert.
Wissen. Das Gebäude, in dem sich ein Gewerbetrakt und eine Wohnung befunden haben, stand beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bereits im Vollbrand. Personen wurden laut Informationen der Feuerwehr nicht verletzt. Die einzige Bewohnerin konnte bei Verwandten untergebracht werden.
Alle drei Feuerwehreinheiten der Verbandsgemeinde Wissen waren vor Ort. Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde ein Bereitstellungsraum eingerichtet. Dieser Bereich wurde durch den nachalarmierten Einsatzleitwagen (ELW 1) der Feuerwehr Kirchen geführt. Die Einsatzstelle wurde weiträumig abgesperrt, um den nachrückenden Feuerwehren eine ungehinderte Anfahrt zu ermöglichen.
Unterstützung von allen Seiten
Die Pendelverkehr-Komponente Nord, eine Zusammenstellung von Fahrzeugen aus verschiedenen Verbandsgemeinden, wurde ebenfalls eingebunden. Diese Einheit besteht aus verschiedenen Großtanklöschfahrzeugen und sorgt für eine ausreichende Wasserversorgung. Diese Komponente ist, wie andere Verbände, die auch überörtlich eingesetzt werden können, im Rahmen des Katastrophenschutzes beim Kreis angesiedelt. Fahrzeuge und Personal werden aber von den Verbandsgemeinden gestellt. Der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Björn Jestrimsky und sein Stellvertreter Matthias Theis waren vor Ort.
Weitere Unterstützung erhielt die Feuerwehr Wissen durch die Führungsunterstützungsgruppe, die aus Kräften der VG-Feuerwehr Wissen und der VG-Feuerwehr Hamm besteht. Diese Einsatzkräfte besetzen den Einsatzleitwagen der VG Hamm und koordinieren vor Ort den Ablauf. Eine solche Komponente stellt für den Einsatzleiter eine wertvolle Unterstützung dar. Die Drohnengruppe aus Rosenheim (VG Betzdorf-Gebhardhain) konnte die Einsatzleitung mit Luftaufnahmen unterstützen.
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Im weiteren Verlauf wurden die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Hamm und die Löscheinheit Steinebach, VG Betzdorf-Gebhardshain, alarmiert. Die Kräfte aus Steinebach wurden zum Austausch der Atemschutzgeräteträger eingesetzt. Der Gerätewagen Atemschutz des Kreises (GW-A) war ebenfalls an der Einsatzstelle. Die Einsatzleitung hatte, um das Dach des Gebäudes entfernen zu können, einen Bagger des Technischen Hilfswerks (THW) angefordert. Gegen 22.20 Uhr wurden weitere Atemschutzkräfte aus der Löscheinheit Scheuerfeld alarmiert.
Mehr als 120 Einsatzkräfte
Unter der Leitung des Wehrleiters der VG-Wissen, Stefan Deipenbrock, waren insgesamt mehr als 120 Einsatzkräfte in den Einsatz eingebunden. Hierunter auch die Kräfte der Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) im Gerätehaus Wissen, sowie der "Löschzug Bockwurst", Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung der Feuerwehr Wissen, die sich um Verpflegung und Getränke kümmerten. Neben den Feuerwehren waren Helfer der DRK-Bereitschaften Wissen und Birken-Honigsessen sowie die Polizei und Mitarbeiter des Stromversorgers im Einsatz.
Trotz des enormen Einsatzes gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig. Diese zogen sich bis in die frühen Morgenstunden des 25. Juli hin. Sowohl die Halle als auch das Wohnhaus wurden durch das Feuer nahezu vollständig zerstört. Angaben zur Schadenshöhe liegen noch nicht vor.
Die Ermittlungen zur Brandursache durch die Kriminalpolizei sind im Gange. (kkö)
Video von der Einsatzstelle (von kkö)
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