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Nachricht vom 16.10.2012    

SPD setzt sich für die Nutzung Erneuerbarer Energien ein

Die SPD-Kreistagsfraktion diskutierte mit MdB Sabine Bätzing-Lichtenthäler die Vorschläge von Umweltministers Peter Altmaier, in dessen Klimaschutzkonzept ein Schuss vor den Bug für die Energiewende zu sehen ist. Die Fraktion und die Abgeordnete sind sich einig, dass dezentrale Strukturen für Kreis von großer Bedeutung sind.

Kreis Altenkirchen. „Die Ausbauziele des Erneuerbaren Energien-Gesetzes (EEG) dürfen nicht begrenzt werden“. Darin waren sich die SPD-Kreistagsfraktion und MdB Sabine Bätzing-Lichtenthäler absolut einig. Sie sind darüber verärgert, was Umweltminister Peter Altmaier beim Erneuerbare Energien-Gesetz neu regeln will. Er hat vorgeschlagen, bis 2020 nur noch 35 bis 40 Prozent als Ausbauziel zu erreichen.
„Das ist viel zu wenig. Wir wollen dezentrale mittelständische und kommunale Strukturen“, so Bernd Becker, Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion.
„Besonders ärgerlich ist, dass Peter Altmaier mit seinen Vorschlägen nun voll auf die Bremse tritt. Dabei hat er selbst das EEG als Erfolgsgeschichte bezeichnet, das in über 50 Ländern kopiert wird“, ergänzt MdB Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Ausgerechnet die günstigste erneuerbare Energiequelle, die Windkraft an Land, will Altmaier deckeln.
„Für Strom, den wir vor Ort erzeugen und verbrauchen, sind keine teuren Trassen von Nord nach Süd notwendig. Die Vorschläge von Altmaier dienen nur den großen Stromkonzernen. Das torpediert auch unsere Bemühungen im Kreis Altenkirchen“, so die Abgeordnete weiter.
Wenn die Erneuerbaren Energien nur langsam ausgebaut werden, müssen fossile Kraftwerke die entstehende Lücke schließen. Da solche Kraftwerke eine Laufzeit von 40 Jahren haben, ist das auch nicht mit den Zielen der Bundesregierung vereinbar. Im Falle von kürzeren Laufzeiten würde es dann zu hohen Entschädigungszahlungen kommen.
„Das kann niemand wirklich wollen“, so Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Würden die fossilen und atomaren Energien nicht mehr subventioniert, wären die Erneuerbaren Energien schon heute wettbewerbsfähig.

Die Europäische Vereinigung für erneuerbare Energien e.V. Eurosolar, dessen Ehrenpräsident der verstorbene SPD Energieexperte Dr. Hermann Scheer ist, spricht gar von einem EEG-Putsch gegen jede wirtschaftliche Vernunft. Eine Deckelung für einzelne Erneuerbare Energien bedeute das abrupte Ende der dezentralen Energiewende und das Aus für eine neue Wirtschaft, die für Deutschland dauerhaft Wohlstand und bezahlbare Energiepreise sichern kann.
Die mittelständische Wirtschaft, Energiegenossenschaften, Handwerker, Land- und Forstwirtschaft, Kommunen, Stadtwerke, Maschinenbauunternehmen, die anlagenproduzierende Industrie und die Bürgerinnen und Bürger sind die Träger der dezentralen Energiewende. Durch sie entsteht Wertschöpfung vor Ort. Viele Arbeitsplätze sind dadurch entstanden, die nun gefährdet sind. Eine Verlangsamung der Energiewende nützt nur den großen Energiekonzernen.
„Wir werden uns im Kreis Altenkirchen weiter dafür einsetzen, die Erneuerbaren Energien auszubauen und zu nutzen“, sind sich die Kreistagsfraktion und die Abgeordnete einig.



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Kommentare zu: SPD setzt sich für die Nutzung Erneuerbarer Energien ein

1 Kommentar

Hier zeigt sich mal wieder das MdB Bätzing-Lichtenthäler wieder Stellung bezieht ohne sich wirklich Informiert zu haben. Minister Altmaier verlangsamt auch nicht die Energiewende. Der Ausbau der Erneubaren Energie ist weit vor dem eigentlichen Soll. Dadaurch ergeben sich mehrere Probleme. 1. Durch den unkoordinierten Ausbau von Wind- und Solarenergie entstehen auf absehbare Zeit an einigen Stellen Engpässe an anderen ein Überangebot. Deswegen benötigt Altmaier Zeit um den landesweiten Ausbau zu koordinieren. 2. Je Größer der Vorsprung zum Soll ist, desto höher sind auch die Kosten für die Strom- und Steuerzahler. 3. Die Technik für die Speicherung der Wind- und Solarenergie ist nocht nicht Effizient genug und Bedarf noch einiger Jahre Entwicklungszeit.
#1 von Chris Lichtenthäler, am 16.10.2012 um 14:19 Uhr

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