Pressemitteilung vom 31.08.2026 
Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten: "Über den Tellerrand" startet
Der 30. Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten beginnt mit dem spannenden Thema "Über den Tellerrand. Essen und Trinken in der Geschichte". Vom 1. September 2026 bis zum 28. Februar 2027 sind Kinder und Jugendliche eingeladen, historische Spuren zu erforschen.
Hamburg. "Über den Tellerrand. Essen und Trinken in der Geschichte" ist das Thema der 30. Ausschreibung des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten. Der Wettbewerb läuft vom 1. September 2026 bis zum 28. Februar 2027. Teilnehmen können Kinder und Jugendliche von der Grundschule bis zum Alter von 21 Jahren. Die Körber-Stiftung vergibt 550 Geldpreise auf Landes- und Bundesebene.
Essen und Trinken sind grundlegende menschliche Erfahrungen, die eng mit gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen verbunden sind. Historische Forschungen können Aufschluss über Familienrezepte, regionale und internationale Spezialitäten sowie die Nahrungsmittelproduktion geben. Teilnehmer haben die Möglichkeit, Fragen zu untersuchen wie: Wer hatte wann Zugang zu welchen Nahrungsmitteln? Welche Gerichte galten als begehrenswert und wer konnte sie sich leisten? Und wie kamen bestimmte Produkte nach Deutschland? Diese Themen bieten die Gelegenheit, historische Veränderungen, Machtverhältnisse, Ungleichheiten und Konflikte zu analysieren.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft zur Teilnahme auf: "Die Geschichte des Essens und Trinkens enthält keine fertigen Rezepte zur Lösung aktueller Probleme. Aber sie lässt uns Zusammenhänge verstehen und schafft Bewusstsein für die Frage, was jetzt geschehen muss, damit sich in Zukunft möglichst viele Menschen fair, gesund, umweltverträglich und klimaschonend ernähren können, ohne auf Genuss und Geschmack verzichten zu müssen. Deshalb meine Bitte an Euch: Macht mit beim 30. Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten, schaut über den Tellerrand hinaus!"
Historische Spurensuche vor Ort
Die Ausschreibung lädt dazu ein, die Bedeutung von Lebensmitteln in der Geschichte der eigenen Region, Stadt oder Familie zu erforschen. Historische Hinweise finden sich überall: Straßen- und Gebäudenamen können auf frühere Formen der Lebensmittelproduktion, des landwirtschaftlichen Anbaus oder des Handels hinweisen. Auch Gastronomiebetriebe und Lebensmittelgeschäfte erzählen Geschichten von Migration, Kolonialismus und Imperialismus. Mögliche Quellen sind Archivalien, Sammlungen in Museen und Bibliotheken sowie private Dokumente. Selbst ein altes Kochbuch kann Ausgangspunkt einer Forschungsarbeit sein.
Die Teilnahme am Wettbewerb ist individuell, in Gruppen oder im Klassenverband möglich. Schülerinnen und Schüler können ihre Fragestellungen kreativ bearbeiten und Beiträge in Form von schriftlichen Arbeiten, Filmen, Podcasts, Apps oder Ausstellungen einreichen. Sie haben Zeit bis zum 28. Februar 2027.
Über den Geschichtswettbewerb
Seit 1973 richtet die Körber-Stiftung den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten aus. Er findet alle zwei Jahre statt und ist der größte historische Forschungswettbewerb in Deutschland. Mit über 163.000 Teilnehmenden und rund 38.800 Beiträgen fördert er den Umgang mit Medien, wissenschaftliches Arbeiten und kreatives Lernen auch an außerschulischen Lernorten wie Archiven, Museen und Gedenkstätten.
Weitere Informationen sind unter www.geschichtswettbewerb.de erhältlich. (PM/KI/Red)
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