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Nachricht vom 22.08.2012    

Schwerer Unfall: Zwei Tote zwischen Steimel und Niederwambach

Ein riesiger Ast fällt auf PKW – Die Insassen, ein Ehepaar aus der VG Puderbach, 41 und 47 Jahre alt, hatte keine Überlebenschance. Die Ursache ist noch völlig unklar. Ein Großaufgebot an Rettungs- und Einsatzkräften von DRK und Feuerwehren aus drei Landkreisen war im Einsatz.

Die beiden Insassen hatten keine Überlebenschance. Fotos: Wolfgang Tischler

Steimel/Niederwambach. Am gestrigen Dienstagabend ging in der Leitstelle Montabaur um 22.01 Uhr die Meldung ein, dass kurz hinter Steimel in Richtung Niederwambach ein Baum auf ein Auto gefallen ist. Ein Feuerwehrmann der Puderbacher Wehr, der quasi in der Nachbarschaft wohnt, eilte nach der Alarmierung direkt zum Unfallort.

Der Mann schilderte gegenüber dem NR-Kurier folgendes: „Als ich ankam standen einige Leute um das Auto. Ein riesiger Ast lag in Höhe des Fahrer- und Beifahrersitzes quer über das Fahrzeug. Das Fahrzeug war bis auf die Sitze eingedrückt. Ich sah zwei Insassen, sie hatten keine Überlebenschance.“

Zwei Notärzte und drei Rettungswagen waren alarmiert und die Puderbacher Feuerwehr. Durch die äußerst schwere Deformierung des Fahrzeugs war nicht zu erkennen, ob sich auf dem Rücksitz noch weitere Personen befanden. Es war schon nach Mitternacht, als Wehrführer Dirk Kuhl erst definitiv vermelden konnte, dass nur zwei Personen im Fahrzeug waren. „So lange haben wir noch nie gebraucht, um Personen aus einem Fahrzeug zu schneiden“, war der Kommentar der Wehr.

Verbandsbürgermeister Volker Mendel stand fassungslos am Straßenrand und verfolgte das Geschehen. Auch die Straßenmeisterei war vor Ort. Die Männer konnten sich nicht erklären, warum der schwere Ast aus zirka zehn Meter Höhe auf das Fahrzeug gestürzt ist. Zu dem Zeitpunkt des Unfalls regnete es zwar leicht, aber es war nur ein leichtes Gewitter in einiger Entfernung und kein starker Wind. Warum der Ast fiel, war allen vor Ort unerklärlich, auch die anwesende Polizei konnte hierzu nichts sagen. Die Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet und wird Ursache versuchen zu ergründen.



Die Puderbacher Wehr, die mit 24 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen vor Ort war, hatte die äußerst undankbare Aufgabe die beiden Leichen zu bergen. Die Polizei Altenkirchen teilte am Mittwoch mit, dass es sich bei den Unfallopfern um ein Ehepaar aus der VG Puderbach handelt, 41 und 47 Jahre alt. Das Fahrzeug, ein Renault Trafic wurde total zerstört.
Der rund 15 Meter lange Ast war in 10 Metern Höhe von dem Baum rechts neben der Straße abgebrochen und mittig auf das Fahrzeug geprallt. Rettungs- und Einsatzkräfte der Feuerwehren und des DRK aus drei Landkreisen waren im Einsatz sowie ein Notfallseelsorger. Die K 134 konnte gegen 2 Uhr für den Verkehr freigegeben werden. Wolfgang Tischler



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