Pressemitteilung vom 12.09.2026 
Auf den Spuren der Industriegeschichte: Die Kolpingsfamilie Wissen erkundet das Walzwerk
Die Wissener Kolpingsfamilie begab sich auf eine Reise in die Vergangenheit der regionalen Industriegeschichte. Unter der Leitung von Stadtführerin Christiane Weber entdeckten die Teilnehmer historische Zeugnisse des einst florierenden Walzwerks.
Wissen. Das Walzwerk hat die Industriegeschichte von Wissen mehr geprägt als jedes andere Unternehmen. In der Siegstadt fand nicht nur das Walzen von Metall statt, sondern auch der gesamte Ablauf von der Förderung des Eisenerzes, dessen Transport und Aufbereitung bis hin zur Verhüttung und Verarbeitung gehörte lange Zeit zur täglichen Arbeit tausender Arbeitskräfte in der Region an der mittleren Sieg.
Heute ist dies Geschichte, doch einige Zeugnisse dieser prägenden Zeit sind noch sichtbar. Neben dem Kulturwerk, dem Gelände der Firma Brucherseifer, der Seilscheibe des Förderturms der Grube "Eupel" in Nisterbrück an der B 62, einem Walzgerüst am historischen Standort im Frankenthal, dem heute vom Ingenieurbüro Brendebach genutzten Verwaltungsgebäude und dem Gedenkort des früheren Zwangsarbeiterlagers gibt es weitere Relikte dieser Ära.
Die Stadt Wissen bietet Führungen durch den Ort an, die die Industriegeschichte beleuchten. Eine solche Führung unternahm kürzlich die Kolpingsfamilie Wissen unter der Leitung von Stadtführerin Christiane Weber. Sie zeigte der Gruppe auch weniger bekannte Hinweise auf die Montanindustrie, wie etwa das Sgraffito am ehemaligen Postgebäude.
Besonderes Interesse weckten die liebevoll gestalteten Modelle des Walzwerks, der alten Hütte und der Walzwerkssiedlung im ehemaligen Laborgebäude. Der Abschluss der Besichtigung führte zur Terrasse des Gebäudes und in den großen Saal des Kulturwerks. Dort überreichte Richard Walter, Vorsitzender der kirchlichen Gemeinschaft, Frau Weber zum Dank ein kleines "Merci".
Am Donnerstag, 22. Oktober 2026, lädt der Wissener Verein um 15 Uhr zu einem weiteren Treffen ein. Am Kulturhaus auf dem Synagogenplatz in der Nachbargemeinde Hamm wird der Weg der "Stolpersteine" erkundet. (PM/KI/Red)
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