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Nachricht vom 19.10.2012    

SPD lud zum Herbstempfang nach Berod

Am Freitagabend hatte die SPD Kreistagsfraktion zur Delegiertenwahl zum Landesparteitag zur Aufstellung der SPD-Landesliste zur Bundestagswahl 2013 sowie zum diesjährigen Herbstempfang ins Bürgerhaus in Berod eingeladen. Dabei standen auch einige Ehrungen auf der Tagesordnung.

Vier Delegierte empfingen im Rahmen des Herbstempfangs der SPD eine Ehrung: MdL Thorsten Wehner, MdB Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Anneliese Pirker, OV Wallmenroth, Heinz-Günter Scheel, OV Daaden, Europaparlamentsabgeordneter Norbert Neuser, Matthias Hermann, OV Herdorf und Kreisvorsitzender Andreas Hundhausen (v.l.). (Fotos: Bianca Klüser)

Berod. Die SPD Kreistagsfraktion durfte am Freitagabend knapp 70 Delegierte im Bürgerhaus in Berod begrüßen, wo neben der Delegiertenwahl zum Landesparteitag zur Aufstellung der SPD-Landesliste zur Bundestagswahl 2013 auch der diesjährige Herbstempfang stattfand.

Die anwesenden Delegierten gaben im Rahmen der Delegiertenwahl ihre Stimmen ab. Während der Auszählung richtete der SPD-Kreisfraktionsvorsitzende, Bernd Becker, einige Wort an die Versammlung. Die Kreistagsfraktion im Kreis Altenkirchen sehe sich mit der Frage konfrontiert, wie man ohne Mehrheit etwas erreichen kann. Entweder sei der Weg der Diplomatie zu wählen oder der der parlamentarischen Verfahrensweise. Einer von vielen gestellten Anträgen sei der zum Übergang von Anbietern genutzten Flächen in den kommunalen Besitz. Nur so, so Becker, könne man neuen Anbietern eine Chance bieten und den Wettbewerb ankurbeln.

Im Anschluss trat MdL Thorsten Wehner ans Rednerpult, um über aktuelle Themen aus dem Mainzer Landtag zu berichten. Zunächst kam der Abgeordnete in diesem Zusammenhang auf die in Malu Dreyer und Roger Lewentz gefundenen Nachfolger von Ministerpräsident Kurt Beck zu sprechen. Mit diesen habe man, so Wehner, eine gute Kombination gefunden, mit der man zukünftig erfolgreich Politik führen könne. „Die CDU wird in Rheinland-Pfalz bald dastehen wie der Kaiser ohne Kleider“, so der Abgeordnete. Man wolle im Zusammenhang mit der Energiewende versuchen, diese zu demokratisieren, sodass sich aus ihr ein Profit für Bürgerinnen und Bürger ergebe. Auch die kommunale Verwaltungsreform, die aktuell im Landkreis besonders die Stadt Herdorf betrifft, sei ein ernstzunehmender Bereich. Man dürfe keinesfalls in dem Glauben verharren, die Landesregierung werde ihre Vorhaben in diesem Bereich nicht durchziehen.

Anschließend gab Ulf Imhäuser die Ergebnisse der Delegiertenwahl bekannt.
Gewählt wurden:
Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ortsverein Hamm, 56 Stimmen;
Bernd Becker, Ortsverein Gebhardshain, 53 Stimmen;
Bernd Brato, Ortsverein Betzdorf, 35 Stimmen;
Rainer Düngen, Ortsverein Altenkirchen, 26 Stimmen;
Andreas Hundhausen, Ortsverein Kirchen, 44 Stimmen;
Horst Klein, Ortsverein Altenkirchen, 34 Stimmen;
Jacqueline Löhr, Ortsverein Niederfischbach, 22 Stimmen;
Anka Seelbach, Ortsverein Altenkirchen, 28 Stimmen;
Kirsten Sellbach, Ortsverein Altenkirchen, 25 Stimmen;
Thorsten Wehner, Ortsverein Wissen, 48 Stimmen.

Es folgte die Überleitung zum Herbstempfang, womit das Rednerpult freigegeben war für Norbert Neuser, Europaparlamentsabgeordneter des Landes Rheinland-Pfalz. Dieser sprach zu Beginn dreifachen Dank und Glückwunsch aus, zunächst der Kreistagsfraktion für die Ausrichtung des Herbstempfangs, dann zum Übergang von Kurt Beck zu Malu Dreyer und Roger Lewentz und schließlich allen Europäern. „Wir alle sind Teil des Friedensnobelpreises“, so Neuser. Es gelte nun die Menschen von der Idee „Europa“ zu überzeugen und sie dafür zu begeistern. Europa habe nach wie vor mit der Krise zu kämpfen. „Die ist eine Krise des Finanzmarktes und der Banken“, so der Abgeordnete und verwies auf einige Beispiele. Scharfe Kritik über Neuser in diesem Zusammenhang an der Bundesregierung unter Angela Merkel: „Helmut Kohl und Helmut Schmidt hätten keine Mitglieder in ihrer Bundesregierung gehabt, die Mobbing gegen Griechenland betreiben.“ In den Sozialdemokraten sei, auch in Anbetracht der Tatsache, dass auch die CSU bereits ihre Kettenhunde losgelassen habe, der Rettungsanker Europas zusehen. Es gelte weiterhin stark daran zu appellieren, was sozialdemokratische Politik in Europa bedeute und welche Grundwerte diese Politik beinhalte. „Was wäre den Menschen erspart geblieben, wenn wir eine starke Sozialdemokratie in der Weimarer Republik gehabt hätten“, so Neuser und weiter, bezugnehmend auf die heutige Zeit, „Frau Merkel muss endlich merken, dass Zeit mit einem Partner wie Sarkozy vorbei sind.“ Wachstum sei für Europa eine maßgebliche Voraussetzung, um jungen Menschen eine Perspektive bieten zu können. Dazu bedürfe es Geld und sinnvoller Investitionen. Neuser bestätigte außerdem die von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück beschriebene Wichtigkeit eines demokratiekonformen Marktes. „Ich glaube wir können und werden Angela Merkel und diesem Neoliberalismus die Stirn bieten“, so Neuser und wünschte nach der Verlesung eines Zitats von Willi Brandt der SPD alles Gute für den Herbst und die danach kommende Zeit.

Es folgte die Verlesung der Namen der zu ehrenden Delegierten, die von MdB Sabine Bätzing-Lichtenthäler, dem SPD-Kreisvorsitzenden Andreas Hundhausen und dem Europaparlamentsabgeordneten Norbert Neuser eine Urkunde und ein weiteres Präsent erhielten.
Geehrte für ihr langjähriges Engagement wurden:
Heinrich Seelbach, Ortsverein Altenkirchen;
Heinz-Günter Scheel, Ortsverein Daaden;
Matthias Hermann, Ortsverein Herdorf;
Anneliese Pirker, Ortsverein Wallmenroth.

Nach der Ehrung entließ der SPD-Kreisvorsitzenden Andreas Hundhausen die Versammlung ins Wochenende. (bk)


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