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Nachricht vom 25.11.2012    

Nister über Flussvertrag schützen

Die Nister, das kleine Nebenflüsschen der Sieg, hat bereits einige seltene Bewohner die es schützen gilt. Im Rahmen einer Veranstaltung in Hachenburg regte Umweltstaatssekretär Thomas Griese einen Flussvertrag für die Nister an.

Hachenburg/Wissen. Einen so genannten Flussvertrag für die Nister hat Umweltstaatssekretär Thomas Griese angeregt: „Nach dem Vorbild der erfolgreichen Flusspartnerschaft Our in der Eifel sollten sich damit alle Kommunen, Verbände und Landnutzer dazu bekennen, an der Nister den guten ökologischen Zustand nach der europäischen Wasserrahmenrichtlinie gemeinsam anzustreben“, sagte Griese bei einer vom Umweltministerium initiierten Informationsveranstaltung am Donnerstag in Hachenburg. Er forderte die anwesenden Vertreter der Kommunen auf, dahingehend enger zusammen zu arbeiten und kündigte die Unterstützung der Landesregierung an.

Griese wies darauf hin, dass die Nister mit seltenen Bewohnern wie Flussperlmuschel, Bachmuschel und Lachs ein einzigartiger Lebensraum sei, den es zu erhalten gelte. Die Wasserqualität des Nebenflüsschens der Sieg im Westerwald sei allerdings nicht zufriedenstellend.
„Unser Ziel muss es sein, die Durchgängigkeit und die Gewässerstrukturen der Nister weiter zu verbessern, die Algenbildung einzudämmen sowie die Belastung durch die Landwirtschaft und kommunale Einleitungen zu reduzieren“, so der Staatssekretär.
Die Landesregierung wolle dazu beitragen, die bereits laufenden Aktivitäten im Rahmen der „Aktion Blau Plus“ zu bündeln und ein Gesamtkonzept zur Qualitätsverbesserung und Renaturierung der Nister zu erarbeiten: „Naturnahe, saubere Gewässer sind auch eine Bereicherung des Landschaftsbildes und tragen damit zur Lebensqualität der Menschen vor Ort sowie zur touristischen Entwicklung bei.“
Griese berichtete, dass die Landesregierung aktuell bereits 25.000 Euro im Jahr für Projekte zum Erhalt der Muscheln an der Nister ausgebe. Zudem profitiere die Nister von dem internationalen Programm „Lachs 2020“, für das in Rheinland-Pfalz jährlich rund 230.000 Euro zur Verfügung stehen. Zudem erinnerte der Staatssekretär daran, dass die Landesregierung sichergestellt habe, dass die Einnahmen aus dem „Wassercent“ ab 2013 komplett dem Gewässerschutz im Land zugute kommen.


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