Einigkeit bei Rhein-Vertiefung: Bund und Land treiben Großprojekt voran
Der Bund und Rheinland-Pfalz haben ihre Zusammenarbeit zur Vertiefung des Mittelrheins für die Binnenschifffahrt bekräftigt. Angesichts der niedrigen Wasserstände im Sommer unterstreichen beide Seiten die Bedeutung dieses Projekts.
Berlin. Der Bund und das Land Rheinland-Pfalz setzen sich gemeinsam für das Vorantreiben des Großprojekts der Mittelrhein-Vertiefung ein. "Bund und Land ziehen bei der Bewältigung der Niedrigwassersituation an einem Strang", erklärte Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) nach einem Treffen mit der rheinland-pfälzischen CDU-Landtagsfraktion in Berlin. Landesverkehrsminister Achim Schwickert (CDU) ergänzte: "Der Rhein muss auch in Zeiten niedriger Wasserstände eine verlässliche Verkehrsachse bleiben."
Die Planungen für die Vertiefung der Fahrrinne am Mittelrhein sollen zügig voranschreiten, wobei der Bund bei der Umsetzung Tempo machen müsse. Das Projekt der Abladeoptimierung Mittelrhein zielt darauf ab, an dem Flussabschnitt mit seinen Engstellen durchgängig einen gewissen Tiefgang zu gewährleisten. Mehr Tiefgang ermöglicht es den Schiffen, mehr Ladung aufzunehmen.
Lebensader unserer Wirtschaft
Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Dr. Christoph Gensch, erklärt: "Der Rhein ist eine Lebensader für unsere Wirtschaft. Wenn Schiffe wegen Niedrigwasser nur noch einen Teil ihrer Ladung mitnehmen können, geraten Lieferketten, Häfen und Unternehmen unter Druck. Genau deshalb müssen wir den Rhein fit für die Zukunft machen."
Schwickert betonte, dass der Rhein auch bei niedrigen Wasserständen eine zuverlässige Verkehrsroute bleiben müsse. Die Abladeoptimierung stärke die Binnenschifffahrt, entlaste Straßen und Schienen und sichere wichtige Transportketten für die Wirtschaft. Die Landtagsfraktion hob hervor, dass neben der Anpassung der Fahrrinne auch starke Häfen, moderne Schiffe und leistungsfähige Verbindungen zu Schiene und Straße notwendig seien, um den Rhein dauerhaft leistungsfähig zu halten.
(dpa/bearbeitet durch Red)
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