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Nachricht vom 04.09.2026    

Warum Bräune ohne UV-Strahlung gerade so gefragt ist

Gebräunte Haut gilt für viele Menschen nach wie vor als Zeichen von Gesundheit und Schönheit – daran hat sich in den letzten Jahren wenig geändert. Was sich dagegen deutlich verändert hat, ist die Bereitschaft, dafür ewig in der Sonne zu liegen. Solarien verzeichnen seit Jahren immer weniger Besucherzahlen, während Suchanfragen rund um Selbstbräuner und Bräune ohne Sonne immer mehr werden. Immer mehr Menschen suchen nach Wegen, braun zu werden, ohne sich der gefährlichen UV-Strahlung der Sonne auszusetzen. In diesem Artikel erklären wir, woran das liegt und welche risikofreien Alternativen es gibt.

Symbolfoto (KI bearbeitet)

Wieso möchten die Leute weniger in die Sonne?
Dass die UV-Strahlung der Sonne die Haut schädigt, ist medizinisch längst bewiesen – vorzeitige Hautalterung und ein erhöhtes Hautkrebsrisiko sind die bekanntesten Folgen. Trotzdem hat es lange gedauert, bis dieses Wissen tatsächlich auch das Verhalten der Menschen verändert hat. Denn eine gebräunte Haut wurde jahrzehntelang als Schönheitsideal und nicht als Gesundheitsrisiko wahrgenommen. Die Bräune war den Leuten wichtiger als die Risiken der Sonne.

Diese Einstellung verschiebt sich jedoch zunehmend. Dermatologische Aufklärungskampagnen, eine wachsende Zahl an Hautkrebsdiagnosen in jüngeren Altersgruppen und ein allgemein größeres Gesundheitsbewusstsein machen die Frage "Wie werde ich braun, ohne mir zu schaden?" heute deutlich wichtiger als noch vor zehn Jahren. Gleichzeitig ist der Wunsch nach gebräunter Haut selbst nicht kleiner geworden – die Nachfrage hat sich also nicht verringert, sondern verlagert.

Diese Verlagerung der Nachfrage zeigt sich auch im Angebot: Wo Drogerien und Online-Shops früher vor allem Sonnenöle und Bräunungsbeschleuniger für die Sonnenbank führten, dominieren heute Regale voller Selbstbräunungsprodukte in unterschiedlichsten Texturen – von leichten Sprays über Mousses bis hin zu pflegenden Lotionen.

Wie kann man braun werden ohne Sonne?
Die naheliegendste und am weitesten verbreitete Lösung, um ohne Sonne braun zu werden, ist der klassische Selbstbräuner. Sie basieren überwiegend auf Dihydroxyaceton (DHA), einem farblosen Zucker, der mit Eiweißstoffen in der obersten Hautschicht reagiert und dort eine bräunliche Färbung hervorruft. Der große Vorteil: Das Ergebnis ist meist innerhalb weniger Stunden sichtbar und lässt sich in Intensität und Farbton gut steuern.

Der Haken dabei: Die DHA-Färbung setzt nur in der obersten, bereits abgestorbenen Hautschicht ein. Sie bietet praktisch keinen zusätzlichen UV-Schutz und verblasst nach wenigen Tagen mit der natürlichen Hauterneuerung wieder – wer die Farbe halten möchte, muss regelmäßig nachbräunen. Bei falscher Anwendung kann es zudem zu unschönen Streifen oder einem unnatürlichen Orangestich kommen, weshalb viele Ratgeber ausführlich auf die richtige Vorbereitung und Anwendung eingehen.

Welche Alternative gibt es zu Selbstbräunern?
Weniger bekannt, aber immer mehr gefragt ist ein anderer Ansatz: Statt die Haut von außen zu färben, enthalten manche Pflegeprodukte pflanzliche Extrakte, die die körpereigene Melaninproduktion anregen sollen. Melanin ist der Farbstoff, der auch für die natürliche Bräunung durch Sonneneinstrahlung verantwortlich ist – der Unterschied liegt darin, dass hier keine UV-Strahlen nötig sind, um die Bräunung anzuregen.

Ein Beispiel für ein Produkt, das so funktioniert, ist die Biovolen Aktiv Pfeffersalbe, die einen Mönchspfeffer-Extrakt enthält. Anders als bei klassischen Selbstbräunern entsteht die Bräunung hier unter anderem durch die Anregung der Melaninproduktion – ganz ohne den Einfluss der Sonne. Das bedeutet allerdings auch: Ein solcher Ansatz wirkt nicht sofort, sondern entsteht – ähnlich wie eine natürliche Sonnenbräune – über einen längeren Zeitraum.

Wichtig ist dabei ein Punkt: Ohne UV-Strahlung entsteht auch kein UV-Schutz durch die Haut selbst. Wer sich anschließend länger in der Sonne aufhält, sollte weiterhin Sonnencreme verwenden, unabhängig davon, ob die Bräune durch DHA oder durch angeregte Melaninproduktion entstanden ist.

Worauf es ankommt
Welcher Ansatz sich am besten eignet, hängt stark davon ab, was man erwartet. Wer schnelle, planbare Ergebnisse für einen bestimmten Anlass braucht, ist mit einem klassischen Selbstbräuner meist besser bedient – das Ergebnis ist innerhalb von Stunden sichtbar und lässt sich mit etwas Übung gut steuern. Wer dagegen eher an einer langfristigen, natürlich wirkenden Bräune interessiert ist und bereit ist, dafür mehrere Wochen regelmäßiger Anwendung einzuplanen, könnte mit dem Ansatz der Pfeffersalbe zufriedener sein.

Beide Wege haben gemeinsam, dass die Haut dabei keiner schädlichen UV-Strahlung ausgesetzt wird – ein Aspekt, der angesichts des wachsenden Bewusstseins für Hautgesundheit für immer mehr Menschen wichtig wird.

Fazit
Der Wunsch nach gebräunter Haut ist geblieben, der Weg dorthin hat sich jedoch verändert. Ob klassischer Selbstbräuner mit schnellem, aber vergänglichem Ergebnis oder ein Ansatz, der die körpereigene Bräunung anregen kann – beide Kategorien haben ihre Daseinsberechtigung und sprechen unterschiedliche Bedürfnisse an. Beide haben jedoch das Ziel, für eine risikoarme Bräune zu sorgen. (prm)




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