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Nachricht vom 05.12.2012    

Ernst-Helmut Zöllner erhielt Ehrenring der Stadt Betzdorf

Ernst Helmut Zöllner hat schon viele Auszeichnungen erhalten. Seine Verdienste um die Allgemeinheit wurden bereits vielfach gewürdigt. Nun wurde sein Wirken auf der kommunalen Ebene mit dem Ehrenring der Stadt Betzdorf gewürdigt. Zöllner blickt auf über 30 Jahre Ratstätigkeit zurück, und ohne sein Lebenswerk, den Betzdorfer Geschichte Verein (BGV) wäre die Stadt um vieles ärmer.

Ernst-Helmut Zöllner wurde mit dem Ehrenring der Stadt Betzdorf ausgezeichnet. Fotos: anna

Betzdorf. Ehrenamtliches Engagement bedeutet nicht nur Spaß und nette Freizeitgestaltung, nein zuweilen und besonders in der Kommunalpolitik auch richtige Arbeit, die manchmal auch mit Ärger einhergehen kann. Sich ehrenamtlich zu engagieren bedeutet, sich für die Allgemeinheit einzusetzen und in der heutigen Zeit kommt das Ehrenamt immer mehr aus der Mode.

Da ist es wichtig, dass es Vorbilder gibt, die den nachrückenden Generationen sagen können, dass es ich durchaus lohnt, ehrenamtlich tätig zu sein. Ein solches Vorbild hat die Stadt Betzdorf in Ernst-Helmut Zöllner und überreichte diesem nun für dessen langjähriges und vielseitiges Engagement den Ehrenring der Stadt.

Aus diesem Anlass hatte Bürgermeister Bernd Brato zu einer Feierstunde in den Hellersaal der Stadthalle eingeladen. Dort gestand der Verwaltungschef, dass er selbst wohl nervöser sei als Zöllner, den er bezüglich Ehrungen als sicherlich routiniert wähnte. Brato erklärte weiter, er vergebe diese höchste Auszeichnung der Stadt Betzdorf zum ersten Mal.
Ernst-Helmut Zöllner hingegen habe in 2004 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten, er sei mit der Freiherr-vom-Stein-Plakette ausgezeichnet worden und habe die Willy-Brandt-Medaille bekommen. Dies alles wären Zeichen dafür, dass hier ein besonderer Mensch ausgezeichnet werde.
Brato bezeichnete Zöllner als fachkundigen, vorbildlichen und selbstlosen Politiker, dessen „Coolness“ und Gewandtheit, sowie seine Professionalität ihm bei derlei Anlässen zu Gute kommen würde.
„Immer einen kühlen Kopf, objektive Sichtweisen, realitätsnahe Analysen und Lösungen. So kennen wir ihn, das Ratsmitglied, den Fraktionssprecher und auch den Ersten Beigeordneten Ernst-Helmut Zöllner“, so Brato. „Ich hätte mir all die Jahre keinen besseren Vertreter vorstellen können“.

Zöllner sei ein Kommunalpolitiker mit Leib und Seele. Kaum zu glauben, dass er trotzdem noch Herzblut für weitere Aktivitäten aufgebracht habe. Ganz nebenbei hätte er noch einen Geschichtsverein gegründet, Bücher und sogar einen Film herausgebracht. Brato stellte die Frage, wann der Mann noch Zeit für sein Privatleben, oder sich selbst gehabt habe?

An der Stelle dankte er Ursula Zöllner für deren Geduld und Unterstützung die sie in all den Jahren ihrem Mann entgegen gebracht habe. Die Bürger der Stadt profitierten von der politischen Arbeit Zöllners und dessen Weichenstellungen, sowie seinem Lebenswerk dem BGV, der allen die Geschichte der Heimat näher gebracht habe.
„Ich weiß gar nicht, ob ich jemals einem Menschen begegnet bin, der sich so für das Allgemeinwohl einsetzt“, so Brato. Der Ehrenring habe auch ein bisschen symbolischen Charakter. Der Ring stehe für eine lebenslange Bindung, für Beständigkeit, Halt und Aufrichtigkeit. Brato überreichte neben dem Ring auch eine dazugehörige Urkunde und dankte Zöllner nochmals ausdrücklich für dessen Engagement um Betzdorf.



Landrat Michael Lieber überbrachte dem Ausgezeichneten seine persönlichen Glückwünsche ebenso wie die des Kreises Altenkirchen. Mit dem Ehrenring, der etwas ganz besonderes sei, zeige sich, dass Betzdorf einen ganz besonderen Menschen ehren wolle. Lieber erinnerte an die beiden Bücher von Zöllner über „50 Jahre Stadt Betzdorf“ und „Das 100jährige Rathaus“. In der Kommunalpolitik habe Zöllner immer für faire Absprachen gestanden. Lieber war natürlich auch nicht mit leeren Händen gekommen, er überreichte eine Zeichnung vom „Schlauen Fuchs“, was sicherlich auch Symbolcharakter hatte.

Zöllner selbst erklärte, er wäre völlig überrascht gewesen, als er von der anstehenden Ehrung erfahren habe und sage dafür herzlich danke schön. Nach über 30 Jahren Ratstätigkeit stelle sich für ihn die Frage, warum er dies gemacht habe und ob er etwas habe bewegen können. Er habe im Stadtrat etwas bewegen wollen und erinnerte an seinen wichtigsten Antrag: die Einstellung eines Jugendpflegers.

An die jungen Kommunalpolitiker unter den Gästen der Veranstaltung richtete Zöllner den Appell, eigene Ideen zu sammeln, mit anderen zu verhandeln und nicht darauf zu warten, dass etwas vorgegeben werde. Gleichzeitig übte er Kritik am immer weniger werdenden Spielraum in der Kommunalpolitik. Es gebe zu viel Wegelagerer und die jungen Ratsmitglieder müssten sich gegen weitere Einschränkungen der Kommunen zur Wehr setzten.
Zöllner plauderte noch ein bisschen aus dem „Nähkästchen“ und gab einige Anekdoten aus früheren Sitzungen zum Besten. Abschließend sagte er, seine Frau habe ihm 35 Jahre den Rücken frei gehalten, ihr und seinen Kindern dankte er für deren Verständnis und Unterstützung.
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von einem Ensemble der Stadtkapelle Betzdorf und nach Beendigung des offiziellen Teils formierte sich eine lange Reihe von Gratulanten, die Zöllner zu der seltenen Auszeichnung beglückwünschten. (anna)


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