Werbung

Nachricht vom 29.11.2012    

Aus für Umgehungsstraßen: Sieg der Vernunft

In der endgültigen Einstellung des Planfeststellungsverfahrens für die Ortsumgehungsstraßen Betzdorf und Alsdorf sehen die Grünen/Bündnis 90 in Betzdorf/Kirchen einen Sieg der Vernunft, so die Pressemitteilung.

Betzdorf. Einen Sieg der Vernunft sehen die Grünen Betzdorf-Kirchen in der endgültigen Einstellung des Planfeststellungsverfahrens für die Umgehungsstraßen Betzdorf und Alsdorf. Das mittlerweile verbreitete Bewusstsein für Umwelt und gegen Landschaftsversiegelung mache eine solch gigantische Straßenbaumaßnahme nutzlos und unsinnig.
„Haben die Politiker von CDU und FDP, die jetzt wider besseres Wissen von einer Schande für Rot-Grün sprechen und die Gefahr eines Ausblutens der Region an die Wand malen, haben die wirklich geglaubt, dass diese überdimensionierten Straßenbaupläne jemals realisiert werden könnten?“ fragte Vorstandssprecher Horst Vetter auf der jüngsten Mitgliederversammlung im Betzdorfer Domhotel. Auch ohne Nürburgring hätte der Landeshaushalt die für die Umgehungsstraßen veranschlagten 50 Millionen Euro kaum stemmen können.

„Wir haben Verständnis für genervte Pendler und geplagte Anwohner,“ so Vetter. Der Begriff Umgehungsstraße sei aber von Anfang an irreführend gewesen. Die geplanten Trassen hätten bestenfalls eine Verlagerung der Probleme bewirkt. Nicht von ungefähr hätte sich ja in Alsdorf eine Bürgerinitiative gegen den Bau der Alsberg- oder Brüderletrasse gebildet, denn er hätte nicht weniger, sondern mehr Verkehr nach Alsdorf gebracht. Denn letzten Endes wären alle Verkehrsströme in der Friedrichstraße vor dem Barbartunnel wieder aufeinander getroffen und hätten die jetzigen Verkehrsprobleme in der Betzdorfer Innenstadt um keinen Deut verbessert.

Die Eingriffe in das Landschaftsbild mit dem Alsbergtunnel, den Brückenbauwerken über Alsdorfer Wohngebiet im Hellertal und über dem beliebten Naherholungsgebiet im Imhäusertal, einem großen Kreisverkehr im Wald oberhalb der Friedrichstraße und einer Gefällstrecke am Steilhang entlang hinab ins Tal wären dagegen gigantisch gewesen.
„Wollen wir wirklich in einer Landschaft leben, die von Autostraßen zerschnitten und zerstört wird?“ fragte Grünen-Fraktionssprecherin Marion Pfeiffer. Die Lebensqualität einer Gegend werde doch viel mehr von anderen Faktoren wie guten Einkaufsmöglichkeiten vor Ort, von guten Betreuungs- und Bildungsmöglichkeiten für die Kinder, einem attraktiven Kultur- und Freizeitangebot und einer schönen Landschaft bestimmt.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Gruppenleitung (m/w/d) in der Landschaftspflege

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Meister/Techniker/Obermonteur für Elektrotechnik (m/w/d)

Alhäuser + König Ingenieurbüro GmbH
57627 Hachenburg

Sanitär-Ausstellungsfachberater (m/w/d) in Andernach

Dr. Kurt Korsing GmbH & Co. KG
56626 Andernach

Gruppenleitung (m/w/d) in der Werkstatt

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Kreistagsmitglied Wolfram Westphal übte Kritik an der Kampagne „Anschluss Zukunft“, die suggeriere, dass Wohl und Wehe einer Region vor allem vom Ausbau des Straßenverkehrs abhänge. Dies entspringe einem antiquierten
Denken, dass Wirtschaftswachstum und Autoverkehrswachstum unentrinnbar miteinander verkoppelt seien, weshalb der Ausbau der Straßen immer weiter forciert werden müsse. Mit Einfamilienhäusern und Verbrauchermärkten zersiedelte, mit Straßen und Parkplätzen asphaltierte Landschaften seien die Folge. Dass diese Verkehrspolitik in den vergangenen Jahrzehnten zu immer mehr Stau geführt hat, werde geflissentlich übersehen. Auch die Rolle des Autos im Klimaschutz werde ignoriert.
Wer wirklich die Straßen entlasten und "entlastern" wolle, so Westphal, wer aktive Umwelt- und Klimapolitik betreiben und Verkehrssicherheit wirklich ernst nehmen wolle, der müsse im öffentlichen Verkehr eine gleiche Reisequalität bieten wie im Straßensystem. Dass das möglich ist, bewiesen erfolgreiche deutsche Regionalbahnen, innovative Stadtbusnetze und flexible ländliche Bussysteme. Auch von unseren Nachbarn in der Schweiz und in Österreich könne man lernen, wie die Pflege und der Ausbau der Netze in der Fläche zum Markterfolg führt. Nur mit einem dichten Netz von Gütergleisen, mit attraktiven S-Bahn- und Regionalbahnsystemen, mit kundennahen Bahnhöfen, könne man Bürgerinnen und Bürger zum Umsteigen gewinnen.

Laut einer neuesten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) verzichten schon heute immer mehr junge Leute auf einen eigenen PKW und nutzen stattdessen öffentlichen Nahverkehr oder das Fahrrad. Dieser Trend werde sich bei steigenden Spritpreisen weiter verstärken, so die Grünen in ihrer Stellungnahme , und fordern einen vermehrten Einsatz der Politiker für Radwege, Bahn und Bus.


Lokales: Betzdorf & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Region


80. Wanderung der Initiative "Ich bin dabei" aus der VG Hamm war etwas Besonderes

Die Initiative "Ich bin dabei" organisierte ihre 80. Wanderung auf besondere Weise: Statt im gewohnten ...

Bergbaugeschichte wird im Rathaus Gebhardshain lebendig

Zur Vernissage der Jubiläumsausstellung "40 Jahre Besucherbergwerk Grube Bindweide" kamen mehr als 80 ...

Startschuss für eine neue Ära der Forschung in Siegen

Im Beisein von Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, ist ...

Gemeinsam für ein sauberes Daaden

In Daaden fand am Samstag (16. Mai 2026) eine erfolgreiche Aufräumaktion statt, die von der SPD initiiert ...

Pfingsten in Leuzbach: Schützenfest mit "Dohlemer Boube" und freiem Eintritt

ANZEIGE | Der Schützenverein Leuzbach-Bergenhausen veranstaltet auch in diesem Jahr (2026) an Pfingsten ...

JSG Raiffeisenland: Björn Hoffmann und David Schultheis übernehmen A-Jugend

ANZEIGE | Die JSG Raiffeisenland (SG Niederhausen-Birkenbeul, TuS Germania Bitzen 07, SV Niedererbach) ...

Weitere Artikel


Neues Gesetz soll Ehrenamt stärken

Ein neues Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes ist auf den Weg gebracht und soll am 1. Januar in Kraft ...

Feierliche Weihnachtsbaumübergabe im Mainzer Landtag

Anlässlich der Weihnachtsbaumübergabe besuchte eine Delegation des Landkreises Altenkirchen, darunter ...

Hilfe für Henry – gemeinsam gegen Leukämie

Der siebenjährige Henry aus Waldbröl ist an Leukämie erkrankt. Um ihm und anderen Patienten zu helfen, ...

Weihnachtsfeiern und Versicherungsschutz

Betriebliche Weihnachtsfeiern sind grundsätzlich gesetzlich unfallversichert. Wer sich auf einer Weihnachtsfeier, ...

Blutspenden dringend benötigt

Das DRK ruft wegen eines akuten Blutkonservenmangels dringend zur Blutspende auf. Insbesondere herrscht ...

Das neue Notfall-Sanitätergesetz diskutiert

Zum Austausch über das neue Gesetz zur Ausbildung von Notfallsanitätern trafen die DRK-Rettungswachleiter ...

Werbung