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Nachricht vom 26.10.2012    

Mittelstand will dezentrale Energieversorgung

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) sammelt der derzeit Unterschriften in den Betrieben und bei der Bürgerschaft für bezahlbaren und nachhaltigen Strom. Während Großkonzerne von den EEG-Zuschlägen befreit werden, müsse die mittelständische Wirtschaft und die Bürger die hohen Kosten tragen.

Siegen/Region Westerwald. „Die Stromkosten für Verbraucher und mittelständische Unternehmen sind in den vergangenen zehn Jahren sprunghaft gestiegen. Eine weitere Erhöhung des Strompreises schadet dem Mittelstand und seinen Mitarbeitern – besonders in unserer hiesigen, fertigungsorientierter Wirtschaft. Deshalb fordern wir sofort eine spürbare Senkung des staatlichen Anteils von rund 45 Prozent am Strompreis.“ Dies erklärte Rainer Jung, Bezirksgeschäftsführer Südwestfalen/LDK-Nord/Westerwald des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW).

Der Mittelstandsverband sammelt in diesen Tagen Unterschriften bei Betrieben und Bürgern im Siegerland und den Nachbargebieten für bezahlbaren, sicheren und nachhaltigen Strom. Das Ziel ist eine Energieversorgung so dezentral wie möglich, so zentral wie nötig.
„Die Politik muss die Rahmenbedingungen setzen, um die Chancen der Energiewende für die Wirtschaft zu nutzen und die Verbraucher zu entlasten“, betonte Jung. Dazu gehören neben der Senkung des staatlichen Anteils am Strompreis eine verbrauchernahe Energieerzeugung und verstärkte Forschung bei Erzeugung und Speicherung.
Die BVMW-Aktion stoße auf breite Zustimmung in der Wirtschaft, so der Verband in einer Pressemitteilung, denn der Mittelstand frage sich, weshalb Großunternehmen z. B. von den EEG-Zuschlägen befreit werden, um mittelständische Betriebe und die Bürger damit zusätzlich zu belasten.

Hier die Texterläuterung der Petition

FÜR BEZAHLBAREN UND NACHHALTIGEN STROM
Strom muss für alle Verbraucher bezahlbar, verfügbar und nachhaltig sein.
Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und als Stromverbraucher und Produzent von Energieanlagen von der Energiewende betroffen. Eine weitere Erhöhung des Strompreises schadet dem Mittelstand und seinen Mitarbeitern. Wir lehnen es ab, dass auch die Risiken für den Offshore-Ausbau in der Nordsee auf die Verbraucher abgewälzt werden sollen.

Wir fordern:
• für bezahlbare Strompreise sofort den staatlichen Anteil spürbar zu senken.
• Strom vermehrt dort zu erzeugen, wo er verbraucht wird.
• die Forschung zur Stromerzeugung und Speicherung zu unterstützen, ohne eine Technologie zu bevorzugen.
Eine Neujustierung der Energiepolitik, so dezentral wie möglich, so zentral wie nötig, ist erforderlich. So können die Chancen der Energiewende besser genutzt werden.

Begründung:
In den letzten 10 Jahren sind die Stromkosten für Verbraucher und mittelständische Unternehmen kontinuierlich gestiegen. Diese Entwicklung muss aufgehalten werden.
Werden die Chancen der Energiewende genutzt, bleibt Strom für alle verfügbar, bezahlbar und die Umweltqualität steigt. Denn Wind und Sonne stehen direkt und kostenfrei zur Verfügung.
Die Energiewende gelingt, wenn die zukünftige Energieversorgung „so dezentral wie möglich und so zentral wie nötig“ ausgestaltet wird.
Um die Chancen für die Wirtschaft zu nutzen und die Bürger zu entlasten, muss die Politik die richtigen Rahmenbedingungen setzen.

Ein dezentralerer Energiemix bedeutet:
• Die Kosten des Übertragungsnetzausbaus werden reduziert, denn Strom wird dort erzeugt, wo er auch verbraucht wird.
• Die Abhängigkeit von Großanlagen der Energiekonzerne wird verringert.
• Eine höhere Transparenz und größere Akzeptanz durch die Bevölkerung wird erreicht.
• Nachhaltige und regionale Strukturen entstehen.
• Regionale Schwankungen können durch ein regionales Lastmanagement ausgeglichen werden.

Damit Strom auch kurzfristig bezahlbar bleibt, fordert der BVMW, sofort den staatlichen Anteil von rund 45 Prozent am Strompreis (Endverbraucher) spürbar und dauerhaft zu senken. Langfristig empfehlen wir die Einführung eines Stetigkeitsanreizes, um regelbare Kombinationen von konventionellen und regenerativen Erzeugungsanlagen mit Speichern zu fördern. Das ausführliche Energiekonzept des BVMW unter: www.bvmw.de/politik/energie.html



Kommentare zu: Mittelstand will dezentrale Energieversorgung

1 Kommentar
Wir freuen uns über jeden Verbündeten. Die Energieversorgung muss dezentraler, demokratischer und kommunaler werden. Nordsee- und Sahara-Projekte sollen uns nur vorgaukeln, dass "es" nur die großen E-Unternehmen können. Die Chancen liegen an Land, sie liegen im Land, sie liegen auch im Kreis Altenkirchen. Die kommunale Familie ist gefordert, ihre Verantwortung wahrzunehmen.
#1 von Bernd Becker, Sprecher SPD-Kreistagsfraktion AK, am 28.10.2012 um 07:16 Uhr

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