Erfolgreiche Sprengung von Weltkriegsmunition im Rhein bei Koblenz
Nach dem Fund gefährlicher Kampfmittel am Rhein hat der Kampfmittelräumdienst in Koblenz erfolgreich eine Bazooka-Rakete und eine Gewehrgranate gesprengt. Beide Aktionen verliefen ohne Zwischenfälle.
Koblenz. Die Entschärfung der im Rhein bei Koblenz entdeckten Weltkriegsmunition ist reibungslos verlaufen. Zunächst wurde die in Wallersheim gefundene Bazooka-Rakete aus dem Zweiten Weltkrieg kontrolliert gesprengt. Dafür musste ein Bereich von etwa 100 Metern evakuiert werden, was zwölf Mehrfamilienhäuser betraf. Aufgrund eines Krankentransports konnte der Evakuierungsbereich erst kurz nach 9 Uhr wieder freigegeben werden. Auch die Rheinschifffahrt war in diesem Abschnitt vorübergehend eingestellt worden. Die Bazooka-Rakete wurde ins Wasser gelegt, um dort sicher gesprengt zu werden.
Im Anschluss daran wurde die Gewehrgranate im Stadtteil Pfaffendorf unschädlich gemacht. Hier mussten bis spätestens 10 Uhr 15 Mehrfamilienhäuser evakuiert werden. "Im Rahmen der jeweiligen kontrollierten Sprengung der Kampfmittel werden Luftraum und Rhein kurzzeitig gesperrt", hatte die Stadt zuvor angekündigt. Nach Abschluss der Sprengungen konnten beide Bereiche wieder betreten werden.
Die Bazooka-Rakete wurde am Freitagnachmittag am Rheinufer in Wallersheim entdeckt, während die Gewehrgranate am Samstagabend in Pfaffendorf gefunden wurde. Der rheinland-pfälzische Kampfmittelräumdienst bestätigte die Echtheit der Funde. Trotz der Brisanz bestand keine Gefahr für die Bevölkerung. Seit ihrer Entdeckung wurden die Kampfmittel von Mitarbeitenden des Koblenzer Ordnungsamtes bewacht. (dpa/bearbeitet durch Red)
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