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Nachricht vom 09.09.2012    

GdP kritisiert Berichterstattung

Die Kreisgruppe Neuwied-Altenkirchen der Gewerkschaft der Polizei (GdP) geht mit einer Pressemitteilung zum Thema Raubüberfall auf eine türkische Familie in Betzdorf an die Öffentlichkeit. Die GdP weist die pauschalen Vorwürfe gegen Polistinnen und Polizisten zurück.

Betzdorf/Neuwied. Als "schwer erträglich" bezeichnet Bernd Becker, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in der Polizeidirektion Neuwied, zu der die Polizeiinspektion Betzdorf gehört, die regionale und überregionale Berichterstattung über einen mutmaßlichen "Überfall" und den sich anschließenden Polizeieinsatz Ende August in Betzdorf.

Der Gewerkschafter: "Alle, die sich - einseitig informiert oder in Unkenntnis der Zusammenhänge - jetzt zur Kritik an der Polizei aufgerufen fühlen oder ihr sogar „institutionellen Rassismus“ unterstellen, sollten zumindest die Möglichkeit in Erwägung ziehen, dass die eingesetzten Kolleginnen und Kollegen richtig entschieden und gehandelt haben".

Zu den laufenden Verfahren äußert sich die GdP selbstverständlich nicht.

Becker: "Die Menschen, die in der Polizei arbeiten, nehmen sicher für sich nicht in Anspruch unfehlbar zu sein. Wir weisen aber die pauschalen Vorwürfe einer rassistischen oder fremdenfeindlichen Motivation der Polizei insgesamt und der eingesetzten Polizisten als ungeheuerlich und beleidigend zurück. Wir sind sicher, dass die Staatsanwaltschaft und die ermittelnde Kommission mehr Licht in die Zusammenhänge bringen werden".

Bis dahin - so die Mahnung der GdP - seien alle Beteiligten gut beraten, sich mit strafrechtlich relevanten Vorwürfen zurückzuhalten. Die GdP hofft, dass alle Medien, die jetzt über angebliche Fehler der Polizei berichten, mit dem gleichen Aufwand berichten werden, wenn sich die Vorwürfe als total überzogen oder gar komplett haltlos herausstellen sollten.

Becker abschließend: "Es ist sehr bedauerlich,dass der Vorgang bereits vor einer vollständigen Sachverhaltsklärung in dem jetzt wahrzunehmenden Maße Kreise zieht. Etwas weniger Vorurteile und etwas weniger Drang, alle möglichen Klischees zu bedienen, würden gut tun".

Eine türkische Familie hatte die Polizei zu Hilfe gerufen, weil sie von zwei Unbekannten überfallen werde. Die Polizei hatte nach ihrem Eintreffen den mit einem Messer bewaffneten Familienvater zunächst in Gewahrsam genommen, dann aber als geschädigten Zeugen vernommen. Soweit die Pressemitteilung der GdP.
Anmerkung der Redaktion:
Der AK-Kurier hat zu den Vorgängen um den Raubüberfall auf die türkische Familie bislang nicht berichtet und wird es erst dann tun, wenn es dazu offizielle öffentliche Stellungnahmen der Behörden gibt. Ein Polizeimeldung zum besagten einsatz gab es nicht.(hws)




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