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Nachricht vom 07.11.2012    

Nisterbrücke bei Thal wieder offiziell freigegeben

Nach siebenmonatiger Bauzeit wurde die Nisterbrücke bei Thal am Mittwochnachmittag im Rahmen der offiziellen Verkehrsfreigabe, zu der Landrat Michael Lieber und der leitende Baudirektor Ulrich Neuroth des Landesbetriebes Mobilität Diez eingeladen hatten, wieder eröffnet. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf rund 1,1 Millionen Euro.

Auf Einladung von Landrat Michael Lieber (dritter von links) und des leitenden Baudirektoren Ulrich Neuroth des LBM Diez (dritter von rechts) hatten sich zahlreiche Gäste zur Verkehrsfreigabe auf der Nisterbrücke bei Thal zusammengefunden. (Fotos: Bianca Klüser)

Roth-Thal. Die Nisterbrücke bei Thal, die das Bindeglied zwischen den Kreisstraßen K48 und K133 darstellt, war in den vergangenen 7 Monaten gesperrt. Nach Abschluss der dort getätigten Bauarbeiten erfolgte am Mittwochnachmittag die offizielle Verkehrsfreigabe, zu welcher Landrat Michael Lieber und der leitende Baudirektor Ulrich Neuroth des Landesbetriebes Mobilität Diez eingeladen hatten.

Seit Anfang April war die Nisterbrücke bei Thal zwecks des Ausbaus der Kreisstraßen K48 und K133 gesperrt. Im Rahmen der umfangreichen Baumaßnahmen wurde zusätzlich die bestehende, über die Jahre jedoch marode gewordene Brücke abgerissen und komplett neu aufgebaut, da eine sichere Querung des Flusses nicht länger möglich war.

„Vielen Dank allen, die hier beteiligt waren“, so Landrat Michael Lieber mit Blick auf die durchgeführten Bauarbeiten. In diesem Zusammenhang sei sowohl den Baufirmen Koch und Meyer, die maßgeblich an der Durchführung der Arbeiten beteiligt waren, ein großes Dankeschön auszusprechen, ebenso dem Landesbetrieb Mobilität Diez für die vorangegangene Planung des Projektes sowie den zahlreichen Anwohnerinnen und Anwohnern, von denen großes Verständnis für die durchzuführende Maßnahme aufgebracht worden sei.

„Wir freuen uns über jede Maßnahme“, erklärte der leitende Baudirektor Ulrich Neuroth des Landesbetriebes Mobilität Diez im Anschluss, wies gleichzeitig auf den enormen Kostendruck hin, der oftmals mit den durchzuführenden Maßnahmen einhergehe.

Dr. Kai Mifka, Leiter der Brückenbauabteilung des Landesbetriebs Mobilität in Diez, fügte hinzu: „Wir als Brückenbauer haben viel zu tun im Kreis Altenkirchen.“ Dabei sei es wichtig, dass Bürgerinnen und Bürger der von den Maßnahmen betroffenen Gemeinden Verständnis für diese aufbringen. Die Mitarbeiter seien stets mit Herzblut bei der Arbeit und nicht darauf aus, Anwohnerinnen und Anwohnern absichtlich durch Vollsperrungen Steine in den Weg zu legen, so Mifka.

„Brücken verbinden“, so Verbandgemeindebürgermeister Rainer Buttstedt und befand die neu errichtete Brücke als ein schönes Bauwerk. Gleichzeitig verwies er mit Blick in die Vergangenheit darauf, dass das Projekt anfangs nicht unumstritten war. „Ich bin für jeden Meter Straße dankbar, der gemacht wird“, so Buttstedt weiter und begrüßte freudig die wieder neu durch diese Brücke geschaffene Verbindung zwischen den Verbandsgemeinden Hamm und Wissen.



Dem stimmte auch Verbandsgemeindebürgermeister Michael Wagener zu, der sogleich noch einmal all denen ein herzliches Dankeschön aussprach, die sich im Rahmen der Baumaßnahmen engagiert haben. Die Pflege der Infrastruktur trage maßgeblich dazu bei, die Region als Wohnort für Menschen attraktiv zu gestalten und dadurch deren Lebensqualität ein Stück weit zu erhöhen.

Die neu errichtete Brücke umfasst eine Gesamtspannweite von knapp 50 Metern und hat im Gegensatz zu dem alten Bauwerk nur noch einen außermittig angeordneten Pfeiler, wodurch ein erhöhter Durchflussquerschnitt für die Nister und eine elegante Optik erreicht wurden.
Zusätzlich erfolgte der Ausbau der K48 vom Ortsausgang Thal bis zur Einmündung in die K133 auf einer Länge von 335 Metern auf eine Fahrbahnbreite von fünf Metern. Ebenso wurde ein 240 Meter langer Abschnitt der K133 auf eine Regelfahrbahnbreite von fünf Metern ausgebaut, im Einmündungsbereich der K48 auf 5,5 Meter.

Aufgrund der Lage des Baufeldes im Bereich des FFH-Gebietes „Nistertal und Kroppacher Schweiz“ sowie im Landschaftsschutzgebiet „Nistertal“ war das Projekt aus naturschutzfachlicher Sicht von hoher Brisanz. Aufgrund des Flussmuschelvorkommens im Bereich der Brücke wurden vor Beginn der Bauarbeiten zum Schutz der Art Muscheln entnommen und an sicheren Stellen der Nister ausgesetzt. Zusätzlich wurden zum Schutz der heimischen Fischarten Vergrämungsmaßnahmen durchgeführt.

Von den Gesamtkosten des Projektes, die sich auf rund 1,1 Millionen Euro belaufen, hat der Landkreis Altenkirchen 750.000 Euro in die Brückenbauarbeiten und 350.000 Euro in den Straßenausbau investiert. Das Land Rheinland-Pfalz hat den Kreis mit einem Anteil von 70 Prozent unterstützt.

Im Anschluss an die offizielle Verkehrsfreigabe waren alle Gäste herzlich zu einer kleinen Feierrunde in den nahegelegenen Hahnhof eingeladen. (bk)


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