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Nachricht vom 01.02.2013    

Westerwaldkreis unterstützt Kampagne "Anschluss Zukunft"

Die IHK im Westerwaldkreis und zahlreiche Unternehmen unterstützen die Kampagne "Anschluss Zukunft", die Unternehmen und IHK im Landkreis Altenkirchen im vergangenen Jahr starteten. Bei einem Treffen in Hachenburg wurde dies erneut bekräftigt.

Beim Unternehmentreffen in der Westerwald-Brauerei in Hachenburg wurde die Unterstützung der Kampagne "Anschluss Zukunft" bekräftigt. Foto: IHK

Montabaur/Altenkirchen. Seit dem Start der Unternehmer-Initiative "Anschluss Zukunft" im Kreis Altenkirchen im Sommer 2012 ist die Zahl der Betriebe, die diese Kampagne tragen, stetig gestiegen. Derzeit sind es über 50 Unternehmen mit fast 7.000 Mitarbeitern, die sich öffentlichkeitswirksam für eine Verbesserung der Verkehrsanbindung der Region Westerwald-Sieg einsetzen.

Gefordert werden keine neue Trassen, sondern ein Ausbau der bestehenden Verbindungen B 8-B 414 sowie B 62. Nachdem im Frühjahr 2012 der IHK-Beirat für den Westerwaldkreis seine „Mündersbacher Resolution“ zur Unterstützung der Wirtschaft des Nachbarkreises verabschiedete, sind auch einige Westerwälder Unternehmen, wie z. B. EWM Hightec Welding GmbH aus Mündersbach und auch die Westerwaldbrauerei H. Schneider GmbH & Co.KG in Hachenburg dem Kreis der Kampagnenunterstützer beigetreten.

Kürzlich fand in der Westerwaldbrauerei eine Unternehmerrunde zu den Zielen und Hintergründen der Kampagne "Anschluss Zukunft" statt. Der IHK-Vizepräsident Thomas Bellersheim sowie Dr. Sabine Dyas, IHK-Regionalgeschäftsführerin für den Kreis Altenkirchen, informierten über die Kampagne.

Der Regionalgeschäftsführer der IHK für den Westerwaldkreis, Richard Hover, weist darauf hin, dass die schwierige Situation im benachbarten Kreis Altenkirchen auch sich verstärkende negative Auswirkungen auf die Standortperspektiven im Westerwaldkreis hat bzw. in diesen ausstrahlt.
Hover: „Wirtschaftsaktivität macht an Verwaltungsgrenzen nicht Halt. Erfolgreiche Wirtschaftsräume und die für ihr Fortbestehen notwendigen Infrastruktureinrichtungen kennen keine Grenzen.“

Daher sei es wichtig, wenn sich Unternehmen aus dem Westerwaldkreis aktiv in dieser Kampagne engagierten, so der Regionalgeschäftsführer der IHK-Geschäftsstelle Montabaur. Weitere Informationen zur Kampagne unter www.anschluss-zukunft.com

Mündersbacher Resolution des Beirats der IHK-Geschäftsstelle Montabaur
Mündersbach, 21. März 2012

„Starke Wirtschaftsregion Westerwald: Leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur
kennt keine Kreisgrenzen!“

Seit vielen Jahren setzt sich die IHK Koblenz für die dringend erforderliche Verbesserung der Straßen-Infrastruktur im Kreis Altenkirchen ein. Die IHK-Geschäftsstelle Altenkirchen, vertreten durch den Vizepräsidenten Thomas Bellersheim und den Beiratsvorsitzenden Dr. Ulrich Bernhardt, hat gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft, dem Landrat und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft dazu in der Vergangenheit Umfragen initiiert, Studien und Gutachten in Auftrag gegeben, Verkehrsforen organisiert und viele Gespräche mit Betroffenen und Vertretern der Politik in der Region sowie auf Landesebene geführt.

Ziel war und ist, dass sich eine absehbare und verlässliche Perspektive für eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur in diesem Teil der Westerwaldregion abzeichnet. Die Gespräche mit betroffenen Unternehmern, die Umfragen und wissenschaftlichen Gutachten unterstreichen ausnahmslos den dringenden Handlungsbedarf, im Hinblick auf die äußere und innere Erschließung des Kreises.

Konkret hat die Wirtschaft folgende Forderungen:
Verbesserung der Autobahnanbindung, insbesondere durch
· Ausbau B8 - B414 - B255 (auch Ortsumgehung Uckerath, NRW),
· Ausbau B256 zur A3
· Ausbau B62 Richtung Siegen
· Weiterer Ausbau von Überholspuren auf Bundes- und Landesstraßen sowie
Verbesserung der Fahrbahneigenschaften

Ziel: Den Kreis Altenkirchen als attraktiven Wirtschaftsstandort und Lebensraum
wettbewerbsfähig zu halten, indem man ihn hinsichtlich seiner Verkehrsinfrastruktur fit für die Zukunft macht und besser in die Gesamtregion integriert, mit dieser anbindet. Die Umfrage unter den Unternehmen belegen, dass diese ihre Standort(ausbau)entscheidungen zunehmend an eine Verbesserung der Infrastruktur knüpfen.
Die absehbaren Folgen des demographischen Wandels erfordern zudem diese Maßnahmen, um der Region eine Perspektive und Attraktivität im Standortwettbewerb zu geben. Es sind Erfolge erzielt worden, so ist der Ausbau der B 8-B 414 in den Koalitionsvertrag aufgenommen worden. Insgesamt zeichnet sich aber trotz der langjährigen Bemühungen vieler Akteure in der Region keine für die Unternehmen spürbare Verbesserung der Situation ab.
Vor diesem Hintergrund steigt bei den Unternehmen die Frustration über die sich
verfestigende Situation – nicht zuletzt begründet durch die Zurückhaltung der Landespolitik in Sachen Verkehrswegebau und Infrastrukturpflege.

Der Beirat der IHK-Geschäftsstelle Montabaur erkennt, dass diese Situation im
benachbarten Kreis Altenkirchen auch sich verstärkende negative Auswirkungen auf die Standortperspektiven im Westerwaldkreis hat bzw. in diesen ausstrahlt. Wirtschaftsaktivität macht an Verwaltungsgrenzen nicht Halt!

Die 2008 vom Kreis Altenkirchen, dem Kreis Neuwied und vom Westerwaldkreis initiierte Kooperation zur stärkeren Profilierung der Region Westerwald hatte nicht zuletzt zum Ziel, diesen Raum auch als Wirtschaftsstandort besser zu positionieren. Dazu gehört nach Auffassung des Beirats der IHK-Geschäftsstelle
Montabaur auch der Einsatz für eine stärkere Vernetzung überregional wichtiger und
leistungsfähiger Verkehrswege.
Der damalige Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Hendrik Hering, hatte auf der Westerwaldkonferenz in Ransbach-Baumbach im April 2008 diesen Aspekt besonders unterstrichen. Gemeint waren Straßen, wie die B 8 und die B 414, die sowohl den Kreis Altenkirchen wie den Westerwaldkreis durchziehen. Die Vernetzung dieser mit der teilweise im Ausbau befindlichen B 255 ist sehr wichtig. Damit würde den seit 1990 immer bedeutenderen, jedoch in der hiesigen Verkehrswegeplanung bis heute vernachlässigten West-Ost-Verkehrsachsen Rechnung getragen (z.B. leistungsfähigere Anbindung der Region an die Autobahn A 45).

Wichtige Verkehrsadern auf dem Gebiet des Kreises Altenkirchen, die durch ihren derzeitigen Verlauf und schlechten Ausbauzustand zu einem immer enger werdenden Nadelöhr degenerieren, haben auch negative Auswirkungen für die Wirtschaft insbesondere im nordwestlichen Teil des Westerwaldkreises: Waren-/Güterströme und wirtschaftsinduzierter Personenverkehr werden fortwährend und zunehmend behindert.

Der Beirat der IHK-Geschäftsstelle Montabaur sieht daher Handlungsbedarf auch im
gesamtwirtschaftlichen Interesse der betroffenen Unternehmen im Bereich des
Westerwaldkreises. Er hat deshalb den Beschluss gefasst, sich künftig Geschäftsstellenübergreifend gemeinsam und in Absprache mit den Spitzen des Beirats der IHK Geschäftsstelle Altenkirchen für die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur auch auf dem Gebiet des Kreises Altenkirchen zu engagieren. Erfolgreiche Wirtschaftsräume und die für ihr Fortbestehen notwendigen Infrastruktureinrichtungen kennen keine Grenzen! Daher wollen beide IHK-Bereiche schon bald mit entsprechenden Aktivitäten gemeinsam den Druck auf die politischen Entscheidungsträger auf Landes- und Bundesebene erhöhen. Die Beiräte der
Geschäftsstellen in Altenkirchen und in Montabaur erwarten, dass die politischen Amts- und Mandatsträger im Kreis Altenkirchen und im Westerwaldkreis diesem Beispiel folgen und die Initiative unterstützen.

Der Wortlaut der Resolution wurde mit der Pressemitteilung der IHK zur Veröffentlichung geschickt.



Kommentare zu: Westerwaldkreis unterstützt Kampagne "Anschluss Zukunft"

1 Kommentar
Bevorstehende Wahlen scheinen das Urteilsvermögen negativ zu beeinflussen.
Wie sonst ist es zu erklären, dass bei abnehmender Bevölkerungszahl der Ausbau von Straßen zunehmen soll? Unter dem Vorwand von „weltweitem Wettbewerb“, „Erhöhung der Verkehrssicherheit“, „eine bessere Anbindung der Region“ würden Natur und Umwelt in unserer Westerwälder Heimat zerstört werden. Selbst die ärmsten Länder dieser Erde werden Weise instrumentalisiert, um den weiteren Ausbau von Bundesstraßen zu begründen. Sogar ein Pastor aus Betzdorf hält den Straßenbau für einen „Segen“. Haben wir denn nicht genug? Sollten wir nicht einmal inne halten und uns mit unserem Wohlstand zufrieden geben? Wie wäre es mit etwas mehr Demut?

Reicht es nicht aus, dass jeden Tag ca. 100 ha Naturflächen versiegelt und zubetoniert werden? Reicht es nicht, dass die Lebensräume von Menschen, Tieren und Pflanzen täglich unwiederbringlich zerstört werden? Und welche Rolle spielt die IHK, die sich immerhin aus Zwangsbeiträgen ihrer Mitglieder finanziert? Werden diese Zwangsbeiträge für diese Kampagne eingesetzt? Hat sie auf einmal ein allgemein politisches Mandat oder handelt sie satzungswidrig?

Wir werden diese geplante Zerstörung nicht hinnehmen. So wie wir die unsinnige Westerwaldautobahn verhindert haben, werden wir
die von den Straßenlobbyisten weiter geplanten Asphaltierungen unserer wunderbaren Landschaft aus reinen Profitinteressen nicht hinnehmen.
„Anschluss Zukunft“ sieht anders aus. Nämlich Bewahrung von Natur und Schöpfung, das wäre ein „Segen“. Erhalt von wertvollen Lebensräumen und Naherholungsgebieten. Dieser „Anschluss“ führt nicht in die Zukunft, sondern in die Sackgasse. „Anschluss Zukunft - Ausgeträumt! Nicht mit uns!“

Harry Neumann, Quirnbach
stv. Regionalbeauftragter des BUND Rheinland-Pfalz
Mittelrhein/Westerwald

#1 von Harry Neumann, am 05.02.2013 um 07:16 Uhr

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