2. Aktualisierung: Waldbrand bei Hilgert - Sichtbehinderungen durch Rauch auf der A 48
In der Nähe von Hilgert ist ein Baum in eine Stromleitung gestürzt. Mehrere Brandstellen breiteten sich schnell aus und stellten die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen. Ob die beschädigte Leitung für die Gesamtheit der Brandstellen verantwortlich ist, wird noch ermittelt.
Hilgert. Am frühen Montagnachmittag (10. August), gegen 14.20 Uhr, wurde der Rettungsleitstelle Montabaur ein Waldbrand in der Gemarkung Hilgert gemeldet. Der Brand ist in dem Waldgebiet oberhalb des Industriegebietes Hilgert in Richtung
Ransbach-Baumbach entfacht. Aufgrund der Intensität des Feuers wurden zusätzliche Feuerwehrkräfte zur Unterstützung geordert.
Wie Michael Merz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach, in den sozialen Medien schrieb, sind neben den Feuerwehren aus der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen unter anderem Kräfte aus der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach, aus dem Landkreis Mayen-Koblenz, aus dem nördlichen Westerwaldkreis sowie der Waldbrandzug Koblenz und weitere überörtliche Einheiten im Einsatz.
Zur Unterstützung der Löscharbeiten wird Wasser aus dem Naturschwimmbad Linderhohl in Höhr-Grenzhausen entnommen, zudem wird Löschwasser durch die hinzugezogenen Kräfte bereitgestellt. Das Naturschwimmbad bleibt noch bis voraussichtlich Mittwoch geschlossen.
Wichtig hervorzuheben sei laut Merz, dass die Grundsicherung durch die Einsatzkräfte in einem Notfall sowohl in der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen als auch in der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach bestehen bleibt.
Brandgebiet weiträumig abgesperrt
Der Brand führte dazu, dass die L307 zwischen der K117 und Baumbach in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden musste, wie eine Verkehrsmeldung der Polizei bestätigt. Eine örtliche Umleitung wurde inzwischen eingerichtet.
Aktuell ist die Rauchentwicklung so stark, dass auf der A 48 zwischen dem Dreieck Dernbach und dem Rastplatz Mühlholz in beiden Fahrtrichtungen mit Sichtbehinderungen zu rechnen ist.
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Nach aktuellem Stand erstreckt sich der betroffene Bereich auf einer Fläche von rund 85.000 Quadratmetern. Rund 200 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen.
Stromausfälle durch das Feuer
Die Wehrkräfte werden noch bis in die Abendstunden hinein im Einsatz sein, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Bislang gibt es keine Berichte über Verletzte oder beschädigte Gebäude, doch die Behörden bitten Anwohner, vorsichtig zu sein und die Sperrungen zu beachten.
Nach bisherigen Erkenntnissen war zuvor ein Baum in eine Stromleitung gestürzt. Im Bereich der beschädigten Leitung entstanden in der Folge mehrere Brandherde. Entsprechend soll es sich nicht um einen durchgehenden Waldbrand handeln, sondern um mehrere Brandherde innerhalb des betroffenen Gebietes. Ob der umgestürzte Baum und die dadurch beschädigte Stromleitung Auslöser für alle Brandherde ist, bleibt im Augenblick Gegenstand der Ermittlungen.
Gegen 14.30 Uhr veröffentlichte die Kevag eine Meldung über einen Stromausfall in Hilgert, Wittgert, Deesen, Breitenau, Hundsdorf, Alsbach, Sessenbach und Wirscheid. Auch Internet und TV könnten davon betroffen sein. Ebenso meldete die Polizei, dass es aufgrund des Waldbrandes zu örtlich begrenzten Stromausfällen kommen kann.
Seit 17 Uhr scheint es, dass weitestgehend überall der Strom wieder hergestellt wurde.
Zur Schadenshöhe wurden noch keine Angaben gemacht. (Red)
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