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Nachricht vom 03.11.2012    

Sozialdemokraten diskutierten über "Anschluss Zukunft"

Der SPD-Kreisverband Altenkirchen will die Verbesserung in der Straßeninfrastruktur im Landkreis nicht auf Autobahnanbindungen reduzieren. Daher diskutierten die Sozialdemokraten kürzlich im Sportlerheim in Eichelhardt mit dem IHK-Beiratsvorsitzenden Dr. Ulrich Bernhardt über Kampagne.

Diskutierten über die Kampagne „Anschluss Zukunft“ (von links): SPD-Kreisvorsitzender Andreas Hundhausen, MdB Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Dr. Ulrich Bernhard (IHK) und Kreistagsfraktionssprecher Bernd Becker. (Foto: pr)

Eichelhardt/Kreisgebiet. Der SPD-Kreisverband begrüßt die von Unternehmern und anderen Persönlichkeiten aus der Region getragene Kampagne „Anschluss Zukunft“ zur Verbesserung der Straßeninfrastruktur im Landkreis. Der Vorsitzende des IHK-Beirates für den Kreis Altenkirchen, Dr. Ulrich Bernhardt, war der Einladung der Kreis-SPD gefolgt und stellte das von IHK und HWK initiierte Projekt im Rahmen der jüngsten Sitzung des Kreisvorstandes im Sportlerheim in Eichelhardt vor.

Dr. Bernhardt verwies in seinem Vortrag auf die Erkenntnisse aus verschiedenen IHK-Umfragen bei den Unternehmen in der Region Westerwald-Sieg. Demnach sei die mangelhafte Straßeninfrastruktur ein wesentlicher Standortnachteil für die heimische Wirtschaft. Auf diese Problematik und die damit verbundenen Auswirkungen wolle man mit der Kampagne aufmerksam machen. Dabei habe man in der zurückliegenden Zeit schon Gehör für das Thema in Mainz gefunden, erklärte Dr. Bernhardt mit Blick auf die sachlichen Gespräche mit dem Verkehrsministerium. Er nannte als erfolgreiches Beispiel die höhere finanzielle Unterstützung des Landes für den Kreisstraßenbau. Auch der angelaufene Ausbau der B 256 sei ein wichtiger Baustein für die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. „Uns geht es darum, das vorhandene Straßennetz zu ertüchtigen, um eine schnellere Anbindung an die Autobahnen zu erreichen“, erklärte der IHK-Beiratsvorsitzende und erteilte damit gleichzeitig Diskussionen um eine Westerwaldautobahn eine klare Absage.

Das Projekt lege den Fokus auf die Bundesstraßen B 8, B 414 und B 62 als Hauptverkehrsachsen und Zubringer zu den Autobahnen. Hier hätten sich die Sozialdemokraten deutlichere Akzente auf den „miserablen Zustand der Kreisstraßen“ gewünscht. Dieser werde auch von Unternehmerseite immer wieder als zentraler Kritikpunkt angeführt, so der SPD-Kreisvorsitzende Andreas Hundhausen. Er bekam damit grundsätzlich Zustimmung vom IHK-Beiratsvorsitzenden. Man müsse sich aber bei der Kampagne, die vor allem überregional den Handlungsbedarf einfordere, auf wenige eingängige Highlights konzentrieren, so Dr. Bernhardt, und die weiteren Themen auf den Arbeitsebenen in Kreis und Land mit voranbringen.

Bernd Becker, Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion, hielt die einseitige Fokussierung des Projektes auf das Straßennetz für zu kurz gegriffen. Die Zukunft des Kreises Altenkirchen definiere sich nicht nur über die Entfernungen zu den Autobahnen, sondern beispielsweise auch über die Entwicklung der Wohn- und Lebensqualität oder die Angebote im Bildungs- und Gesundheitsbereich, so Becker.
Die Bundestagsabgeordnete und stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Sabine Bätzing-Lichtenthäler dankte der IHK für den Anstoß zur Kampagne. Sie wertete positiv, dass von Unternehmerseite ein deutliches Bekenntnis vorliege, sich aktiv in die weitere Entwicklung einbringen zu wollen. Gleichzeitig plädierte sie dafür, die vorhandenen Stärken im Kreis nicht auszublenden. Schwachpunkte erkennen sei wichtig und gut. Aber es sei nicht hilfreich, sich selbst öffentlich schlecht zu reden, so die SPD-Politikerin und erhielt dafür die Zustimmung der Anwesenden.



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Kommentare zu: Sozialdemokraten diskutierten über "Anschluss Zukunft"

1 Kommentar

Ich finde es gut das die SPD im Kreis Altenkirchen endlich erkennt das die Infrastruktur im Kreis sehr schlecht ist. Aber sehr spät. Die CDU versucht hier verzweifel schon seit Jahren Verbesserungen zu erreichen. Aber durch die blockade der roten Landesregierung lassen sich hier kaum Fortschritte erzielen. Selbst die Junge Union Kreis Altenkirchen hat dieses Thema schon lange und ausgiebig diskutiert. Engstellen wurden von CDU und Junge Union besichtigt, Gespräche mit Verantwortlichen geführt. Bestes Beispiel für das Versagen der Landesregierung im Bereich der Infrastruktur in RLP ist die B10 bei Pirmasens. Die Bundesregierung stellt Gelder zum Ausbau zur Verfügung und die Landesregierung schafft kein Baurecht. Infrastruktur ist einer der wichtigsten Grundbausteine für Fortschritt und wirtschaftliche Entwicklung. Ich hoffe das die Kreis SPD ihre Vorstellungen in die Landesregierung hineintragen kann und so für ein Umdenken innerhalb der Landesregierung herbeiführen. Die Forderugen der CDU stoßen bei der Landesregierung auf taube Ohren obwohl sie die Infrastruktur in RLP erheblich verbessern würden.
#1 von Chris Lichtenthäler, am 05.11.2012 um 11:32 Uhr

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