Werbung

Region |


Nachricht vom 18.01.2008    

Bätzing ist empört über Nokia

Empört über die Entscheidung des finnischen Handy-Herstellers Nokia, das Bochumer Werk, in dem über 2300 Arbeitnehmer beschäftigt sind, zu schließen und nach Rumänien zu verlagern, hat die heimische Bundestagsabgeordnete Sabine Bätzing (SPD) ihre Empörung ausgedrückt. In einer Pressemitteilung spricht sie von unfairem Verhalten des Handy-Konzerns.

nokia in bochum

Region. Mit großer Empörung hat die Bundestagsabgeordnete und Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, die Entscheidung von Nokia über die Unternehmensverlagerung nach Rumänien aufgenommen. "Ich bin erschüttert, dass man die Belegschaft vor vollendete Tatsachen stellt und auf keinerlei Gesprächsangebote eingeht", kommentiert Bätzing die Entscheidung und Haltung des finnischen Unternehmens. "Weiterhin ist es gesellschaftlich nicht vermittelbar, einen Standort, der schwarze Zahlen schreibt, zu schließen", fügte sie noch hinzu. Das Unternehmen hatte vor einigen Tagen bekannt gegeben, die Produktion aus Deutschland nach Rumänien zu verlagern. Die 2300 Beschäftigten am Standort Bochum würden damit ihren Arbeitsplatz verlieren. Auch würden viele Arbeitsplätze bei Zulieferern gestrichen.
Bätzing hat die Geschehnisse aus den letzten Tagen auch zum Anlass genommen, den Aufsichtsratsvorsitzenden Sundbäck per Brief anzuschreiben und die Richtigkeit der Unternehmensentscheidung in Zweifel zu stellen. "Deutschland ist ein lukrativer Markt für Handyhersteller und man sollte die Macht der Konsumenten dabei nicht unterschätzen", so Bätzing, die übrigens selbst ein Nokia-Handy besitzt. Sollte die Entscheidung des Unternehmens nicht rückgängig gemacht werden, will sie zukünftig bei der Auswahl eines Handys sehr gut überlegen, ob es nochmals ein Nokia-Modell sein wird.
Auch die nordrhein-westfälische SPD hat bereits zu einem Boykott gegenüber Nokia aufgerufen und sammelt im Internet (www.nrwspd.de/nonokia) Stimmen für einen gesellschaftlichen Widerstand gegen die Schließung des Werkes.


Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Region


Herausforderungen zwischen Beruf und Pflege meistern

Die Agentur für Arbeit Rhein-Wied-Westerwald bietet eine Online-Veranstaltung an, die sich mit der Vereinbarkeit ...

Das Forstamt Hachenburg feierte mit vielen Besuchern den "Tag der offenen Tür"

Ganz schön was los war am Sonntag (16. August 2026) auf dem Gelände des Forstamts Hachenburg und dem ...

2. Aktualisierung: Waldbrand bei Gebhardshain - Westerwaldschule bleibt Montag zu

Ein Feuer auf einem Kleinspielfeld bei Gebhardshain hat sich zu einem großflächigen Waldbrand entwickelt. ...

Inklusion in Flammersfeld: Werkstatt für beeinträchtigte Menschen feiert 30-jähriges Bestehen

Seit nunmehr 30 Jahren besteht die Werkstatt für beeinträchtigte Menschen der Lebenshilfe am Standort ...

Magischer Lichterglanz zum 75. Jubiläum: Waldbreitbach feiert ein fulminantes "Wied in Flammen"

Am Samstagabend verwandelte sich das idyllische Wiedufer in Waldbreitbach in ein funkelndes Lichtermeer. ...

Nächtlicher Gebäudebrand in Betzdorf: Mehrere Räume wurden völlig zerstört

Ein Großaufgebot der Freiwilligen Feuerwehren Betzdorf und Wallmeroth war in der Nacht zu Samstag an ...

Weitere Artikel


Armut auch in der VG Wissen?

Die CDU im Verbandsgemeinderat Wissen möchte, dass dieser sich mit dem Thema Armut in der VG beschäftigt. ...

Dr. Axel Bittersohl führt Kreis-FDP

Dr. Axel Bittersohl (Kirchen) ist neuer Vorsitzender der FDP im Kreis Altenkirchen. Er wurde am Samstag ...

Wissen auf alten Fotos entdecken

"Gehen Sie auf Entdeckungsreise", forderte Mitorganisator Winfried Möller-Rosenbaum am Samstagabend ...

Es geht um EU-Bürokratieabbau

Um Bürokratieabbau geht es in einer Veranstaltung des Kreisverbandes der Europa Union am 26. Januar in ...

SPD inspizierte Baumschulweg

Über die Baustelle am Baumschulweg in Kirchen informierten sich die örtlichen Sozialdemokraten bei Vertretern ...

Heimische Prinzen in Mainz

Mit Gefolge waren die Karnevalsprinzen Frank I. aus Herkersdorf und Jens I. aus Herdorf zum Prinzenempfang ...

Werbung