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Nachricht vom 24.09.2012    

Jugendkonferenz beschließt Zukunftsvorschläge

Am Wochenende fand in Mainz die Jugendkonferenz statt, die als Pilotprojekt aus dem Online-Projekt "Jugendforum rlp" der Bertelsmann-Stiftung und der Staatskanzlei Mainz gestartet wurde. Die Ergebnisse werden online zur Abstimmung gestellt. Beeindruckt von den Beiträgen zeigte sich Schirmherr Ministerpräsident Kurt Beck.

Ministerpräsident Kurt Beck diskutierte mit den Jugendlichen im Rahmen des ersten "Jugendforums rlp" und der daraus resultierenden Jugendkonferenz. Fotos: Staatskanzlei

Region/Mainz. Als Höhepunkt des bislang einmaligen Beteiligungsprojektes „jugendforum rlp“ fand an diesem Wochenende die große Jugendkonferenz statt. Mehr als 120 Jugendliche aus ganz Rheinland-Pfalz kamen in der Phönix-Halle zusammen und erarbeiteten aus den Ergebnissen des Online-Pilotprojektes ihre Kernanliegen an die Landespolitik.

Gemeinsam mit Ministerpräsident Kurt Beck, der zugleich Schirmherr des „jugendforum rlp“ ist, sowie der Landesministerin für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen, Irene Alt, diskutierten die Jugendlichen und formulierten ihre Handlungsempfehlungen.

Schirmherr Kurt Beck zeigte sich beeindruckt von der Qualität und Bandbreite der Beiträge und betonte den experimentellen Charakter des Projektes. „Wir wollen erproben, ob die Mischung aus Online- und Offline-Beteiligung von den jungen Leuten angenommen wird. Die Diskussionen im Netz hatten große Tiefe und verliefen zugleich sehr zielführend“, erläuterte Beck. Für ihn seien die Vorschläge und die bei der Jugendkonferenz zusammengefassten Anliegen hochspannend. Sie würden zeigen, dass sich innovative Wege der Beteiligung in jedem Fall lohnen.

Der Ministerpräsident sicherte zu, dass sämtliche Wünsche und Vorschläge des Forums ernsthaft geprüft und nach Möglichkeiten der Umsetzung gesucht werde. Er kündigte dazu einen Ministerratsbeschluss noch in diesem Dezember und die Gründung einer interministeriellen Arbeitsgruppe an.
„Das Projekt überzeugt mich sehr. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einem Teil der politischen Kultur in Rheinland-Pfalz wird“, sagte Ministerpräsident Kurt Beck.

Die Themenbreite der Jugendkonferenz reichte vom Bildungssystem über Fragen der Mobilität bis zur sozialen Gerechtigkeit, Respekt und Toleranz im gesellschaftlichen Miteinander. Viele Anliegen der Jugendlichen beschäftigen sich mit dem sozialen Miteinander in der Schule und einer guten Schulkultur, in der Mobbing keinen Platz hat. Während der vierwöchigen Online-Phase, die am 16. September endete, wurden insgesamt 400 Textbeiträge eingestellt und 1.000 Bewertungen vorgenommen. Die Seite www.jugendforum.rlp.de hatte über 7.300 Besucherinnen und Besucher und über 37.000 Seitenaufrufe.



In der Schlussphase des Partizipationsprojektes wird das aufbereitete Ergebnis der Jugendkonferenz unter der gleichen Adresse vom 26. September bis 3. Oktober 2012 noch einmal online zur Abstimmung gestellt und im November durch das Moderationsteam an die Landesregierung übergeben.

Während der Jugendkonferenz spielten auch Spaß und Vernetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine zentrale Rolle. Bei vielfältigem Rahmenprogramm konnten die Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 22 Jahren ihre Ideen austauschen. Ein Exklusiv-Auftritt der Mainzer Indie-Rock-Band Auletta, die das Bundesland im Jahr 2010 beim Bundesvision Song Contest vertrat und im vergangenen Jahr ihr zweites Album veröffentlichte, rundete die Veranstaltung ab.
Die Kosten für das gesamte Programm hatte der Projektträger Bertelsmann Stiftung übernommen. Ziel des Projektes, das von der Bertelsmann Stiftung und der Staatskanzlei des Landes Rheinland-Pfalz initiiert wurde, ist neben der Formulierung konkreter Handlungsempfehlungen an die Politik auch die Stärkung von Beteiligung und Engagement junger Menschen.


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