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Nachricht vom 26.09.2012    

Kolpingsfamilie Wissen auf Tour im Siegerland

Die Nicolaikirche in Siegen mit ihrer weltberühmten Taufschale, das Siegener Krönchen und die Altstadt standen auf dem Besuchsprogramm der Kolpingsfamilie Wissen. Und zum Finale der Siegerlandtour gab es den Besuch im Museum in Wilnsdorf, der viele beeindruckte.

Die weltberühmte Taufschale der Siegener Nicolaikirche konnte die Wissener Reisegruppe aus der Nähe sehen. Fotos: pr.

Wissen/Siegen. Aufs Angenehmste überrascht waren die Mitglieder der Wissener Kolpingsfamilie mit Bürgermeister Michael Wagener als ihnen Kolpingsmitglied Manfred Steinmann das Siegener Wahrzeichen, das Krönchen, vorstellte. Bis auf die französischen Gäste aus Wissens Partnerstadt Chagny war jedem der Reisegruppe Siegen kein Neuland. Aber was es dann zu sehen gab, das überraschte im besten Sinne des Wortes auch die vermeintlichen Kenner Siegens.

Vom Löhrtorparkhaus aus bummelte die Gruppe durch die malerischen
Flecken der Altstadt hinauf zur Nikolaikirche, wo sie Küster Christian Frankowski empfing, der „seine Kirche“ mit viel Kenntnis und Herz erklärte. Zuerst war es der Kirchenraum, der auch fast ohne Schmuck, „das soll die Gemeinde sein“, durch seine bergende Wärme die Besucher aufnahm.
Die Nikolaikirche, erbaut im frühen 13. Jahrhundert, sei die einzige europäische Kirche nördlich der Alpen mit einem sechseckigen Grundriss, bekamen die Besucher zu hören und waren dann ebenso erstaunt wie begeistert als sie die berühmte vergoldete silberne Taufschale zu sehen bekamen, eine kunstgeschichtliche Rarität.
Diese Taufschale, von Künstlern der Nach-Inkazeit hergestellt, Durchmesser 54 cm, Gewicht 5 Kilo, ist das Prunkstück des Kirchenschatzes der reformierten Kirche Siegens. Diese erhielt die Schale 1658 von Fürst Johann Moritz und verwendet sie seitdem als Taufschale. Fürst Johann Moritz bekam die Schale, zuerst als Handwaschbecken dienendes Nutzgerät, von einem kongolesischen König als er in Brasilien General-Gouverneur der Besitzungen der Niederländischen Westindien-Kompanie war. Da weltweit bekannt, wird diese Taufschale zu besonderen Anlässen ausgeliehen, z.B. 2004 an das Metropolitan Museum of Art in New York.

Dem Nahblick auf das Kunstwerk folgte der Weitblick auf die Krönchenstadt als Küster Frankowski diesen Blick seinen Gästen vom Turm der Nikolaikirche aus bot. „Für mich ist das eine lang ersehnte Uraufführung“ bemerkte Manfred Steinmann. Als Ex-Siegener erklärte er dann Siegens Wandel in seinem historischen Kernbereich. „Siegen wird Uni-Stadt, auch für den Kreis Altenkirchen. Bis Siegen sind es aus Wissen rund 35 Kilometer, bis Bonn und Koblenz ist es doppelt so weit. Siegen ist für uns ein Oberzentrum mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen“.

Klar konturiert in ockergelblichem Ton lag das Untere Schloss, der künftige Campus Siegen Altstadt, den Betrachtern zu Füßen; ebenso der Bereich des einst Städtischen Krankenhauses. Dies wird Nutzfläche der Universität, erhält Gastwohnungen, Wohnungen allgemein und für Studenten. Einige medizinische Einrichtungen bleiben erhalten. Eine Cafeteria wird es auch geben.

Sichtlich beeindruckt setzte die Reisegruppe ihre Fahrt fort. Nächstes Ziel war das Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte in Wilnsdorf, das auf andere Art beeindruckte. Der volkskundliche Bereich gab auf zwei Etagen Einblick in das Leben und die Arbeit in den Dörfern des südlichen Siegerlandes zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Besonders angetan waren die Gäste, die vielen Ausstellungsstücke ohne störende Absperrungen in ihrem jeweiligen Umfeld zu sehen und diese durch die guten Erklärungen einer Führerin regelrecht zu erleben.

Das kulturgeschichtliche Museum, separat, aber im selben Gebäudekomplex untergebracht, überraschte dann noch am meisten, weil man dergleichen nun absolut nicht erwartet hatte. Wer rechnete schon damit, in diesem freundlichen kleinen Provinzort plötzlich einem lebensgroßen Mammut gegenüberzustehen, einer Neandertalfamilie zu begegnen, römischen Gladiatoren, in ferne Länder und Zeiten entführt zu werden.
„Hier muss ich nochmals hin, und da bring’ ich die Enkelcher mit“, war anerkennend oft zu hören. Der Vorsitzende der Wissener Kolpingsfamilie, Richard Walter, packte in seinen Dank an den Organisator Manfred Steinmann in der freundlichen Cafeteria des Museums die Hoffnung, dass es im so nahen Siegerland noch weitere Kostbarkeiten zu entdecken gebe und überreichte als Dank und Motivierung einen Kolping-Regenschirm.


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